Berechnung meines Rest-Urlaubs nach Elternzeit und langer Krankheit?

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2 Antworten

Hallo,

meiner Meinung nach stimmt die Berechnung für 2013 nicht. Wir haben diesbezüglich selbst einen Anwalt kontaktiert, der uns das hier richtig mitgeteilt hat. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wird das wie folgt berechnet:

Für das Jahr 2013 steht Dir für die Monate Januar, Februar, März, April und Mai der volle Urlaub zu (keine Elternzeit) das wären für diese Monate schon 

30 Tage Jahresurlaub : 12 = 2,5 Tage pro Monat

2,5 Tage x 5 = 12,5 Tage, die der Arbeitgeber nicht kürzen darf. Das sind schon mehr als 12 Tage.

Kürzen darf er nur die vollen Monate Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember 2013.

7 Monate x 2,5 Urlaubstage = 17,5 Tage, die Dir zustehen würden, wenn Du nicht in der Elternzeit gewesen wärst.

Er darf also nur die 17,5 Tage kürzen nach folgender Berechnung:

17,5 x 7 : 12 = 10,208 Tage

Laut meinem Wissen, darf er den Urlaub von 17,5 Tage um 10 Tage bzw. um 10,5 Tage kürzen.

Dann wären es für das Jahr 2013 insgesamt noch

für Juni bis Dezember 7 oder 7,5 Tage + für Januar bis Mai 12,5 Tage

= 19,5 oder 20 Tage. Für das Jahr 2013

So würde ich das berechnen. Ich habe es jedenfalls so verstanden, dass man den Urlaub um die Tage kürzen darf, die bei der Berechnung heraus kommen.

Für das Jahr 2014 würde ich das wie folgt berechnen:

Bei einem Krankenschein bleibt der Urlaubsanspruch meines Wissens nach trotzdem bestehen!

30 Tage Jahresurlaub : 12 = 2,5 Tage pro Monat

für die Monate Januar, Februar, März, April und Mai darf er den Erholungsurlaub wieder um 1/12 kürzen:

5 Monate x 2,5 Urlaubstage = 12,5 Tage für Januar bis Mai

Kürzung: 12,5 x 5 : 12 = 5,208 Tage die er von den 12,5 Tage abziehen darf

12,5 minus 5,208 (5,5 oder 5 Tage) mit den Zahlen nach dem Komma weiß ich nicht so richtig Bescheid, ob diese auf- oder abgerundet werden.

das wäre dann für Januar bis Mai 7 Tage oder 7,5 Tage Urlaub.

und von Juni bis Dezember 2014

2,5 Tage x 7 Monate = 17,5 Tage, die der Arbeitgeber nicht kürzen darf, weil keine Elternzeit mehr besteht.

Das wäre dann für das Jahr 2014 insgesamt 24,5 oder 25 Tage

17,5 Tage + 7 (7,5 )Tage = 24,5  (25) Tage, das sind auch mehr als 18 Tage.

An Deiner Stelle würde ich hierzu auf jeden Fall einen Anwalt für Arbeitsrecht befragen und mir das dort genau ausrechnen lassen. 

Andere Stellen die man diesbezüglich auch kontaktieren kann sind die Ministerien für Arbeit und Soziales, die etwas mit dem Mutterschutzgesetz zu tun haben. Diese müssten das auch wissen, wie das berechnet wird. 

Aber bitte noch mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht darüber sprechen. Unsere Anwältin hat uns das so erklärt, wie ich es in den zuvor stehenden Berechnungen versucht habe zu erklären. Wie gesagt trotzdem nochmal einen Fachmann oder eine Fachfrau dazu befragen und sich das ganz genau ausrechnen lassen. Laut meiner Berechnung oben stimmen die Urlaubstage, die Dir Dein Arbeitgeber vorgerechnet hat, nicht. Ich würde mich an Deiner Stelle mit diesen Urlaubstagen, die der Arbeitgeber Dir vorgegeben hat nicht zufrieden geben.

In unserem Fall ist es so, dass wir der Arbeitgeber sind und uns hier auch fachmännisch beraten lassen. Wir möchten unserer Arbeitnehmerin nicht zu wenig aber auch nicht zu viel Urlaub zukommen lassen. Sie soll noch den Urlaub bekommen, der ihr nach dem Gesetz auch zusteht.

Viel Glück und viel Gesundheit und ein Frohes Weihnachtsfest!

Viele Grüße Anja

Ladyflyonline 15.12.2015, 23:57

In vielen Beiträgen, die ich mir im Internet angesehen  habe, sind auch folgende dabei:

Kürzung des Urlaubsanspruchs für volle Elternzeitmonate

Die Arbeitnehmerin tritt ihre Elternzeit am 15.9. an. Der Urlaubsanspruch für das Kalenderjahr wird um jeden vollen Monat der Elternzeit gekürzt, d. h. für die Monate Oktober, November und Dezember, sodass die Arbeitnehmerin im laufenden Kalenderjahr insgesamt nur 9/12 ihres Jahresurlaubs beanspruchen kann.

"Wie Sie den Urlaubsanspruch korrekt ermitteln

Aber wie viel Urlaub steht dem Elternzeiter überhaupt zu? Hier gilt, dass Sie den Urlaubsanspruch aus dem laufenden Urlaubsjahr für jeden vollen Monat der Elternzeit, in dem Ihr Arbeitnehmer nicht gleichzeitig Teilzeitarbeit bei Ihnen leistet, um 1/12 kürzen dürfen (§ 17 Abs. 1 S. 1 BEEG). Geht Frau Koch-Ziller ab dem 1.5.2009 in Elternzeit und stehen ihr für 2009 normalerweise 24 Urlaubstage zu, können Sie den Urlaubsanspruch für Mai bis Dezember 2009 (= 8 Monate) um 8/12 von 24 Tagen (= 16 Tage) kürzen. Frau Koch-Ziller stehen für 2009 somit nur 8 Urlaubstage zu. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses während der Elternzeit bzw. bei Nichtfortsetzung des Arbeitsverhältnisses im Anschluss an die Elternzeit müssen Sie einen noch offenen und bislang nicht gewährten Urlaub finanziell abgelten."

Also aus diesen Beiträgen ist zu verstehen, dass man die vollen Urlaubstage für die vollen Monate der Elternzeit gekürzt bekommen kann. Dann wäre das für das Jahr 2013 bei Ihnen 

7 Monate x 2,5 Urlaubstage = 17,5 Tage, die gekürzt werden können von 30 Tagen.

Dann bin ich trotzdem für das Jahr 2013 bei einem Resturlaub von 12,5 Urlaubstage und nicht 12 Tagen.

In dem Jahr 2014 wären es dann allerdings nur noch 17,5 Urlaubstage und keine 18. Wie schon geschrieben am besten mit jemandem sprechen, der/die wirklich davon Ahnung haben.

Vielleicht kann auch ein Rechtspfleger beim Arbeitsgericht Auskunft geben. Da kann man sicherlich auch mal anfragen.

Viel ERFOLG beim herausfinden, wie der Resturlaub nach der Elternzeit jetzt wirklich berechnet wird.

Es ist nicht so einfach das ganze hier zu verstehen und für das Anwalts-Deutsch muss man ja auch studiert haben.(JURA) ;) :)

Egal ob nach der einen Berechnung oder nach der Anderen, die Berechnung würde weder für das Jahr 2013 noch für das Jahr 2014 stimmen.

Gruß Anja

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Das passt, der Arbeitgeber kürzt den Urlaubsanspruch anteilig entsprechend der Elternzeit.

Dielissy37 09.11.2015, 11:09

Hallo Danke für die Antwort. Jetzt hab ich aber noch folgendes Problem. Ich scheide zum 31.12.2015 aus dem öffentlichen Dienst aus bin derzeit noch krankgeschrieben. Was wäre jetzt besser meinen ganzen Resturlaub zu nehmen sind ca. 58 Tage oder weiterhin krank und mir den Urlaub abgelten zu lassen?

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SiViHa72 09.11.2015, 11:12
@Dielissy37

Denk dran: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt' s bis zu 6 Wochen, danach ünbernimmt die Krankenkasse und es wird nicht mehr der gesamte Lohn/ Gehalt gezahlt.

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Ladyflyonline 16.12.2015, 00:31
@SiViHa72

Hallo,

hierzu einfach mal einen Steuerberater fragen. Ich weiß von Bekannten, dass die pro Urlaubstag um die 128 Euro ausbezahlt bekämen. Das wären bei 58 Tagen x 128 Euro = 7424 Euro. Als Beamter/Beamtin bekommt man vielleicht auch weniger Urlaubsgeld oder sogar mehr, das weiß ich nicht, nehmen wir aber nur mal als Beispiel diese Zahlen. 

Hier muss man das Krankengeld mit dem Geld, das man bekommen würde, wenn man den Urlaub nicht nimmt und sich aus bezahlen lässt, zusammen rechnen. Ist diese Summe dann Höher als das eigentliche Gehalt, dann kann man weiter den Krankenschein machen und sich den Urlaub aus bezahlen lassen. Ist aber das Gehalt höher, das man dann bekommt, wenn man den Urlaub in Anspruch nimmt, dann sollte man den Urlaub nehmen und weiter sein Gehalt beziehen. In der Arbeitswelt hat ein Monat ca. 20 Arbeitstage und 58 Tage würden dann ca. 3 Monate bedeuten, die man Urlaub machen kann und die dann auch über den Lohnzettel bezahlt werden würden. 

Beispiel: Verdiene ich im Monat 2000 Euro netto und rechne das dann auf 3 Monate um, dann wären das insgesamt nur 6000 Euro. Bekomme ich aber in den 3 Monaten 1000 Euro Krankengeld pro Monat, dann sind das schon mal 3000 Euro und bekomme ich dann noch für die 58 Tage Urlaub 7424 Euro zusätzlich ausbezahlt, dann liege ich schon bei 10.424 Euro, das schon fast das doppelte darstellt, als 6000 Euro. Das ist nur ein Beispiel. Hier muss man sich wirklich von einem Steuerberater beraten lassen, der kann einem die Vor- und Nachteile aufzählen. Ich weiß nämlich nicht genau, ob das Urlaubsgeld dann auch wieder versteuert wird. Der Staat muss ja auch von etwas Leben.

Und ich weiß nicht wie das ist, wenn man sich danach arbeitslos meldet, ob man dann das Arbeitslosengeld von dem Krankengeld oder von dem Arbeitslohn berechnet bekommt. Es sind viele Faktoren, die man hier berücksichtigen sollte. Das kann aber glaubig besser ein Steuerberater beantworten. Eine Beratung beim Steuerberater kann auch nicht so viel kosten, dass man sich den nicht mehr leisten kann.

Wenn es um Geld geht, dann sollte man keins verschenken.

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MenschMitPlan 16.12.2015, 21:53
@Dielissy37

Lass den Urlaub abgelten. So bekommst du Krankengeld und die Urlaubsabgeltung noch dazu.

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