Berechnung restliche Urlaubstage?

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5 Antworten

ist das soweit korrekt?

Ob Deine Rechnung richtig ist, hängt alleine davon ab, was vertraglich (Arbeitsvertrag oder anzuwendender Tarifvertrag) vereinbart ist.

Grundsätzlich:


Wenn das Arbeitsverhältnis am 31.10. endet (ich nehme an, Du hast nicht zum 01.11. als dem letzten Tag des Arbeitsverhältnisses gekündigt, sondern zum 31.10.!), hat es in diesem Kalenderjahr länger als 6 Monate bestanden; unter dieser Voraussetzung hast Du gegen Deinen Arbeitgeber Anspruch auf den vollen Jahresurlaub.

Dieser Anspruch betrifft aber zunächst nur den gesetzlichen Mindesturlaub.

Das ergibt sich aus dem Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 4 "Wartezeit" in Verbindung mit entsprechender Anwendung des § 5 "Teilurlaubb" Abs.1 (Ausschluss der Bedingungen nach den Buchstaben a - c, nach denen nur ein anteiliger Anspruch auf den gesetzlichen Urlaub besteht), ist einheitliche Rechtsauffassung und durchgängige Rechtsprechung!

Da Du zusätzlichen Urlaub über den gesetzlichen Anspruch hinaus hast, kommt es darauf an, was dazu (und wie) arbeits- oder tarifvertraglich geregelt ist.

Gibt es keine vertragliche Vereinbarung (im Arbeitsvertrag oder einem anzuwendenden Tarifvertrag) zu einer anteiligen Berechnung ("Zwölftelung") oder wurde in der Vereinbarung zum Urlaubsanspruch nicht zwischen gesetzlichem und zusätzlichem Urlaubsanspruch unterschieden (z.B. "Zusätzlich zum gesetzlichen Urlaub wird ein weiterer Urlaub in Höhe von ... Tagen gewährt."), dann hast Du vollen Anspruch auch auf diesen zusätzlichen Urlaubsteil, also auf den gesamten vereinbarten Jahresurlaub von 28 Tagen.

Trifft aber eine der beiden gerade genannten vertraglichen Einschränkungen (Zwölftelung oder Formulierung) zu, darf bei einer Zwölftelung der Urlaubsanspruch zwar anteilig berechnet, der Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub davon aber nicht berührt werden - er bleibt Dir auf jeden Fall erhalten; bei einer Trennung in der Formulierung wird nur der zusätzlich gewährte Urlaub anteilig berechnet und dem Anspruch auf den vollen gesetzlichen Urlaub zugeschlagen.

Bei einer vereinbarten Zwölftelung (sofern du mehr als den gesetzlichen Mindesturlaub erhältst) hättest Du einen Anspruch auf 10/12 des Jahresurlaub, also auf 23,33 Tage.

Bei einer 5-Tage-Woche und einem gesetzlichen Anspruch von 20 Arbeitstagen bleibt es bei vereinbarten anteiliger Berechnung beim Anspruch von 23,33 Tagen; bei einer 6-Tage-Woche dagegen mit einem gesetzlichen Anspruch von 24 Arbeitstagen hast Du trotz anteiliger Berechnung von 23.33. Tagen den Anspruch auf die vollen 24 Tagen (auch wenn das keinen großen Unterschied macht).

Von den errechneten Ansprüchen sind selbstverständlich die bereits genommenen Urlaubstage abzuziehen.

Urlaub, den Du bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr nehmen kannst (aus dringenden betrieblichen oder persönlichen - z.B. Erkrankung - Gründen), muss ausgezahlt werden (BUrlG § 7 "Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs" Abs.4) - und darf auch nur dann ausgezahlt werden; es ist also keine Frage der Einigung oder Verabredung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Wenn Du den vollen Urlaubsanspruch wahrnimmst (in natura oder als Abgeltung), hast Du allerdings in diesem Kalenderjahr keinen Urlaubsanspruch mehr gegen einen neuen Arbeitgeber - es sei denn, der Urlaub bei ihm wäre länger als beim jetzigen (was in Deinem Fall wohl unwahrscheinlich sein dürfte).


PS:

Die übrigen Antworten sind falsch!

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Fast. Du hast noch Anspruch auf 9 Urlaubstage, die der Betrieb dir vorher GEWÄHREN kann. Das muss nicht am Ende sein. Sprich mit deinem Betrieb. Dein Chef wird dir sagen wann er dir den urlaub gewähren möchte

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Familiengerd 05.10.2017, 20:52

Die Antwort ist so allgemein und undifferenziert nicht richtig - siehe meine eigene Antwort!

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So hat es sich bei mir bisher immer verhalten. Falls es keine weiteren Klauseln im Vertrag gibt, ist das so korrekt.

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Familiengerd 05.10.2017, 20:53

Die Antwort ist so allgemein und undifferenziert nicht richtig - siehe meine eigene Antwort!

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Ja, passt.

Du musst halt noch mit der Firma klären, ob Du abfeiern kannst oder das ausgezahlt kriegst.

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Familiengerd 05.10.2017, 20:54

Die Antwort ist so allgemein und undifferenziert nicht richtig - siehe meine eigene Antwort!

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Korrekt, wenn du 14 Tage bereits genommen hast und du ab Januar beschäftigt warst.

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Familiengerd 05.10.2017, 20:53

Die Antwort ist so allgemein und undifferenziert nicht richtig - siehe meine eigene Antwort!

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