BERLINER MAUER: Gründe für den Fall?

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6 Antworten

Es war eine ganz Kette von Ereignissen, die zum Fall der Berliner Mauer führte.. Es gab eine Ausreisewelle der DDR-Bürger über Ungarn, die Botschaften der Bundesrepublik in Prag und Warschau wurden durch DDR-Bürger besetzt, sie wollten damit ihre Ausreise in den Westen erzwingen. Es gab Demonstrationen in vielen ostdeutschen Städten. Die DDR-Bürger waren unzufrieden mit vielem: die schlechte Versorgungslage, keine freien Wahlen, keine freien Medien, keine Reisefreiheit usw. Das DDR-Regime geriet immer mehr unter Druck: Erst mussten Honecker und 2 weitere Politiker zurücktreten, später auch noch die DDR-Regierung. Es gab einen Reisegesetzentwurf, der aber zu Kritik in der Öffentlichkeit führte, weil er nicht genug durchdacht war.  Krenz und seine Genossen gerieten immer mehr unter Druck. Wie es genau zum Mauerfall kam, war eigentlich ein Missverständnis. Genaueres darüber kannst du hier nachlesen:

http://www.chronik-der-mauer.de/chronik/?language=de&month=11&moc=1&year=1989&opennid=174871&filter=1&dokument=0&audio=0&video=0&foto=0#a

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Ich war an dem Tag in Ostberlin und habe die DDR-Nachrichten gesehen. Später dann bin ich als Westdeutscher mit der Welle an DDR-Bürgern wieder nach Westberlin gespült worden...:-)

Es war wirklich so banal. Schabowski bestätigte das neue Reisegesetz und damit brachen alle Dämme. Ein organisationspolitischer Fauxpas, eine "Nachlässigkeit" des Regimes.

Tatsächlich hätte man erwartet, das Gesetz müsse noch im Politbüro beraten und abgesegnet werden, irgendjemandem wäre die Sprengkraft aufgefallen... Aber die herrschende Gerontokratie hat einen winzigen Moment gepennt...:-)

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Die DDR war seit Mitte der 1980er Jahre nicht mehr in der Lage die Bevölkerung zu versorgen. Die Mauer hätte bereits um 1985 fallen können.
Wurde aber erst möglich mit Gorbatschows Prestroika.
Er entließ alle Ostblockstaaten aus der russischen Vormundschaft.
1988 flohen die DDRler über die Prager Botschaft der BRD und später über Ungarn.
Ungarn öffnete als erstes seine Grenzen zu Österreich.

Soweit der Abriss aus der Geschichte.

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Kommentar von 666Phoenix
06.06.2016, 19:57

Soweit der Abriss aus der Geschichte.

Du meintest sicher "Abschiss"!

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Kommentar von tanztrainer1
06.06.2016, 23:59

Außerdem flohen sie erst im Sommer 1989.

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Hallo isflorence,

der Fall der Mauer im November 1989 war das Ende einer Epoche der  Teilung, durch die Alliierten in der Nachkriegszeit, die Mauer wurde im August 1961 gebaut. Am 09.11.1989 wurden die Grenzen geöffnet.

Die Wiedervereinigung von Ostdeutschland und Westdeutschland fand im darauffolgendem Oktober 1990 statt.

Das ist ein ganz wichtiges, historisches Ereignis gewesen.

Liebe Grüße

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Kommentar von ExProducer
06.06.2016, 17:37

Mag zwar sein, aber das war nicht die Frage. :p

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Kommentar von itsflorence
06.06.2016, 17:54

Danke :)

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Mehrere Faktoren und Entwicklungen machten letztlich 1989 den Fall der Mauer und damit die Vereinigung Deutschlands möglich. So erzwangen die Reformen des sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow, die Wirtschaftskrise, die Massenflucht der Menschen in den Westen und die friedlichen Demonstrationen der DDR-Bürgerinnen und -Bürger das Ende der DDR-Diktatur.

Die politische Führung der DDR feierte den Bau der Mauer – in der Sprache der SED-Propaganda "antifaschistischer Schutzwall" – als "Sieg des sozialistischen Lagers" über den westlichen Imperialismus. Im Wesentlichen ging es der DDR-Führung darum, den Flüchtlingsstrom zu stoppen, denn bis zum Mauerbau hatte die DDR jedes Jahr Hunderttausende ihrer Bürger an den Westen verloren.

Mit der erhofften politischen und wirtschaftlichen Stabilität, die die DDR-Führung unter anderem mit der Abriegelung der Grenzen erreichen wollte, brach Ende der 80er Jahre zusammen. In Moskau war Michail Gorbatschow an die Macht gekommen und versuchte, Staat und Regierungsapparat zu modernisieren. Unter den Schlagworten "Glasnost" (zu Deutsch "Offenheit", "Transparenz") und "Perestroika" (zu Deutsch "Umbau", "Umgestaltung") reformierte er die Sowjetunion und damit den gesamten Warschauer Pakt. Die DDR-Führung verlor den Rückhalt der Sowjetunion. In allen großen Städten protestierten die Menschen für ihre Freiheit. Eine Fluchtwelle über Ungarn und die Tschechoslowakei spitzte die Lage zu.

LG

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Der Fallk der Berliner Mauer war ein Fehler des Herrn Schabrowski.

Er hat am Abend des 9.11.1989 in einer Pressekonferenz ein Protokoll über die neue Reisefreihet verlesen. Auf die Nachfrage eines Journalisten, wann das denn in Kraft tritt, las er das ganze noch einmal vor. Darauf fragte der Journalist (ich meine er war von Bild) noch einmal, wann das in iKraft tritt und Schabrowski antwortete mit ".. sofort, unverzüglich".

Das stimmte genau genommen nicht, denn es gab gar keinen Beschluss, wann das denn in Kraft treten soll.

Die DDR-Führung hatte Günther Schabrowski (einen Mann aus der dritten Reihe der Nomenklatura) wahrscheinlich nur vorgeschoben, damit sie jederzeit behaupten konnte: Schabrowski hat da überhaupt nichts zu sagen.

Aber letztlich lief etwas aus dem Ruder. Nachdem Rundfunk und Fernsehen das live verbreitet hatten, stürmten die Ostdeutschen den Grenzübergang Bornholmer Straße und die Führungsriege war nicht zu erreichen. Letztlich hat der Kommandant dann befohlen, die Leutee durchzulassen. Anfangs wurde noch irgendwie kontrolliert, später überhaupt nicht mehr.

Damit war die Mauer Geschichte. Die ganze Sache zeigt aber, wie brüchig schon das ganze DDR-System war.

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Kommentar von 666Phoenix
07.06.2016, 14:26

SCHABOWSKI!!!

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