Benötige ich den NOX-Sensor bei meinen VW Bora 1.6 FSI?

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1 Antwort

Durch den TÜV kommst Du damit definitiv nicht! Und der wird nach Deinen Angaben höchstwahrscheinlich bald fällig.

Was hier passiert ist folgendes: Der Wagen fährt auf einem möglichst mageren Gemisch. Das reduziert die Leistung des Motors ohne die Effizienz stark zu beeinträchtigen. Im gegenzug kann die Drosselklappe weit geöffnet werden. Die Drosselklappe reguliert die Motorleistung hauptsächlich in dem die die Kompression des Motors stört. Je niedriger die Kompression, desto ineffektiver ist der Motor. Der Spritverbraucht nimmt damit nicht proportional zur Motorleistung ab. Bei einem klassichen Auto wird also eine Menge Sprit über die Drosselklappe evrschwendet. Dein Auto reguliert die Motorleistung aber nicht nur durch die Drosselklappe sondern so weit das möglich ist über das Gemisch und nimmt die Drosselklappe nur zur Hilfe wenn die gemischregelung nicht ausreicht.

Das ist eine feine Sache, mache ich mit meinem Youngtimer auch in ähnlicher Form. Ohne FSI kann ich das aber nur begrenzt machen, außerdem hängt mein Gaspedal direkt an der Drosselklappe, ich muß also den sogenannten magermixbetrieb selber steuern und der ist auch stark eingeschränkt da das Gemisch zündfähig bleiben muß. Beim FSI meldet das Gaspedal nur wie viel Leistung der Fahrer wünscht, das Steuergerät stellt dann Gemisch und Drosselklappe entsprechend ein und die Einsprizung sorgt dafür, dass das gemisch um die Kerze immer zündfähig bleibt. Kann mein Wagen leider nicht, wenn ich es "Übertreibe" setzt bei mir der Motor aus weil der Sprit nicht mehr zündet.

Es gibt aber einen gravierenden Nachteil wenn man das gemisch abmagert. Der Überschüssige Sauerstoff im Motor wird druch Druck und Hitze mit Stickstoff gebunden, es entstehen giftige Stickoxide. Die sind selber nicht so kritisch, ein Teil der da entsteht ist auch unter dem namen "Lachgas" bekannt. Aber unter Sonnenlicht zerfallen diese Gase in normalen Stickstoff, normalen Sauerstoff und Ozon! Und Ozon ist auch in kleinen Mengen relativ schlecht für die Gesundheit!

Normale Katalysatorfahrzeuge schütten extra viel Sprit in die Luft, erzeugen einen Sauerstoffmangel der wenig NOx (Stickoxide) und viel CO erzeugt. Der Kat kombiniert das und andere Verbrennungsrückstände dann zu harmlosen Gasen, also N2, CO2, H2O. Das kostet aber bis zu einem liter auf 100km extra!

Dein Wagen misst die Abgase und stellt den motor so ein dass die Grenzwerte der giftigen Gase eingehalten werden ohne "auf verdacht" Sprit druchzublasen wie es klassiche Kat-Fahrzeuge machen. Hat er einen Stickoxidfilter, sammelt der die Stickoxide, der Miotor kann sehr mager gefahren werden und somit maximale effizienz erlangen. Dabei überwacht der Wagen wann der Filter gesättigt wird. Der Filter "reinigt" sich durch betriebsarten wo viel CO erzeugt wird und wenn das nicht reicht wird zwischendurch einfach mal so ein fettes Gemisch eingestellt um den Filter frei zu kriegen.

Ohne den Sensor funktioniert das nicht, der Wagen fährt ständig auf maximaler effizienz was gut ist für den Spritverbrauch, dafür stößt der Wagen aber giftige Gase aus was schlecht für die umwelt und vor allem in Städten schlecht für die Bewohner ist.

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