Berliner Testament, Erbanspruch der Stieftochter

2 Antworten

Stiefkinder erben generell nur bei den leiblichen Eltern (im Gegensatz zu Adoptivkindern - die sind gesetzlich eigenen Kindern gleichgestellt) - die Stieftochter geht leer aus, sofern ihr nichts im Testament anderes vereinbart habt.

Grundsätzlich sollte es so sein:

Im Berliner Testament benennen sich die Ehepartner gegenseitig als Alleinerben.

Außerdem bestimmen sie ihre Kinder beziehungsweise auch die Stiefkinder zu Schlusserben nach dem Tod desjenigen, der als zweiter stirbt.

Fehlt der explizite Hinweis auf das Stiefkind, erbt die Tochter nichts; das ist leider ein Problem bei Berliner Testamenten, das immer wieder auftritt, weil das Stiefkind vergessen wird zu erwähnen...

Der Vater wird mit Sicherheit sein eigenes Kind nicht vergessen haben, ins Testament aufzunehmen! Ausserdem leben doch noch beide Elternteile. Es könnte auch sein, dass die Mutter zuerst verstirbt. Der Letztversterbende ist nur Vorerbe und kann nach dem Tod des 1. Verstorbenen das Testament nicht mehr ändern (wegen der wechselbezüglichen Bindung).

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Es erben die Kinder so wie sie im Testament eingesetzt wurden. Wenn z. B. alle 3 zu gleichen Teilen eingesetzt wurden, gibt es keinen Unterschied.

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