Bereut ihr eure Berufsentscheidung?

Das Ergebnis basiert auf 8 Abstimmungen

zufrieden 87%
unzufrieden 12%

6 Antworten

zufrieden

Nein; doch was nutzt mir und dir diese Antwort in einer sich zunehmend durch Digitalisierung wandelnten Berufswelt?

Nachdem ich mehr als drei Jahrzehnte lang hauptberuflich in meinem Traumberuf arbeiten durfte, muss ich nun (wie die meisten meiner Berufskollegen) Dank Klimawandel umsatteln und darf künftig als Taxifahrer den Klimawandel verstärken helfen (es sei denn, ich werde von CleverShuttle oder MOIA genommen).

Wer in der Generation vor mir einen Beruf erlernte, konnte auf diese Qualifikation normalerweise sein ganzes Arbeitsleben lang aufbauen. In den 1970er Jahren bis Ende der 1980er Jahre wurde in Deutschland die mikroelektronische Revolution negiert und "Kollege Computer" verteufelt, weil er traditionelle Arbeitsplätze verniche.

Die Politiker wurden von den Lobbyisten beschwichtigt, da ja viele neue Arbeitsplätze in Diensteistungsberufen entstehen würden.
Die Lehrpläne der mittlerweile 16 unterschiedlichen Schulsysteme (jedes deutsche Bundesland hat sein eigenes Schulsystem) bereiten die nächsten Auszubildenden/Berufseinsteiger immer schlechter auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen der Arbeitswelt vor. Statt die individuellen Stärken von jedem einzelnen Schulkind zu fördern, trichtert man immer mehr Wissen von der Sorte, die die meisten anschließend im Berufsleben nie benötigen werden, in die Köpfe hinein.

Die nächsten Generationen sind hingegen digital Natives. Erfahrungen, die frühere Generationen in ihren beruflichen Karrieren machten, lassen sich auf heutige Gemengelagen nicht unreflektiert anwenden.

Die Herausforderung, die Ältere womöglich stärker trifft als Jüngere, ist der aufgepfropfte Zwang zum lebenslangen Lernen.

Andererseits ist geringe Allgemeinbildung inzwischen (wo jeder Depp seinen auf 25 * 280 Zeichen eingedampften Unsinn durch polarisierende Twitter-Algorythmen expotentiell verstärkt verbreiten kann) der Wirkbeschleuniger, der unsere Gesellschaft auseinanderreißen mag.

Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.

Wenn ich jetzt jung wäre, würde ich als Beruf vielleicht Faktenchecker bei einer Anstalt des öffentlichen Rechts anstreben wollen. Es sind die twitternden Trolle, die mit ihren Halbwahrheiten und Lügen in der postfaktischen Zeit beliebig viele Arbeitsplätze in der Aufklärung notwendig machen.

zufrieden

Kommt drauf an. Mein Beruf ist recht vielseitig, es kommt stark drauf an, was man machen muss.Nur an der Maschine stehen ist nicht so schön, aber Maschinen zusammenbauen schon.

zufrieden

Ich bin mit meiner Berufswahl die ich mit 16 Jahren getroffen haben sehr zufrieden.

Ich habe Bankkaufmann gelernt und war dann meinen Beruf über 22 Jahre lang ausgeübt bis ich berufsunfähig wurde.

Ich würde es auch nicht anders machen wollen, wenn ich nochmal die Entscheidung hätte.

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