Berliner Testament, neu verheiratet, zwei Kinder aus vorherigen Ehen.

5 Antworten

der sinn des berliner testamentes ist u.a., dass ehegatten die gesetzliche erbfolge dadurch umgehen können (1. ehegatte 50%, 2. angehörige in gerader linie anteilig usw.). indem sie sich z.b. gegenseitig als alleinerbe einsetzen. allerdings müssen sie darin dann auch die sog. DRITTEN festlegen. das können kinder in beliebiger reihenfolge oder sonstwer sein.

wenn das b.t. untereinander geschlossen und unterschrieben ist, kann es nicht einseitig aufgekündigt bzw. geändert werden, d.h. BEIDE müssten die regelung aufheben, wenn sie ihnen nicht mehr stimmig erscheint. stirbt einer von beiden vor der änderung, bleibt die regelung bestehen.

mein vater z.b. ist auch zum 3.mal verheiratet, er hat 2 kinder. meine stiefmutter hat keine. die beiden haben ein berliner testament gemacht, sich also gegenseitig zum alleinerben eingesetzt, uns als geschwister zu gleichen teilen als DRITTE benannt. stirbt also einer von beiden, ist der/die jeweils andere zunächst alleinerbe/in, nach deren/dessen tod wir geschwister zu gleichen teilen, so wie sie es verfügt haben.

das ist das prinzip in kürze. lass dich trotzdem von einem notar beraten, das kostet nicht die welt, und insbesondere bei den sog. DRITTEN kann es einiges zu bedenken geben (ihr habt ja beide kinder!).

Berliner Testament kann häuslich verwahrt werden, besser bei dem zuständigen Amtsgericht deponieren. Dort sollte es nicht aus Versehen verschwinden.

Ist es richtig das meine jetzige Ehefrau von unserem Vermögen die Hälfte erbt und die andere Hälfte durch drei geteilt wird (Ehefrau und meine beiden Kinder erben jeweils ein Drittel)?

Sofern sie nicht notariell die Gütergemeinschaft vereinbart haben, gibt es "unserem" Vermögen nicht. Die gesetzliche Form der Ehe ist die Zugewinngemeinschaft. Das heißt, beide Ehegatten haben getrennte Vermögen. Die Vorstellung eines gemeinsamen Vermögens ist ein weitverbreiteter Irrtum der sich sehr hartnäckig hält. Natürlich können Ehegatten wie auch unverheiratet Vermögensgegenstände gemeinschaftlich haben. Dies hat aber Nichts mit der Ehe zu tun und wären zwischen der Ehefrau und der Erbengemeinschaft ggf. auseinanderzusetzen.

Sofern eine Ehegatte stirbt wird dessen Vermögen vererbt. Das Vermögen des Überlebenden hat damit Nichts zu tun , es spielt nur dann eine Rolle, wenn der Zugewinn nicht pauschal ausgeglichen wird.

Bei der gesetzlichen Erbfolge erbt Ehegatte neben den Kindern 1/4 und erhällt 1/4 pauschalen Zugewinnausgleich. Den Rest erben die Kinder zu gleichen Teilen, also jeweils 1/6. Gibt es ein Testament dann gilt dieses. Hierbei kann ein Pflichtteilsanspruch entstehen. Dieser beträgt die Hälfte dessen, was der Berechtigte ohne Testament enthalten hätte in Geld. Lebzeitige Schenkungen sind dabei der Erbmasse hinzuzurechen. Die Schenkungen an die Ehefrau werden dabei beginnende mit dem Ende der Ehe um 10% pro Jahr abgeschmolzen. Das heißt jedes Kind hat einen Pflichtteil in Höhe von 1/12 der Erbmasse zuzüglich lebzeitiger Schenkungen an die Ehefrau.

Ein Pflichtteil haben hierbei immer nur leibliche oder adoptiere Kinder. Stiefkinder sind nicht gesetzliche Erben.

Was ist dabei zu beachten?

Zunächstmal ist es hilfreich die Vermögenswerte innerhalb der Ehe auch klar zu trennen, da dann im Erbfall keine rechnerische Auseinandersetzung erfolgen muß.

Dann muß man natürlich klären, wer beim Versterben des Überlebenden erbt. Hierbei kann eine Pflichtteilsstrafklausel verwendet werden, d.h. man kann Kinder, die den Pflichtteil verlangt haben, vom 2. Erbfall ausschließen.

Sind die Kinder volljährig, dann ist ein Erbvertrag zwischen den Ehegatten und den 3 Kindern, in der Regel die bessere Alternative. In einen Erbvertrag kann auch der Pflichtteil für den 1. Erbfall ausgeschlossen werden.

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