Benzoabhängigkeit?

5 Antworten

Hallo WienMann089!

Bei einer einmaligen oder kurzzeitigen Einnahme zu therapeutischen Zwecken ist kaum von einem Risiko auszugehen.

Anders verhält es sich dagegen bei einer längeren Einnahmedauer, da hiermit die Gefahr der Gewöhnung und Toleranzentwicklung und schließlich einer Abhängigkeitsentwicklung verbunden ist.

Benzodiazepine besitzen ein beträchtliches körperliches wie auch psychisches Abhängigkeitspotenzial. Zum einen ist dies in dem spezifischen
Wirkmechanismus begründet, der eine körperliche Gewöhnung verursacht;
zum anderen spielt die Möglichkeit, mit Hilfe der Präparate die
Befindlichkeit stark zu beeinflussen, eine wesentliche Rolle.

Die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung ist vor allem dann gegeben, wenn die Einnahme nicht aufgrund medizinischer Indikationen und entsprechend der therapeutischen Absprachen erfolgt. Doch auch bei ordnungsgemäßem Gebrauch - vor allem über einen längeren Zeitraum hinweg - kann es zum Dauerkonsum bis hin zur Abhängigkeit kommen. Hierbei können Dauergebrauch, periodischer Missbrauch und Abhängigkeitsentwicklung nahtlos und oftmals innerhalb kurzer Zeit ineinander übergehen.
Oxazepam gehört übrigens zu den am häufigsten missbrauchten Benzodiazepinen.

Primäre Niederdosisabhängigkeit: Der weitaus größte Teil der Benzodiazepinabhängigen ist von dieser Abhängigkeitsform betroffen, bei der über einen langen Zeitraum täglich eine geringe, im therapeutischen Bereich liegende Dosis zu sich genommen wird. Auch wenn die Dosis hierbei nicht gesteigert wird, kann es bei abrupten Absetzversuchen zu quälenden Entzugssymptomen kommen, die dann wiederum zum Einnehmen der Substanz veranlassen.

Zu den typischen Entzugserscheinungen gehören u.a. Schwäche, Schwindel, Zittern, Schlafstörungen und Unruhe.
Zu einer erhöhten Angstbereitschaft mit Panikattacken können sich
Entfremdungserlebnisse, Suizidimpulse und Wahrnehmungsstörungen in
verschiedenen Sinnesbereichen gesellen.

50mg klingt für mich ziemlich viel, das ist doch hoffentlich auf mehrere Einnahmezeitpunkte verteilt oder?

Die Dosen in der Geschlossenen reichen von 1-8mg ...0o... alles darüber nur auf besondere Anweisung des Arztes.... zumindest in den Abteilungen die ich bisher gesehen habe.  Kann schon sein das das wo anders etwas lockerer gesehen wird.

Bist du sicher das du Oxazepam nicht mit einem anderen Wirkstoff verwechselst? Die handelsüblichen Tabletten (Praxiten mit dem Wirkstoff Oxazepam) haben 15 mg es gibt sie auch mit 50mg aber die dann eher in der Geschlossenen. 

Hier die Umrechnungstabelle der verschiedenen Benzodiazepine

https://psychiatrietogo.de/2012/01/29/benzodiazepin-aquivalenzdosierungen/

danke für deine Antwort

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@WienMann089

Normalerweise gibt die mg-Angabe den reingehalt des Wirstoffes an. Dachte ich zumindest immer. Aber okay, wieder was gelernt.

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Oxazepam 50MG, Admbran forte, die besten Praxiten forte! ist ja eigentlich nur für kurze Zeit unter stationären Bedingungen offiziell gedacht. Trotzdem ist Oxazepam das schwächste und am wenigsten süchtig machende Benzo. Letztendlich Ist es zusammen mit Temazepam und Desmetyldiazepam, metabolisiertes,~abgebautes oder ein abbaunebenprodukt von Diazepam

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