Berechnet sich die Rentenhöhe nach dem zuletzt bezogenen Gehalt?

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13 Antworten

Grundsätzlich wird jedes einzelne Jahr mit dem Durchschnittsverdienst der gesamten versicherten Bevölkerung verglichen. Das ergibt jeweils einen %-Satz X

Die Jahresleistungen werden addiert und dann durch die Versicherungszeit dividiert.

Das Ergebnis bestimmt dann wiederum die Rente im Vergleich zur Durchschnittsrente.

Das Altersruhegeld der Beamten richtet sich nach dem letzten erzielten Einkommen. Das wird von sehr vielen Leute verwechselt.

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Stimmt nicht. Es ist genauso wie bei Angestellten. Das letzte Gehalt ist auch bei Beamten egal. Wer, wie viele Lehrerinnen, wegen eigener Kinder ausgesetzt hat und Stunden reduziert hat, bekommt auch als Pensionärin sehr viel weniger auch wenn sie zum Schluss wieder voll gearbeitet hat. Im Moment werden auch die schon jetzt ausgezahlten Pensionen sukzessiv gekürzt. Pensionäre erhalten jedes Jahr etwas weniger Pension.  

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Rentenhöhe = Entgeltpunkte x aktueller Rentenwert x Rentenartfaktor x Zugangsfaktor.

Nehmen wir an ein Mensch arbeitet 40 Jahre lang und verdient immer im Durschnitt (aktuell 3.091,- € brutto im Monat). Er geht in Regelaltersrente.

40 EP x 30,45 € x 1 x 1 = 1.218,- €

Diese 1.218,- € verstehen sich Brutto. Hiervon sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, sowie Einkommensteuern zu zahlen.

Ich hoffe mit 27 hast du bereits angefangen privat und/oder betrieblich vorzusorgen, sonst hängst du im Alter schneller in der Grundsicherung (Rentner-Hartz IV) als dir lieb ist.

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Kommentar von Narktor
01.03.2017, 15:01

Ich bin grade mitm Staatsexamen fertiggeworden, entsprechend hab ich da noch nicht vorgesorgt ^^

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HAllo,

mit vollendeten  27. Lebensjahr bekommst du die erst Renteninformation.

Darauf steehn Werte (Fettdruck) wenn du die allgemeine Wartezeit von 60 Monaten erfüllt hast.

1. Zahl     momentane volle Erwerbsminderungsrente

2. Zahl    bisher erreichte Altersrente mit 67

3. Zahl   mögliche Altersrente mit 67 wenn du weiterhin soviel Beiträge entrichtest wie in den letzten 5 Jahren

Rückseite

1 Zahl  erreichten Entgeltpunkte

2. Zahl Summe der entrichteten Beiträge selber

3. Zahl SUmme der entrichteten Beiträge Arbeitgeber

4 Zahl Summe der Beiträge aus Sozialversicherungsträger (Arbeitslosenversicherung/Krankenversicherung/Unterhaltsgeld)

Die ANzahl der Entgeltpunkte multiplizierst du mit dem aktuellen Rentenwert

bis 30.6.2016 monatlich

29,21 Euro West und 27,05 Euro Ost

ab 1.7.2016 monatlich

30,45 Euro West und 28,66 Euro Ost

Dann hast du die aktuelle Rente.

Damit ist die Vermutung der Bekannten widerlegt.

Beste Grüße

Dickie59

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Du hast völlig Recht. 

Die gesamte Lebensleistung (Beitragszeiten) zählen. Das letzte Gehalt hat keinen anderen Einfluss als das erste oder 234. Gehalt.

Jedes Jahr wird Deine Beitragszahlung mit einem Durchschnittsverdiener (der jedes Jahr neu berechnet wird)= Durchschnittsentgelt  verglichen. Und wenn Du genauso viel verdienst wie dieser fiktive Duchschnittsarbeitnehmer dann bekommst Du einen Punkt. Und wenn Du weniger verdient hast dann bekommst Du halt weniger (also bei 80% des Verdienstes halt 0,8 Punkte) und wenn Du mehr verdienst halt mehr - gleiche Berechnung. 

Und wenn Du in Rente gehen kannst dann werden alle Punkte zusammen gezählt und daraus Deine Rente berechnet. Für jeden Punkt bekommst Du zur Zeit etwa 30 Euro monatliche Rente (Rentenwert). Wenn Du also 40 Jahre lang wie der Durchschnitt verdient hast bekommst Du 40 x 30 = ca. 1.200 Euro Rente monatlich.

Der Rentenwert wird auch während der Rente angepasst. Die Rente steigt also mit dem allgemeinen Wohlstand mit.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass es für den Arbeitnehmer mit wechselnden Verdiensten egal ist ob er in jungen Jahren mehr oder weniger als der Durchschnitt verdient oder in späteren Jahren. 

Weil natürlich die Berufe unterschiedliche Einkommenskurven haben.

Ein Handwerker wird tendenziell mehr mit 30, 40 Jahren verdienen als im Alter von 18 oder 65. Ein Studierter eher mehr mit 60 Jahren.

Es gibt dann noch Besonderheiten. Z.B. für Frauen mit Kindern, höhere Punkte in den ersten Jahren des Berufes damit die Lehrjahre besser "verrentet" werden. Auch das Arbeitsamt zahlt bei Arbeitslosengeld I noch Beiträge in die Rentenversicherung ein damit die Monate nicht verloren gehen.

Ich empfehle für weitere Informationen Broschüren von drv-bund oder einen Blick in Wikipedia.

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Du liegst richtig, jedes Jahr wird ein Durchschnittswert ermittelt, hat man den verdient, gibt es einen Rentenpunkt. Derzeit liegt der so bei 36 000. Hat man das als Jahresverdienst, dann bekommt man einen Punkt pro Jahr, bei geringerem oder höherem verdienst dauert es entsprechend länger oder kürzer. 

Und derzeit gibt es ca. 30 Euro Rente pro Punkt. Hat man also 45 Jahre den Durchschnittsverdienst, dann gäbe das ca, 45 x 30E. Verdient man die letzten 2 jahre nur die Hälfte bei halbiertem Einkommen wären es nur 44 Punkte.

Durch die Umrechnung in Punkte und die jährliche Neuermittlung des Mittelwertes wird die Gehaltssteigerung im Laufe der Jahre berücksichtigt. Auch wieviel genau ein Punkt Wert ist, wird ständig angepasst.

Manche denken halt vielleicht, weil sie am Ende mehr verdienen, zählt das auch mehr, dem ist aber nicht so durch diese Berechnung. 

Alles was eingezahlt wurde, zählt am Ende. 

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Die Rentenhöhe bemisst sich nach ALLEN zurückgelegten Versicherungszeiten. Das letzte Gehalt ist hier völlig unerheblich!

Ausserdem sollte man sich auch in deinem Alter damit beschäftigen, da eine Zusatzversorgung frühzeitig überlegt werden muss!!

Kurz vorm Rentenalter sich mit Rente zu beschäftigen ist sehr ungut!

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Kommentar von Narktor
01.03.2017, 16:34

Kann aber auch klappe, z.B. durch Autounfall xD

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Die Rente wird nach einem Punktesystem berechnet. Nicht nach dem letzten Gehalt. Das Krankengeld und Arbeitslosengeld wird nach dem Gehalt berechnet.

Selbst wenn du später arbeitslos oder einige zeit krank bis, macht es an der Rente fast nichts aus.

Mit 27 hast du auch noch kein Anpruch auf Rente, ich glaube erst ab 15 Jahre eingezahlte Beiträge. Wenn du dir jetzt schon Sorgen wegen der Rente später machst, empfehle ich dir jeden Monat einige Hundert Euro in eine spezielle Kasse zu legen.

In vielen Behörden gibt es auch Sprechstunden bzw. Mitarbeiter, die einen über die Rente aufklären.

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Kommentar von Narktor
01.03.2017, 16:38

30 Jahre ist die Wartezeit :)

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Kommentar von Detlef32
02.03.2017, 08:49

5 Jahre (60 Beitragsmonate) müssen für eine Rente erfüllt sein.

Natürlich ist die dann winzig bei 60 Monaten Beiträgen.

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Wichtig ist, dass die gesetzliche Rente nicht dein einziges Standbein im Alter sein sollte. Zusätzlich kann man noch eine Betriebsrente oder eine Riester-Rente beantragen, damit man im Alter auch etwas mehr Geld zur verfügung hat, denn die Sätze für die gesetzliche Rente werden immer weiter sinken, so das diese immer weniger wird.


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Wenn ich mich nicht irre beziehen Beamte tatsächlich eine Rente die sich an ihrem zuletzt bezogenen Gehalt bemisst.

Für "normale" Arbeitnehmer ist es eine Betrachtung der Arbeitsjahre. Man bekommt pro Beitragsjahr / EInzahlung eine gewisse Punktezahl die dann bei der auszahlung pro punkt xx € Wert ist...

So meine ich wurd es mir im kurzseminar erzählt ^^ aber lasse mich gerne korrigieren sollte ich irren ^^

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Kommentar von turnmami
01.03.2017, 13:42

Beamte bekommten ihre Pension nach dem letzten Gehalt. Jedoch zählen hier Beförderungen in den letzten 3 Jahren nicht mit.

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Kommentar von kevin1905
01.03.2017, 14:41

Beamte bekommen keine Rente (es sei denn sie haben vorher mal mind. 5 Jahre angestellt gearbeitet), sie erhalten auf Lebenszeit ein Gehalt, dass ab 67 (i.d.R.) Pension oder Ruhestandsgehalt heißt.

Ansonsten alles richtig.

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Hallo Narktor,

Sie schreiben:

Berechnet sich die Rentenhöhe nach dem zuletzt bezogenen Gehalt?

Antwort:

Unter folgendem Link der DRV können Sie die komplexe Rentenberechnung nachvollziehen; jeder Einzelfall ist grundsätzlich anders und die spätere Rente setzt sich aus den diversen/inidividuellen Beitragszeiten und Beiträgen zusammen!

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232638/publicationFile/52266/rente_so_wird_sie_berechnet_alte_bundeslaender.pdf

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist, hat in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit!

Vergessen Sie deshalb in Ihrem eigenen Interesse nicht, das Risiko der Berufsunfähigkeit rechtzeitig und Ihrem Einkommen angemessen abzusichern!

Rechtzeitig heißt möglichst in gesundem Zustand und mit möglichst niedrigem Eintrittsalter!

http://www.finanztip.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/

http://www.finanztip.de/altersvorsorge/

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Nein,

du erarbeitest dir über das Berufsleben hinweg Rentenpunkte, deren Geldwert du in 40 Jahren noch nicht einmal kennst ...

Das letzte Gehalt beeinflusst die Höhe also nicht maßgeblich.

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