Berechnung Krankengeld, falsch?

3 Antworten

Krankengeld beträgt 70% vom Regelentgelt, jedoch nicht mehr als 90% vom Netto. (§47 SGB V).
Bei der Krankengeldberechnung wird das laufende Brutto-Arbeitsentgelt
berücksichtigt, welches der Beitragspflicht unterliegt. Sollten
beitragsfreie Bezüge vorhanden sein, bleiben diese bei der Berechnung
des Krankengeldes unberücksichtigt.

Neben dem laufenden Arbeitsentgelt werden noch einmalige Bezüge herangezogen, soweit diese der Beitragspflicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung unterliegen.
Dies sind zum Beispiel das Urlaubsgeld und die Weihnachtsgratifikation.

Diese sind jedoch auf die Monate umzulegen bzw. als ein 360./Tag zu berücksichtigen.

Hat der Versicherte in den letzten zwölf Monaten vor Beginn der
Arbeitsunfähigkeit (in der Krankenversicherung) beitragspflichtige
Einmalzahlungen erhalten, sind diese bei der Krankengeldberechnung
ebenfalls zu berücksichtigen. Hier schreibt § 47 Abs. 2 Satz 6 vor, dass
bei dem errechneten Regelentgelt der 360. Teil des einmalig gezahlten
Arbeitsentgelts hinzuzurechnen ist. Durch die Addition des Regelentgelts
aus dem laufenden Arbeitsentgelt und dem Brutto-Hinzurechnungsbetrag
(welcher sich durch die Berücksichtigung der Einmalzahlungen errechnet)
erhält man das sogenannte kumulierte Regelentgelt.

Du hast die Einmalzahlungen komplett reingerechnet, das ist falsch. Du hättest nur 357,37 Weihnachtsgeld und 359,74 hinzurechnen dürfen für den Bemessungsezeitraum von 3 Monaten.

Damit passt die Berechnung der Krankenkasse.

Maßgeblich ist nach § 47 SGB V das Gehalt des letzten Abrechnungsmonats. Welches von den aufgeführten ist das (ggf. inkl. Weihnachtsgeld, wenn es in diesem Monat gezahlt wurde)?

letzter Monat war (April 2017)

Gesamt Brutto 3.166,16 €

Steuer-Brutto 2.822,65 €

Netto-Verdienst 2.132,57 €

Bei dem Rechner ist angegeben: Falls das monatliche Gehalt nicht immer gleich hoch ist, tragen Sie bitte das durchschnittliche Bruttogehalt der letzten drei Monate ein ?

Geben Sie bitte den beitragspflichtigen Teil Ihrer erhaltenen Einmalzahlungen der letzten 12 Monate vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit an.

Weihnachtsgeld sowie Urlaubsgeld habe ich aus 2016 angenommen, da ja in diesem Jahr noch keins gezahlt wurde

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@CMAKLO

Ja, das stimmt, ich habe gerade nochmal nachgelesen. Bei schwankendem Gehalt ist der Durchschnitt der letzten 3 Monate zu nehmen. Dann ist dem noch anteilig das Weihnachts- und Urlaubsgeld hinzuzurechnen. Deine errechneten 3.030 EUR stimmen dann aber glaube ich nicht, denn gerundet 10.290 EUR : 3 zzgl. anteiliges Weihnachts- und Urlaubsgeld ist doch wesentlich mehr als 3.030 EUR.

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@Pasha78

Ich komme übrigens auf das Gleiche, wie du, tgl. ca. 65 EUR. Am besten legst du Widerspruch gegen den Bescheid ein. Vielleicht haben die die Sonderzahlungen vergessen....

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@Pasha78

Danke für die Antwort,

ich habe das beitragspflichtige Brutto angenommen

=  9.092,06 € : 3 = 3030,67 €   keine Ahnung ob dies richtig ist oder doch gesamt Brutto angenommen werden muss, würde aber ja noch höheres Krankengeld bedeuten ! Ja werde wohl Widerspruch einlegen, da dies schon eine Korrektur der Berechnung ist, ursprünglich hatten die noch weniger berechnet.....

Habe meine Frage auch wohl versehentlich unter "Ausbildung und Studium" eingestellt, kann ich das irgendwie verschieben ?

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Ja die ganzen Zuschläge werden nicht mitgerechnet! Nur das Grundgehalt der letzten 4 Wochen

Versteh ich jetzt nicht, wenn das monatliche Gehalt nicht immer gleich hoch ist, wird das durchschnittliche Bruttogehalt der letzten drei Monate angenommen. Selbst wenn ich jetzt nur mit Grundgehalt + Einmalzahlungen rechne, komme ich auf 60,62 € 

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Nein auch die Einmalzahlungen nicht.  Nur das Grundgehalt

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@Paulina42

dies würde aber   § 47 SGB V widersprechen, gibt es hierzu eine Quelle??

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