Benötigt man einen geregelten Tagesablauf für ein glückliches Leben?

28 Antworten

Bis 30 hatte ich auch ein turbulentes Leben. Ich hatte nix auf die Reihe bekommen mal dies vergessen mal das vergessen.Beruflich habe ich mich von Jahr zu Jahr gesteigert. Aber irgendwann habe ich gesagt, Geld allein mach nicht glücklich.Ich wollte  etwas, was mich noch glücklicher macht. Nun bin ich seit 2013 glücklich verheiratet und hab eine 2 jaehrige Tochter. Ich weiss das ich mich richtig entschlossen habe. Man hat  Verantwortungen und ist sehr glücklich dabei..

Hallo!

Benötigt man einen geregelten Tagesablauf für ein glückliches Leben?

Auch, aber nicht nur, würde ich sagen.
Ich liebe die Mischung von Struktur und Ordnung und Treiben-lassen und Auf-mich-zu-kommen-lassen bzw. dem Chaos.

Mit meinen Kindern und ihren schulischen Aufgaben hilft mir Struktur enorm dabei, alles möglichst leicht und gut zu bewältigen, natürlich auch den Kindern. Natürlich lieben sie es, mit unserer Ordnung Geborgenheit und Sicherheit zu finden.

Und danach sind wir froh, wenn wir alle einfach ohne bestimmte Vorgaben tun und lassen können, was wir wollen.

Ich wollte kein Extrem davon, am liebsten beides.

Kann ich sehr gut verstehen, dass es dich nunmal nach dem anderen sehnt, mal nach Sicherheit, Stabilität, Alltag.....
Ja, sorge dafür und somit auch für dich.
Aber übernimm dich dabei nicht, überfordere dich nicht gleich mit zu viel Terminen. Schritt für Schritt und besser einfühlsam als brachial vorgehen. Beobachte dich bei und gib dir Zeit mit allem.....

Ja, setze dir Ziele, wunderbar, aber sei nicht allzu verbissen damit. Mach keinen Druck, dann wird das alles. Versuche nur deine jetzige Zeit und Situation schon auch noch zu akzeptieren, dann wird das alles....

Ich denke (für mich persönlich ist es jedenfalls so), man braucht auf jeden Fall eine gewisse Grundstruktur an der man sich orientieren kann. Innerhalb dieser sollte man sich dann aber flexibel bewegen können, sonst wird der Alltag einfach zu eintönig. Das macht sicher auch nicht glücklich, wenn man immer am selben Tag zur selben Zeit immer dasselbe tut.

Für einen Angestellten ist die Arbeitszeit sowieso vorgegeben. Als Freiberufler sollte man sich bestimme Zeitrahmen setzen innerhalb derer die beruflichen Dinge erledigt werden. Aber jetzt festzulegen jeden zweiten Mittwoch gehe ich zum Friseur, jeden Donnerstag gehe ich einkaufen... da bin ich nicht so überzeugt davon. Damit erschafft man sich oft selbst nur künstlich Stress der eigentlich nicht sein müsste. Ich plane auch nie meinen Urlaub oder meine Freizeit großartig voraus. Ich mach das spontan wie es mir halt gerade passt oder sich ergibt.

Wenn du mit einem geregelten Leben aber noch überhaupt keine Erfahrung hast, dann würde ich dir für den Anfang schon raten möglichst viel durchzustrukturieren und dich auch so genau wie möglich daran zu halten. Hält man sich seinen Tagesablauf da zu flexibel, dann ist die Gefahr eines "Rückfalls" doch sehr hoch. Für viele ist so ein absoluter durchgetakteter Tagesablauf einfach auch so etwas wie ein Sicherungsseil. Flexibilität und Spontanität setzt nämlich schon erheblich mehr Organisationsfähigkeit voraus, wenn man nicht total im Chaos versinken will (es ist schon etwas anderes als "ich tue was ich will wann ich will").

Ich hatte leider auch mal eine Phase in der ich knapp 3 Jahre lang arbeitslos war. Da habe ich zu Beginn auch den Tag einfach auf mich zukommen lassen (ins Bett wann ich wollte, aufstehen wenn ich halt wollte, teilweise also um 6 Uhr früh ins Bett und um 13 Uhr wieder aufgestanden... müsste eigentlich heute was erledigen, ach, kann ich auch morgen - oder nächste Woche, nächsten Monat...). Die ersten paar Wochen noch super, dann ging es mir richtig schlecht deshalb. Ich kann deine Situation also schon etwas nachvollziehen.

Also ja, der Mensch braucht eine gewisse Ordnung/Struktur in seinem Leben. Man sollte sich aber nich zu sehr "verplanen" und durch seinen eigenen starren Ablaufplan unnötig einengen oder unter Stress setzen.

Ich für meinen Teil benötige eine Tagesstruktur, damit ich sozialadäquat funktioniere.

Ich habe seit einiger Zeit auch wieder eine Struktur in der Struktur. Also nicht nur meinen beruflichen Zeitplan, sondern dazu noch einen Hund. Mich erfüllt das sehr.

In den kurzen Zeiten der Arbeitslosigkeit fiel ich in ein tiefes, dunkles Loch. Es gab keinen äußeren Zwang, morgens aufzustehen, einzukaufen, zu kochen, zu essen, zu schlafen, zu duschen, Wäsche zu waschen, zu putzen, etc. Mit mir ist es in drei Monaten derbe bergab gegangen.

Für mich ist äußerer Druck perfekt, um ebenso zu sein und zu reagieren. Aus mir selbst kommt da eher wenig. Ich habe zwar viele Ideen, würde aber den Tag vertüddeln, alleine durch Nachdenken, was ich jetzt machen könnte.

Wenn du dir selbst diese Ziele setzt und erst mal im Sportverein aktiv bist, dann ergibt es sich über die soziale Kontrolle vielleicht, daß du auf jeden Fall dein Training machst.

Wenn du einen Job hast, der dich täglich fordert, dann hast du ganz viel Tagesroutine alleine dadurch.

Kleiner Tipp: Nimm nicht den Samstag zum Einkaufen, da geht jeder und die Schlangen an den Kassen sind lang ;-)

Hallo!

Ein Freund von mir ist Freiberufler, knapp über 30 & hat genau so einen Tagesablauf. Er ist super glücklich damit, während ich - Angestellter bei einer Zeitung - einen geregelten Ablauf brauche. Ich bin ein konstanter, beständiger Typ und ein Gemütsmensch, der lieber einen eng getakteten Tag hat und weiß, wo er dran ist.

Morgens um halb acht etwa steige ich in mein Auto, fahre zur Arbeit, treffe meine Kollegen, wir trinken den ersten Kaffee ... und dann fangen wir gegen 8.15 Uhr spätestens an ------> dann folgt der übliche Alltag, ehe es um 16.00 Uhr wieder nach Hause geht :)

Ich muss ganz ehrlich sagen ----> jap, ich genieße diese Konstante in meinem Leben :) Und solange gute Musik irgendwann erklingt, ich mit allen soweit klarkomme & abends Zeit für die "Simpsons" und mein Brötchen dazu habe, ist sowieso alles im Lot :) Auch wenn meine "Nochfreundin" diese Welt für unglaublich demotivierend und trutschig halten mag, ich mag das so :)

So sind die Leute verschieden :)

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Man hat in all den Jahren einiges erlebt.

Ein Freund von mir ist Freiberufler, knapp über 30 & hat genau so einen Tagesablauf. Er ist super glücklich damit,

Stimmt denn auch das Einkommen? Ich weiß, dass das jetzt spießig klingt: mit 30 kann man noch von Luft und Liebe leben. ABer was ist mit 60 oder mit 70? Will er dann zu den Altersarmen gehören?

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@Dahika

Er hat zumindest eine sehr gute Auftragslage & ist sehr aktiv... er arbeitet schon einiges -------> schlecht dürfte ihm nicht gehen. Aber ich werde ihn nicht danach fragen, weil das nicht meine Art wäre. Teile jedoch deine Bedenken durchaus, wobei ich mich in seine Lebensplanung nicht einmischen möchte.

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