Bereits ausgezahltes Urlaubsgeld vom Gehalt einbehalten?

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6 Antworten

Ich habe den Passus aus deinem Tarifvertrag gelesen. Arbeitnehmer, die zum Auszahlungszeitpunkt in einem gekündigten Arbeitsverhältnis stehen, haben keinen Anspruch mehr. Mit anderen Worten:
Auszahlungszeitpunkt war der 20.5., aber seit dem 18.5. befandest du dich schon in einem gekündigten Arbeitsverhältnis. Hättest du nur 3 Tage länger gewartet mit der Kündigung, dann hättest du weiterhin Anspruch darauf gehabt - zumindest anteilig. SO aber sieht das alles sehr rechtens aus.
.
Eine Möglichkeit wäre allenfalls noch, WANN war der Auszahlungszeitpunkt. Ist das der Tag, an dem das Geld beim Arbeitnehmer auf dem Konto ankommt? Oder ist das der Tag, an dem der ARbeitgeber das Geld auszahlt, indem er es überweist? Im letzteren Fall könnte man nämlich argumentieren, dass dein Arbeitsverhältnis zum Auszahlungszeitpunkt (Tag, an dem die Überweisung vorgenommen wurde) noch gar nicht gekündigt war. Ich denke aber, ohne Rechtsanwalt wird da nichts gehen. Wenn sich jedoch das Arbeitsgericht dieser Auffassung anschliessen würde, dann müßte der Arbeitgeber sogar deinen Rechtsanwalt bezahlen.
Du kannst auch mal zum Gericht gehen und anfragen, wie weit du eine kostenlose Rechtsberatung bekommen kannst oder sogar Prozesskostenbeihilfe.

Schau in den Manteltarifvertrag,vielleicht sind dort weitere Vereinbarungen in Bezug auf Rückzahlung von Urlaubsgeld enthalten.

Ich habe einen Tarifvertrag Einzelhandel vorliegen.Dort ist z.B. folgendes aufgeführt:

  1. Anspruchsberechtigte erhalten für jeden vollen Monat der Betriebszugehörigkeit ein Zwöftel des Urlaubsgeldes.

  2. Bereits als Urlaubsgeld gezahlte höhere Beträge sind als Gehalts- und
    Lohnvorschuss zurückzuzahlen.

  3. Gehört der Beschäftigte dem Betrieb nicht länger als sechs Monate ununterbrochen an,so hat er das Urlaubsgeld in voller Höhe zurückzuzahlen.

So oder ähnlich könnte es also auch in dem für dich geltenden Manteltarifvertrag stehen.

Allerdings kann der Arbeitgeber natürlich nicht das gesamte Urlaubsgeld von dem Gehalt eines Monats abziehen,da du ja auch Zahlungsverpflichtungen hast.

Lass dich von der zuständigen Gewerkschaft beraten.

Hallo, mein Fall : Ich befand mich bis 30.05.2012 i. Probezeit. Bis jetzt habe ich kein Reaktion v. mei Arbeitsgeber bekommen. Ich bin jetzt seid 17.07.2012 krank geschrieben und habe mit mein Letzten Gehalt auch volle Urlaubsgeld überwiesen bekommen. Jetzt sehe ich das die es von meinem jetzigem Gehalt abgezogen haben.

Also Arbeitsverhaeltnis besteht und mir ist kein nicht verlaengerung d. Arbeitsverhaeltnis bekanntgegeben.

Darf er mein bezahlte Urlaubsgeld einbehalten?

Danke voraus&Gruß

Leo

Erstmal vielen Dank.

Mich stört halt dieser Passus im Tarifvertrag:

  • Angestellte, deren Arbeitsverhältnis im Auszahlungszeitpunkt beendet ist, haben keinen Anspruch – auch nicht anteilig – auf die Sonderzahlung. Das gleiche gilt für Angestellte, die in einem gekündigten Arbeitsverhältnis stehen, außer im Falle betriebsbedingter Arbeitgeberkündigung. Pensionierung, auch wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung, gilt nicht als Kündigung.

Aber ändert die Tatsache, dass die das bereits ausgezahlt hatten etwas daran. Was ist für "in einem gekündigten Arbeitsverhältnis stehen" relevant?

Und eben interessant wäre auch noch der Punkt ob die wirklich nur 300 € auszahlen dürfen oder ob es da sowas wie ein Minimum gibt, was vom eigentlichen Gehalt ausgezahlt werden muss.

Muss eigentlich noch irgendwas beachtet werden, da ich ja im Mai auf das doppelte Brutto die Steuern gezahlt habe und jetzt ja Netto von Netto abgezogen wird?

WENN abgezogen wird, dann muss er eine korrigierte Abrechnun erstellen für den Monat, in dem das Gehalt doppelt war.
Lies aber auch mal meine Antwort.

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Das Urlaubsgeld bis zum 30.6. steht dir zu

Leider steht nicht mehr dazu im Tarifvertrag.

Ich werde aber morgen mal bei ver.di anrufen, die werden mir da ja hoffentlich auch noch was zu sagen können.

Aber schonmal herzlichen Dank.

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