benzoentzug wie lange wird es dauern?

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Hallo Bubble!

Dein Freund hat wirklich nicht alle Tassen im Schrank, wenn er nach c.a 4 Jahren!!! :o einen Diazepam-Entzug alleine durchstehen will.

Sein Vorhaben ist l.e.b.e.n.s.g.e.f.ä.h.r.l.i.c.h. und er sollte sich dringendst! an den Hausarzt oder an die Drogenhilfe wenden.

Diazepam-Entzug ist um ein vielfaches härter als z.B. Entzug von Opioiden und Heroin- Entzug.(Beim Heroin ist man nach c.a. 2 Wochen zumindest körperlich clean!)Er wird über Monate hinaus mit Unruhezuständen, Panikattacken, Vergesslichkeit, Schwindel, Atemnot, sogar mit Epileptischen Krämpanfällen zu kämpfen haben. Soetwas ohne ärtztliche Hilfe durchzustehen ist kaum möglich. Schicke ihn dringendst zu einer Stelle, an der ihm wirklich! geholfen wird.

Wenn man Diazepine über längere Zeit einnimt, dann reichern sich diese im Körper an. Und bewirken auch, daß bestimmte Rezeptoren (Andockstationen für den "Stoff" im Körper), die auf ähnliche aber vom körper selber hergestellte Wirkstoffe (=Hormone) reagieren immer weniger werden. Heißt: nach dem Absätzen vom Diazepam werden genau die Symptome, wogegen man sie eingenommen hat sich hammermäßig verstärkt wieder melden= Rebound Effekt.

Kein (verantwortungsvoller) Doctor wird jemals jemandem eine Therapie damit über 4-6 Wochen hinaus erlauben!!!!

Wie schnell Diazepine abgebaut werden, hängt v.A. vom Alter des Patienten ab. (Wobei die Abbauprodukte auch Pharmakologisch aktiv sind, und eine Halbwertszeit von 50-80 Stunden haben) Erwachsene in den mittleren Jahren baut in c.a. 30 Stunden, 60-90 Jährige in c.a 81 Stunden den Wirkstoff ab. Aber nicht, wenn es immer wieder "nachgeworfen" wird.

Die Abbauprodukte der Substanz wirken noch mit halber Kraft nach 48-60 Stunden im Körper. Und bleiben (je nach Anreicherung) auch länger da drinn. Leider wissen wir es nicht, wie oft, und wie viel "Dein Freund" im Laufe der Zeit genommen, und wieviel sich letzten endes angereichert hat. Weil es sich genausoviel abbauen muss... Um das zu erfahren muss er einen Bluttest machen!

In der Tat werden 70% im Urin als freier bzw größtenteils konjugierte Metaboliten ausgeschieden. Und da hilft nur abwarten und clean bleiben ... und das wird ihm ohne Hilfe von Außen sehr schwer fallen :(

(Formal = "auf dem Papier" läßt sich die Wirkung beim Überdosis mit Flumazenil aufheben. Aber die Substanz ist ähnlich, ist auch toxisch , und bedeutet noch größere Belastung für den Körper. Verdrängt nur vom Wirkort, "eliminiert" die Moleküle nicht. Muss außerdem unter Beobachtung und intravenös gegeben werden, weil die Leber sie sonst nicht durchlässt.)

Die 2 Medis aus der Gruppe, die im Urin nach 18-20 Stunden nicht mehr nachweisbar sind heißen: Rophnol und Flunitrazepam. Aber nur wenn man sie einmalig! genommen hat. Bei allen Anderen kann man wesentlich länger nachweisen c.a. 80 Stunden (auch nur bei einmaliger Einnahme).

Gruß + Holt ihm bitte dringend Hilfe!

Isa`

Diese Frage ist zwar schon etwas älter aber trotzdem nochmal an alle anderen die Benzos absetzen wollen. Nach 4 Jahren dauert so ein Entzug 12-18 Monate. Dass er wirklich 14 Tage ohne ausgehalten hat glaube ich garnicht. Davon mal abgesehen dass es ziemlich tödlich ist und er mit heftigen Krampanfällen und epileptischen Anfällen zu kämpfen hat kommen noch die ganzen krassen psychischen Sachen dazu! Diese Anfälle hatte ich selbst schon nach 8 Monaten Dia, Tavor, Lorazepam etc Versuche es nun mit einem ausschleichen in einer Tagesklinik und das find ich schon richtig hart. Da war mein Heroinentzug ein Witz dagegen!

Also nach 4 Jahren geht ohne Klinik mal garnix. Umso schneller ihr es absetzt umso eher bekommt ihr einen Rückfall. Wenn ihr es abgesetzt habt nehmt es NIE wieder!

Ich wünsche allen anderen viel Glück beim Absetzen... denn das Zeug macht aus euch halblebendige Zombies die nur Stress damit haben an mehr und immer mehr Benzos ranzukommen, völlig emotionslose Schlappschwnänze... das kann aus euch werden und so ist es einfach!

Klinik Psychiater/Therapeut Langsames Absetzen Evtl Doxepin oder sonstige Antidepris nach Absprache mit dem Arzt

Und was mir zur Zeit am besten hilft... eine Freundin :)

also erstmal glückwunsch das er die ersten 14 tage überstanden hat, ich hätte das wahrscheinlich nicht geschafft, wie schon geschrieben, der entzug kann sich noch eine ganze zeit, bei mir waren es cia 6 monate hinziehen, aber bei mir war das eher wellenförmig, mal ging es mir gut und mal war ich wieder nervös, unruhig, angstzustände. normalerweise dürfte im urin nichts mehr nachzuweisen sein, aber einen trick gibt es schon, trinken, trinken und nochmals trinken, also damit meine ich wasser.

viel glück und erfolg

ich bin jetzt seit fast drei monaten "trocken". während dieser zeit kamen entzugserscheinungen ebenfalls wellenartig. unruhe, schlaflosigkeit, schwierigkeiten beim gehen/ bewegen ... täglich nahm ich über zwei jahre lang entweder 5mg oder 2,5mg diazepam. kann nur jedem raten, dieses teufelszeugs NIE anzurühren.

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