Berechnung des Bremsweges mit einer Gefahrenbremsung gleichzusetzen?

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2 Antworten

Die Faustregel, die in den Fahrschulen gelehrt wird, basiert auf der schwächsten zulässigen Bremsleistung, mit der ein Kraftfahrzeug in Deutschland auf die Straße darf, nämlich eine Verzögerung von 4 m/sec^2.

Wie Du an Deiner Rechnung siehst, rechnest Du mit einer Verzögerung von 8 m/sec^2. Dieser Wert setzt voraus, dass

1. die Bremsen des Fahrzeugs stark genug sind, um die Räder bis zur Blockiergrenze abbremsen zu können (ist bei PKW heutzutage eigentlich immer der Fall), und

2. das die Reibungszahl nicht durch Nässe oder Schmutz auf der Straße verringert ist.

Der Wert für den Bremsweg, den Du in der Fahrschule lernst (der mit Geschwindigkeit durch 3 im Quadrat) ist also bereits der Wert für eine Vollbremsung (Gefahrenbremsung), allerdings mit einigen Sicherheitsreserven gerechnet.

Wenn man für eine Gefahrenbremsung in der Fahrschule heutzutage mit einer Verzögerung von 8 m/sec^2 rechnet (zu meiner Zeit war das noch nicht so), dann wirst Du so rechnen müssen, damit Du Deine theoretische Prüfung bestehst. Ich halte es aber für eine schlechte Idee, den Fahrschülern beizubringen, dass sie im Gefahrenfall doppelt so stark bremsen könnten wie mit der Faustformel gerechnet - es wiegt die Leute in falsche Sicherheit. Ein ganz klein bisschen Sand auf der Straße reicht nämlich schon, und der Reibwert ist im Eimer!

Nun hast du berücksichtigt, dass es auch eine Reaktionszeit des Fahrers gibt bevor er überhaupt auf die Bremse tritt?

Kommentar von Sophie0123
26.06.2016, 16:34

Ja das ist mir schon klar. Der Reaktionsweg wir ja berechnet indem man z.b. 50km/h÷3,6=8,33m/s

Und mit der Fahrschulregel:

50km/h÷10=5×3=9m/s

Meine Frage bezieht sich allerdings nur auf den Bremsweg abgesehen von dem Reaktionsweg

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