Benennung von Noten

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Die zu Recht aufgefallene unlogische Reihenfolge der Notenbezeichnungen ist eine Besonderheit im deutschen Sprachraum. Auf der Klaviertastatur ist die Reihenfolge der Ganztöne a, h, c, d, e, f, g. Die Stammtöne in der Musik, die der C-Dur-Tonleiter entsprechen, sind c, d, e, f, g, a, h.

Das ursprüngliche "b" war die siebte Stufe der Tonleiter. Im 10. Jahrhundert (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Anderssprachige_Tonbezeichnungen) entwickelte sich aus einem für den Übergang in andere Tonarten bedeutsamen Unterschied die Unterscheidung zwischen einer niedrigeren Variante (eine kleine Septime), geschrieben "b rotundum" ("rundes b"), wiedergegeben mit einem runden Notenkopf (daher auch b molle genannt) und einer höheren Variante (eine große Septime), geschrieben "b quadratum" ("quadratisches b"), wiedergegeben mit einem eckigen Notenkopf (daher auch b durum genannt).

Für die Verwendung des "h" für das "b quadratum" gibt es 2 Erklärungen.

  1. Durch flüchtige Schreibweise (Übertragungsfehler eines Mönchs im Mittelalter) wurde aus dem b das ähnliche h. Dies verfestigte sich dann durch den Buchdruck im 16. Jahrhundert.
  2. Beim Übergang vom Notenschreiben zum Notendrucken fehlte in vielen Notendruckereien fehlte oft eine Drucktype für das "b quadratum". Die Drucktype für das h war am ähnlichsten.

"Reihenfolge der Ganztöne a, h, c, d, e, f, g" ist nicht ganz korrekt.

h-c und e-f sind Halbtonschritte.

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@UlfDunkel

Stimmt, war ungeschickt ausgedrückt für die gemeinten gewöhnlich weißen Tasten.

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Es gibt die griffige Anekdote, daß es a b c ... hieß, dass aber ein Mönch beim Abschreiben das b unten nicht ganz zumachte und so ein h gelesen wurde.

Du hast den Ton e vergessen. Aussgehend von C-Dur heissen die töne cdefgahc'
in alten Partituren (vorallem aus dem Englischsprachigen raum) wird das h auch b genannt und das b dann Bb (bes). Das hat wahrscheinlich (nur eine Vermutung) damit zu tun das als vorzeichen das b sich eingebürgert hat und es damit zu einem konflikt mit der Bezeichnung des selben tones kam. Um nicht den Ton "b" vergessen zu lassen nannte man in h (folglich der buchstabe der nach g kommt) und mit dem vorzeichen b dann halt b. Ich hoffe das war einigermaßen verständlich :)

Im englischsprachigen Raum heißt das H auch heute noch B.

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Deine Vermutungen kann ich nachvollziehen, hatte aber gehofft, dass es dafür eine eindeutige Erklärung gäbe.

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