Bellender Hund am Gartenzaun?

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8 Antworten

Ein kläffender Hund am Gartenzaun kann viele Ursachen haben. Es hängt auch sehr stark von der Art des Bellens ab.

Wenn er freudig bellt, ist ihm einfach nur langweilig. Er begrüßt andere Menschen/Hunde, um sie zum spielen aufzufordern. In diesem Fall, solltest du dich definitiv mehr um deinen Hund kümmern und ihn täglich etwas auspowern, in dem du selbst mit ihm spielst.

Wenn da jedoch Aggression mit ins Spiel kommt, ist dies natürlich schon schwieriger und vor allem gefährlicher.

In diesem Fall solltest du mal verschiedene Dinge austesten/rausbekommen:

Bellt er nur fremde Menschen an, die sich seinem Grundstück nähern oder ist er eher auf die anderen Hunde fokussiert. Auch das Geschlecht des Hundes kann da eine wichtige Rolle spielen. Kann auch sein, dass er da keinen Unterschied macht und er einfach alles und jeden anbellt. Ist aber für das Training zentral wichtig, dass du das weißt.

Bellt dein Hund fremde Menschen/Hunde nur auf eurem Grundstück oder auch auf fremden Grundstücken an?

Sollte dein Hund dies nur auf eurem Grundstück/Haus tun, ist dies ein Revierverhalten.

Wenn er dies unabhängig vom Ort macht, ist er den anderen Menschen/Hunden gegenüber sehr negativ eingestellt.

Weiter ist wichtig herauszubekommen, ob er dies einfach nur aus Angst/Unsicherheit oder aus Aggression macht.

Versuch diese Dinge mal in Erfahrung zu bringen. Denn bevor du mit einem Training beginnen kannst, musst du die Ursachen möglichst genau kennen.

juste55 19.07.2017, 14:38

Ja, danke für deine Antwort und die Fragen.

Sie ist eine sehr dem Menschen zugewandte, neugierige Hündin.

Das drückt sich dadurch aus, daß sie sich zu fast allen Menschen ausgiebig freut und sie kennenlernen möchte.

Aber sie ist auch ängstlich.

Neulich gab es ein Geräusch im Garten, da stand sie mit einer Bürste und ich mußte gehen und nachschauen, was das Geräusch verursacht hatte...:-))

Sie bellt bei vorbeigehenden Leuten etwas weniger, bei Hundehaltern mit Hund sehr viel mehr. Diese verfolgt sie auch gerne bellend den Zaun entlang.

Ich hole sie dann ins Haus, bedeute ihr, daß sie in den Korb geht.

Aber beim nächsten Mal ist es das gleiche Verhalten.

Wenn wir hinter dem Haus auf der Terrasse sitzen, rennt sie oft wie ein Wirbelwind bellend nach vorne.

Wir rufen sie dann zurück, aber sie tut es halt immer wieder.

Alleine , ohne daß jemand zuhaus ist, befindet sie sich nie im Garten :-)))

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juste55 19.07.2017, 14:42
@juste55

P.S.: Wenn Hunde auf anderen Grundstücken bellen und wir vorbeilaufen, bellt sie auch

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Orgrim 20.07.2017, 14:27
@juste55

Wie gesagt, sollte das ein freudiges Bellen sein, möchte sie einfach nur spielen. Dann solltest du sie mehr auslasten.

Wenn dies aber ein aggressives Bellen ist, dann würde ich in deinem Fall sehr stark darauf tippen, dass dies einfach aus Angst/Nervosität passiert und weniger wegen Revieverhalten.

Im zweiten Fall scheint sie einfach nicht gelernt zu haben, wie man mit solchen für sie unbekannten Situationen umgeht, hatte dann Angst und reagierte aufgrund dieser Angst aggressiv (hat alle erst mal angebellt, damit diese sofort Bescheid wissen, dass dein Hund in  Ruhe gelassen werden möchte). Dieses Verhalten hat sich dann im Laufe der Zeit ritualisiert.

Solche Unsicherheiten entstehen sehr häufig, wenn das Herrchen/Frauchen dem Hund einfach keine klaren Regeln/Strukturen für die jeweilige Situation von Anfang an mit auf den Weg gibt. Da also das Herrchen keine Verhaltensweise vorgibt, sucht sich der Hund seine eigene. Und bei einem ängstlichen Hund gibt es entweder Meideverhalten oder Aggression.

Und dein Hund scheint sich wohl für den Weg "Angriff ist die beste Verteidigung" entschieden zu haben.

Dies dem Hund wieder abzutrainieren ist langwierig und schwierig. Aber wichtig ist, du deinen Hund so oft wie möglich in solche Situationen bringst, ihm aber eine  Alternative zu seinem Verhalten bietest. Einfach rein zuschicken, ist für einen Hund keine wirkliche Alternative, denn was hat er davon.

Du solltest immer wenn du mit dem Hund raus gehst sehr viel spielen. Dein Hund hat bisher immer im Kopf, wenn er draußen ist, sofort aufzupassen, ob es irgendwo eine Bedrohung gibt, die er sofort vertreiben muss. Wenn du ihm aber antrainierst, dass Rausgehen bedeutet, dass er dort toll mit dir spielen kann und nur beim spielen seine tägliche Portion Essen bekommt, hast du deinem Hund eine Alternative geboten. Entweder bellt er jetzt die Leute an oder er kann weiter mit dir spielen und bekommt so leckeres Essen.

Sollte er sich für das Bellen entscheiden, wird das Spielen sofort abgebrochen und er bekommt für diesen Tag nichts mehr zu essen. Und keine Sorge: Ein Hund kann problemlos 1-2 Tage ohne Nahrung auskommen. Außer es ist ein Welpe.

Zu Beginn solltest du dieses Spielen im Haus trainieren, da es dort keine Ablenkung gibt. Wenn das Spielen (z.B. Aportieren mit Fressbeutel) im Haus sehr gut klappt und dein Hund auf dich hört, verlagere das Training nach draußen. Zu Beginn ist auch eine Schleppleine hilfreich, dass du einen Hund einfach zu dir ziehen kannst, um so am Anfang seine Aufmerksamkeit auf dich zu lenken.

Und wie gesagt, sollte er dann draußen anstatt zu spielen sich für das Bellen entscheiden, wird das Spiel sofort für den Tag abgebrochen.

Du solltest deinem Hund unter allen Umständen jeglichen freien Zugang zu Futter und Spielzeugen untersagen. Du alleine entscheidest, wann es etwas zu fressen gibt und wann gespielt wird. Nicht dein Hund! Denn wenn dein Hund auf diese Sachen keinen freien Zugriff mehr hat, wird ihm klar, dass sein Überleben zwangsläufig von dir abhängt. Nur durch dich gibts Futter und Spaß. Dies motiviert einen Hund extrem, beim Training mitzumachen.

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Elocin2910 21.07.2017, 00:20
@Orgrim

Das ist keine Motivation, einen Hund in die erlernte Hilflosigkeit zu bringen und dann von Training sprechen heißt für mich Tierquälerei! 

Gerade und erst Recht wenn die Motivation des Verhaltens Angst ist! 

Es sollte zwischen Hund und Halter kein Abhängigkeitsverhältnis hergestellt werden, sinnvoll ist ein Vertrauensverhältnis! 

Futterentzug, Spielzeug untersagen, an der Leine ranziehen, Spiel abbrechen weil er "aus Angst" was Du ungesehen nicht beurteilen kannst bellt. 

Sorry, aber das geht auch anders, nämlich tiergerechter. 

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Orgrim 24.07.2017, 12:23
@Elocin2910

Ein Hund ist ein Tier und kein Mensch also kein ebenbürtiger Partner. Also von Vertrauensverhältnis zu sprechen ist einfach vollkommen dämlich.

Ein Hund ist ein Rudeltier und braucht einen Anführer. Dies liegt nun mal in der Natur des Tieres. Und ein Mitglied eines Rudels ist vom Anführer dieses Rudels abhängig.

Und ein Hund darf nicht entscheiden, was er tut und wann er etwas tun möchte. Dies bestimmt auch in der Natur immer der Anführer des Rudels.

Und ein Mensch sollte einen Hund möglichst naturnah trainieren und behandeln. Immer dieses vermenschlichen ist vollkommen unnatürlich und schädlich für den Hund.

Du solltest dir mal den unglaublich talentierten Hundetrainer Martin Rütter und seine sehr sinnvollen Trainingsmethoden anschauen. Ich orientiere mich vollkommen an seinen Methoden.

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Zuerst solltest du den Hund nicht unbeaufsichtigt in den Garten lassen und vernünftig auslasten. 

Die Hunde von meinen Eltern und mir haben eine Zeit lang auch sehr viel im Garten gebellt. Entweder weil die, auch sehr bellfreudige Hündin von den Nachbarn angeschlagen hat oder weil sie die Laufenten der anderen Nachbarn bemerkt haben. 

Wir haben sie einfach konsequent jedes mal abgerufen und ins Haus geschickt. Und das ohne laut zu werden oder sie gar zu bestrafen! Nach relativ kurzer Zeit hat sich das "Problem" erledigt. Allerdings müssen sich unsere Hunde auch nicht selber beschäftigen!

Wenn du das Problem alleine nicht in den Griff bekommst, solltest du dir die Hilfe eines gewaltfrei arbeitenden! Trainers dazuholen.

juste55 19.07.2017, 14:25

hi,

danke , ja, ich rufe sie dann auch ins Haus.

Ich bestrafe sie nicht, wie kommst du darauf?

Nur zeige ich ihr das Körbchen, und laß sie dort Platz machen.

Das ist alles.

Und wie kommst du darauf, daß ich den Hund nicht beschäftige?

Es ist egal, wielange wir spazieren waren oder ich mit ihr gespielt habe, das habe ich alles schon beobachtet.

Es ist auch so, wenn sie sehr viel gemacht hat.

Aber vielleicht sind es noch nicht die richtigen Beschäftigungen. Ich denke, und das sagten mir auch Nachbarn, deren Tochter in einem Verein mit ihrem Hund ist, daß sie recht intelligent ist.

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Virgilia 20.07.2017, 20:39
@juste55

Das mit dem Bestrafen habe ich dazugeschrieben, weil einige dir zu Wasserflaschen und "Erziehungshalsbändern" geraten haben. 

Ein Schäferhund muss anders ausgelastet werden, als ein Labrador. Sie wollen gefordert werden, sonst suchen sie sich selbst eine Aufgabe. 

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Hier schreibst Du selber bereits Deine Antwort in einem Kommentar:

"...Ja, wenn ich dabei bin, macht sie es auch nicht in dem Ausmaß.Sie schlägt zwar an, aber wenn ich nicht mehr im Garten bin, gerät sie außer sich. Das ist das Problem."

Deutlicher kann Dir Deine Hündin kaum mitteilen: Bitte lass mich nicht allein!

Hunde sind Rudeltiere, die wollen bei Dir sein.

"Gartenhaltung" ist eigentlich ähnlich wie Zwingerhaltung, die Hunde werden außerhalb des Rudels "geparkt" und sich selber überlassen. Damit kommt nicht jdeder Hund klar und Deine Hündin hat augenscheinlich damit ein Problem, die Verantwortung für den Garten alleine tragen zu müssen!

juste55 19.07.2017, 14:21

Ja,ja, es ist nur so: unsere beiden vorherigen Rüden waren stets allein im Garten, und das ohne Probleme...:-))

Daher ist ihr Verhalten neu für mich und überdenkenswert

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Einafets2808 19.07.2017, 14:50
@juste55

Deswegen schrieb sie auch nicht jeder hund ist dafür geeignet. 

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Da hilft nur Erziehung.

Wenn du es bisher nicht in den Griff bekommen hast wirst du es zukünftig auch nicht alleine packen.

Hol dir einen Trainer dazu.

Und lass die Finger von diesen anti Bell Halsbändern und mit wasserpistole bespritzen.

Das kann mit Pech zu extremen Problemen führen wenn der Hund das negative mit  etwas falschem verknüpft.

Und nur Unfähige Menschen brauchen das.

juste55 19.07.2017, 12:25

ok, hatte ich auch nicht vor....kannte noch nicht mal "Anti-Bell-Halsbänder" :-))

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Ach, dem Hund ist es einfach langweilig, darum bellt er jeden Vorrübergehenden an, um ihn auf sich aufmerksam zu machen: "Kannst du bitte mal mit mir spielen? ".

So hätte mein "Wuffdi" das empfunden !

juste55 19.07.2017, 12:28

Darüber habe ich tatsächlich auch nachgedacht...du wirst Recht damit haben.

Ich werde mir mal Gedanken über mehr Beschäftigung machen müssen.

Unsere vorhergehenden Hunde brauchten den Garten und ihre Gassi-Runden und waren damit voll zufrieden.

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juste55 19.07.2017, 14:19
@Bitterkraut

ho, ho, ja , das weiß ich, aber ein Rudel ist zu groß für mich....:-))wir treffen hier jeden Morgen, am Mittag und auch abends, eine Menge Hunde...

Daran liegt es meiner Meinung nach weniger, denn auch Nachbarshund ist oft hier oder meine Hündin ist bei ihm :-))

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Bitterkraut 19.07.2017, 14:58
@juste55

Ich glaub, du bringst da einiges drucheinander, trotz Weihnachsmannhohoho.

Du bist das Rudel deines Hundes! Die Hunde auf der Wiese sind kein Rudel! Ein Rudel ist ein Sozialverband. Du, deine Familie, dein Hund, das ist das "Rudel".

Eine Gruppe Hunde auf der Hundewiese ist kein Rudel.

 https://de.wikipedia.org/wiki/Rudel_(Verhaltensbiologie)

Bitte informiere dich über die Bedürfnisse von Hunden. 

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Lass den Hund einfach nicht allein im Garten. Dann erledigt sich das von selbst.

juste55 19.07.2017, 12:28

ho, ho, ja das wäre die einfachste, aber nicht die beste Lösung für den Hund

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Bitterkraut 19.07.2017, 12:43
@juste55

Oh doch, das wäre auch die beste Lösung für den Hund.

Gartenhunde vereinsamen, werden zum Gartenzaunrüpel aus Langewiele und Einsamkeit. Soweit hast du es jetzt gbracht,mit deiner Einstellung. 

Hunde wollen nicht allein im Garten sein, die wollen immer so nah wie möglich bei ihren Menschen sein, integriert in die Sozialgemeinschaft. Das sollte man als Hundebesitzer schon wissen.

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hundeschule, hundetrainer...

juste55 19.07.2017, 12:09

Vielleicht bekommt man es ja selbst auch in den Griff?

Ich hole sie jedes Mal ins Haus und zeige ihr, daß das Verhalten nicht erwünscht ist - reicht aber nicht

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Hexe121967 19.07.2017, 12:51
@juste55

scheinbar bekommst du das ja eben nicht selber in den griff ansonsten würde die hündin das ja nicht machen.

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Freunde von uns haben sich ein Anti-Bell Halsband besorgt das, dort kommt immer ein Sprühmittel raus wenn der Hund bellt. Das hat sehr gut funktioniert.

LukaUndShiba 19.07.2017, 12:18

Das brauchen nur Unfähige Menschen.

Das führt nicht zur Erziehung sondern zu meideverhalten.

Wer weiß wie man erzieht braucht so einen Schrott nicht.

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annaoasi 19.07.2017, 12:18

Was heisst Sprühmittel ? Wasser ok alles andere finde ich furchtbar

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juste55 19.07.2017, 12:26
@annaoasi

na, ja, Wasser will ich auch nicht unbedingt.....:-)) (sie ist sehr sensibel, manchmal auch etwas ängstlich, wahrscheinlich würde das ihre Angst verstärken....)

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