BER-Eröffnung Herbst 2019.Schon vor der ungewissen Eröffnung zu klein(Expertenmeinung).Was soll man dieser.....denken?

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2 Antworten

Das ist einfach die Krux unseres behördlichen Ausschreibungssystems, bei der einfach bei Seite gedrückt wird, dass die Summe aller Einzelteile eben noch lange nicht das ganze Projekt darstellt.

Es werden also alle Einzelaufträge zur Errichtung einzeln ausgeschrieben, und davon bekommt der billigste den Zuschlag - was theoretisch große Einsparungen bedeutet, aber dann rückt der Maler für eine Wand eben an, während der Maurer noch am Arbeiten ist. Die Extra-Anreise, die ja nicht in seiner Verantwortung liegt wird der Maler natürlich zusätzlich in Rechnung stellen, schließlich ist er zum vertraglich abgesprochenen Zeitpunkt auch da gewesen. Dann ist die Wand fertig, und der Maler liefert meisterliche Ergebnisse ab - aber niemand hat daran gedacht, das der Elektriker noch gar nicht da war, denn dafür war ein anderer Beamter zuständig, der hier die noch die Ausschreibung am laufen hatte. Also reißt der Elektriker die frisch bemalte Wand wieder auf, um seine Kabel zu legen, und eine erneute Ausschreibung der Malerleistung wird erforderlich...

Hätte man den Auftrag an einen Generalunternehmer vergeben dürfen, der eben nicht nur eine Summe von billigen Einzelaufträgen, sondern ein realistisches Projekt in Rechnung gestellt hätte das auf Erfahrungen mit ähnlichen, privat finanzierten Großprojekten basiert, dann hätte man auch ein striktes Fertigstellungsdatum und bei Nichteinhaltung immense Vertragsstrafen vereinbaren können. Das hätte dann  von Anfang an das doppelte bis dreifache der Summe aus tausenden Einzelaufträgen gekostet - aber eben nicht mehr, und das Projekt wäre zu 100% zum vereinbarten Zeitpunkt auch fertig, Bei den ungeordnet vergebenen Einzelaufträgen zahlt man aber immer drauf, weil es einfach an einer ordentlichen Projektplanung fehlt, und sich die Gewerke ständig gegenseitig im Weg stehen und sich gegenseitig die Arbeit wieder kaputt machen - und das oft sogar müssen. Und dann kostet es nicht das dreifache, sondern mehr als das zehnfache, ohne das es da irgend einen gibt, der seine Arbeit, im Rahmen der ihm zur Verfügung stehenden Informationen wirklich falsch gemacht hätte.

Wenn man dieses Projekt nicht als Flughafen betrachtet sondern als geplante Geldverschiebungsanlage, dann bleibt dies zwar auch nur eine Spekulation, macht aber manches erklärbar, für das man sich anderenfalls eher die Synapsen verknotet als daß man eine Erklärung findet.

Das muß ich erst mal "verdauen".Andererseits hast keine allgemein verständliche Erklärung "auf Lager".Kannst du deine Vermutungen verdeutlichen?

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@sinari

Dieses Flughafenprojekt läuft inzwischen lange genug, und es sind auch massenhaft zutreffende Informationen geflossen, so daß jeder, der "zur Kenntnis nehmen" und "das Gehirn einschalten" für eine akzeptable Alternative zu blindem Glauben hält, selbst erkennen kann, daß da mindestens jede Menge Gelder der Steuerzahler in die Taschen vieler Vollzeitversager geflossen sind.

Doch es war eben nicht nur ein gewöhnliches "Fließen", sondern es gab auch poliitsch Verantwortliche, die diese Karre immer wieder neu angeschoben haben.

Ich sehe keinen Sinn darin, GF als Plattform für Wiederholungen alter Nachrichten umzufunktionieren. Deshalb unterlasse ich es.

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@Dxmklvw

Es gibt keine "alten Nachrichten".Zumindest nicht für diejenigen,die Hintergründe aufweisen möchten.Das "Hier und Jetzt" allein bringen kein Verständnis.Das "Vorher" bringt Beides zusammen und daher eine Nachvollziehbarkeit.

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@sinari

Ja, ja, ..., aber wenn es ungefähr so ist wie bei Religionen, wo auch immer wieder Steinzeitgeschichten als "Beweis" dafür herhalten sollen, daß alle anderen Ansichten generell falsch sind, dann läuft da einiges neben der Spur.

Nicht das stets Beteuerte ist die Wahrheit, sondern nur das, was tatsächlich geschieht. Doch nur verhältnismäßig selten stimmen Beteuerungen und tatsächliches Geschehen überein.

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