Bergpredigt-aussage eines Satzes

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7 Antworten

Man soll nicht an den Fehlern eines anderen herummäkeln, wenn man selbst viel gravierendere Fehler hat, die man aber nicht beachtet ( =erst an sich selbst arbeiten, bevor man den anderen Ratschläge gibt, wie sie sich ändern sollten)

Der Splitter ist ein kleiner Fehler, wohingegen der Balken im Auge des anderen einen viel größeren Makel darstellt.

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Kommentar von PieOPah
05.10.2011, 23:28

Es geht einfach gesagt darum, daß Jesus dazu rät, sich um seinen eigenen Kram zu kümmern, statt sich mit den Problemen anderer zu beschäftigen, ohne zu merken, daß man selbst genug davon hat.

Wenn sich alle Menschen erst einmal um ihre eigenen Fehler kümmern würden, wären sie automatisch ein gutes Beispiel für andere - und die machen ganz von allein mit - ohne Worte sozusagen.

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Der Splitter wäre kleine Vergehen, und der Balken wäre ein großes Vergehen. Soll heißen: Das kleine Vergehen deines Bruders siehst du, das eigene große Vergehen siehst du nicht.

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Hallo!

Um zu verdeutlichen, wie falsch es wäre, überkritisch zu urteilen, stellte Jesus diese Frage: „Warum schaust du also auf den Strohhalm im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist?“ (Mat. 7:3, 4).


Wer der Versuchung nachgibt, seinen Nächsten zu kritisieren, weil er einen geringfügigen Mangel in seinem „Auge“ entdeckt hat, unterstellt ihm, seine Wahrnehmung sei beeinträchtigt, sodass er nicht richtig urteilen könne. So minimal die Beeinträchtigung — ein winziges Stückchen Stroh — auch ist, der Kritiker will sie beheben. Scheinheilig bietet er seinem Nächsten Hilfe an, den Strohhalm ‘aus seinem Auge zu ziehen’, damit er klarer sehen könne.


Ausgesprochen kritisch gingen damals die jüdischen Religionsführer mit anderen um.

Einmal erklärte zum Beispiel ein Blinder, den Christus geheilt hatte, Jesus müsse von Gott gesandt worden sein. Darauf konterten die Pharisäer scharf: „Du bist ganz und gar in Sünden geboren worden, und dennoch lehrst du uns?“ (Joh. 9:30-34).

Die auf Gottes Sichtweise gestützte Fähigkeit, klar zu sehen und richtig zu urteilen, fehlte den Pharisäern völlig; sie hatten sozusagen einen „Balken“ im Auge und waren stockblind!

Kein Wunder, dass Jesus ausrief: „Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst“ (Mat. 7:5; Luk. 6:42).


Wer entschlossen ist, Gutes zu tun und seine Mitmenschen gut zu behandeln, schwingt sich nicht zum strengen Kritiker auf, ständig auf der Suche nach „Strohhalmen“ im Auge seines Nächsten. Stattdessen ist er sich bewusst, dass wir alle unvollkommen sind und er sich davor hüten muss, selbstgerecht über seine Nächsten zu urteilen und sie zu kritisieren.

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Diese Aussage von Jesus Christus befasst sich mit einer generellen schlechten Eigenschaft des Menschen: "Blind" zu sein für eigene, oft große Fehler - kleinlich und pingelig, wenn es sich um Fehler Anderer handelt.

So ist diese Aussage in der Bergpredigt ein Appel an die Menschheit, stets zu bedenken, dass man selbst fehlerhaft ist und nicht vorschnell, oder leichtfertig andere Menschen anzuklagen. - Oft wird man dabei feststellen, dass man selbst noch etwas zu tun hat und dass es deshalb ratsam ist, lieber etwas großzügiger mit dem Freund, dem Partner, dem Nachbarn umzugehen!

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Die geläufigste Interpretation ist sicher die Selbstgerechtigkeit - so ist es ja als Sprichwort deutsches Allgemeingut geworden. Die Verdrängung der eigenen Schlechtheit, Sündhaftigkeit bei gleichzeitigem Pochen auf die Einhaltung von Regeln und Sitten durch andere Leute.

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Wenn man etwas beim anderen sieht und drüber meckert, ist es meist ein Riesen Balken, den man vor seinem inneren Auge selbst nicht sehen will! DESHALB sieht man den Splitter beim anderen!

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Das meint, die eigenen Sünden findet man geringer als die der anderen...

So sieht man die "Sünde" in den anderen Leben "schlimm", während die eigene gleich "nichts" ist...

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