Berechnung für Krankengeld richtig?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dein Arbeitgeber liegt falsch. Es geht die Sache von der falschen Seite an.
Bei Kinderkrankengeld wird das Gehalt gekürzt, um die Tage, die Du der
Arbeit fern bleibst.


Der Arbeitgeber hat folgende Möglichkeiten der Kürzung:

1. Monatsgehalt geteilt durch 30 mal Ausfalltage (also 1/30)
2. Monatsgehalt geteilt durch Kalendertage mal Ausfalltage (also 1/28 oder
1/29 oder 1/30 oder 1/31).
3. Monatsgehalt durch Arbeitstage mal Ausfall-Arbeitstage (z. B. 20
Arbeitstage im Februar)

Vorteile / Nachteile: Bei der Berechnung über Arbeitstage darf der
Arbeitgeber auch nur Ausfall-Arbeitstage kürzen. Ist das Kinder von Mittwoch
bis Sonntag krank, so kürzt er um drei Tage. Bei der Variante mit
Kalendertagen kürzt er um fünf Tage. Der Divisor ist dabei aber auch höher -
damit die Kürzung pro Tag geringer.

Es muss das aber bei allen gleich machen und kann sich nicht die für ihn
günstigeste Variante aussuchen.

Die Krankenkasse zahlt und berechnet entsprechend der Kürzungsregelungen des
Arbeitgebers. Bei der Arbeitstage-Variante zahlt sie 3 Tage Krankengeld bei
Erkrankung eines Kindes. Bei der anderen 5 Tage.

Rechtliche Grundlage für diese Berechnung: schwierig zu sagen. Dies ist
allgemeine Rechtsauffassung. Teilweise gibt es Regelungen im Tarifvertrag
(Kürzung um 1/30 o. ä. des Monats bei unbezahlter Freistellung). Definitiv
falsch ist meiner Ansicht nach bei Monatslöhnern die Berechnung aus Sicht
der geleisteten Tage vorzunehmen. Es stellt dich frei - also darf er kürzen
und Tage abziehen: korrekt. Er kann aber nicht einfach sagen: "Du hast nur
27 Tage gearbeitet" und bekommst 27/30.   Die so erfolgte Berechnung des Krankengeldes ist also gesetzwidrig. Lege schriftlichen Einspruch gegen die ungerechtfertigten Abzüge ein.   Noch ein paar Grundsätze:   Voraussetzung für die Zahlung von Krankengeld ist, dass der Arbeitnehmer krankenversichert ist und eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt.Anspruch haben Arbeitnehmer ab dem Tag nach der Krankschreibung durch den Arzt sowie, bei stationären Behandlungen, am Tag des Behandlungsbeginns. Ab diesem Zeitpunkt wird in der Regel aber noch kein Krankengeld gezahlt, da der Arbeitgeberin den ersten sechs Wochen zur Entgeltfortzahlung verpflichtet ist. Die Höhe des Anspruches auf Krankengeld wird anhand der Höhe des Einkommens vor der Arbeitsunfähgkeit berechnet. Es beträgt 70 Prozent des Bruttogehalts, ist aber nach oben mit 90 Prozent des letzten Nettogehalts gedeckelt. Bei wechselndem Entgelt oder regelmäßigen Überstunden wird immer der Durchschnitt der letzten drei Monate zugrunde gelegt.

Ich sollte vielleicht sagen das wir ne kleine Firma sind und die Lohnsachen von einem Steuerbüro gemacht werden.

Und die Dame ist fest der Meinung das sie so recht hat wie ich es beschrieben habe.

 

 

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@Oldrip

Nun ja, die Daten denkt sie sich ja nicht aus. Die kommen ja von der Betriebsleitung an das Steuerbüro.

Auch wenn die Dame der Meinung ist - rechtlich ist es nicht so.

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