Benötige ein Gedicht für die Schule

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7 Antworten

alternativ ist auch dieses noch ein wahres Meisterwerk

http://www.bittels.de/ing_rin/ringel18.htm#Das%20Himmelskloessespiel :

Je mehr Kinder dabei mitmachen,

um so mehr gibt es nachher zu lachen.

Dicke Papiere sind nicht zu gebrauchen,

ihr müsst Briefe von Vaters Schreibtisch nehmen.

Keiner darf sich schämen,

die Briefe mit der Hand in den vollen Pipitopf zu tauchen.

Wenn die Briefe ganz weich sind, werden sie zu Klößen geballt

und mit aller Wucht gegen die Decke geknallt.

Ihr dürft vorher auch schnell noch Popel hineinkneten:

solche Klöße bleiben oben minutenlang kleben.

Jetzt muss jedes Kind unter einen der Klöße treten

Und den offnen Mund nach der Decke erheben.

Vorher singen noch alle im Rund:

„Lieber Himmel tu uns kund.

wer hat einen bösen Mund.“

Wenn der erste Kloß runterfällt

und fällt z. B. in Peters Gesicht,

dann wird der Peter umstellt

und alle singen - nur der Peter nicht:

„Schweinehündin, Schweinehund,

Himmelsklöße taten kund

du hast einen bösen Mund!

Sperrt ihn in den Kleiderschrank

wegen seinem Mordsgestank“

Übrigens: die Himmelskloßbriefe von Vaters Schreibtisch,

die streicht ihr anschließend wieder ganz glatt - so sind sie wie frisch.

Und wenn euer Vater auch noch so grollte,

vergisst er, dass er euch verhauen wollte.

Hi, ein Schiller. Nadowesiers Totenlied (Navaho). Oder: das verschleierteBildnis zu Sais (beides Lienblingsgedichte) Gruß Osmond http://ingeb.org/Lieder/einjungd.html Zitat: Ein Jüngling, den des Wissens heißer Durst Nach Sais in Ägypten trieb, der Priester Geheime Weisheit zu erlernen, hatte Schon manchen Grad mit schnellem Geist durcheilt, Stets riß ihn seine Forschbegierde weiter, Und kaum besänftigte der Hierophant Den ungeduldig Strebenden. »Was hab ich, Wenn ich nicht alles habe?« sprach der Jüngling, »Gibts etwa hier ein Weniger und Mehr? Ist deine Wahrheit wie der Sinne Glück Nur eine Summe, die man größer, kleiner Besitzen kann und immer doch besitzt? Ist sie nicht eine einzge, ungeteilte? Nimm einen Ton aus einer Harmonie, Nimm eine Farbe aus dem Regenbogen, Und alles, was dir bleibt, ist nichts, solang Das schöne All der Töne fehlt und Farben.«

Indem sie einst so sprachen, standen sie In einer einsamen Rotonde still, Wo ein verschleiert Bild von Riesengröße Dem Jüngling in die Augen fiel. Verwundert Blickt er den Führer an und spricht: »Was ists, Das hinter diesem Schleier sich verbirgt?« »Die Wahrheit«, ist die Antwort. - »Wie?« ruft jener, »Nach Wahrheit streb ich ja allein, und diese Gerade ist es, die man mir verhüllt?«

»Das mache mit der Gottheit aus«, versetzt Der Hierophant. »Kein Sterblicher, sagt sie, Rückt diesen Schleier, bis ich selbst ihn hebe. Und wer mit ungeweihter, schuldger Hand Den heiligen, verbotnen früher hebt, Der, spricht die Gottheit -« - »Nun?« - »Der sieht die Wahrheit.«

»Ein seltsamer Orakelspruch! Du selbst, Du hättest also niemals ihn gehoben?« »Ich? Wahrlich nicht! Und war auch nie dazu Versucht.« - »Das fass ich nicht. Wenn von der Wahrheit Nur diese dünne Scheidewand mich trennte -« »Und ein Gesetz«, fällt ihm sein Führer ein. »Gewichtiger, mein Sohn, als du es meinst, Ist dieser dünne Flor - für deine Hand Zwar leicht, doch zentnerschwer für dein Gewissen.«

Der Jüngling ging gedankenvoll nach Hause, Ihm raubt des Wissens brennende Begier Den Schlaf, er wälzt sich glühend auf dem Lager Und rafft sich auf um Mitternacht. Zum Tempel Führt unfreiwillig ihn der scheue Tritt. Leicht ward es ihm, die Mauer zu ersteigen, Und mitten in das Innre der Rotonde Trägt ein beherzter Sprung den Wagenden.

Hier steht er nun, und grauenvoll umfängt Den Einsamen die lebenlose Stille, Die nur der Tritte hohler Widerhall In den geheimen Grüften unterbricht Von oben durch der Kuppel Öffnung wirft Der Mond den bleichen, silberblauen Schein, Und furchtbar wie ein gegenwärtger Gott Erglänzt durch des Gewölbes Finsternisse In ihrem langen Schleier die Gestalt.

Er tritt hinan mit ungewissem Schritt, Schon will die freche Hand das Heilige berühren, Da zuckt es heiß und kühl durch sein Gebein Und stößt ihn weg mit unsichtbarem Arme. Unglücklicher, was willst du tun? So ruft In seinem Innern eine treue Stimme. Versuchen den Allheiligen willst du? Kein Sterblicher, sprach des Orakels Mund, Rückt diesen Schleier, bis ich selbst ihn hebe. Doch setzte nicht derselbe Mund hinzu: Wer diesen Schleier hebt, soll Wahrheit schauen? »Sei hinter ihm, was will! Ich heb ihn auf.« (Er rufts mit lauter Stimm.) »Ich will sie schauen.« Schauen! Gellt ihm ein langes Echo spottend nach.

Die Füße im Feuer von Conrad Ferdinand Meyer.

Der Klassiker: Der Erlkönig (Goethe)

Pointiert: Der Zauberlehrling (auch Goethe)

Es waren einmal 2 Ameisen,

die wollten nach Australien reisen.

Bei Altona auf der Chaussee

da taten ihnen die Beine weh,

und so verzichteten sie weise

auf den letzten Teil der Reise.

[Joachim Ringelnatz]

flouw99 26.03.2012, 23:14

ein bischen kurz, sollte von der Länge vielleicht schon Prometheus ähneln.

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nimm doch was von Rilke * _ *

flouw99 26.03.2012, 23:08

und welches?

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