Belichtungszeit bei Kamera richtig einstellen?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Diese Faustformel stammt noch aus der fotografischen Urzeit. Da gab es (fast) nur ein Aufnahmeformat, naemlich Kleinbild, heute auch großspurig "Vollformat" genannt. Es gab aber noch keine (weit verbreitete) Bildstabilisierung, außer dem Stativ natuerlich und die Aufloesung war auch noch nicht so extrem hoch wie heute. Außerdem hat man sich die Fotos auch nicht 1:1 auf einem Monitor angeschaut.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man bei hoeherer Aufloesung schneller verwackelt. Zudem hat jeder so seine eigene Verwackeltendenz, die auch noch abhaengig von der Verfassung (Gemuet und koerperlich) und Uebung ist. So koennen trainierte Schuetzen oft besonders kritische Verschlusszeiten erfolgreich nutzen. 

Deiner Kamera hat ja nun, durch den extremen Cropfaktor, ganz andere tatsaechliche Brennweiten wie Kameras mit großen Sensoren.

Ich rate dir, durch Testaufnahmen deine eigene Verwackelgrenze zu finden.

Die Grenzen fuer Verwischungen (da bewegt sich das Motiv) sind auch sehr unterschiedlich. So sollte man fuer Portraits 1/125sec, fuer Landschaften 1/250sec und fuer spielende Hunde 1/1000sec benutzen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

je nachdem wie du es lesen willst passt es :D

Also Grundsätzlich so kurz wie möglich wenn du verwackler vermeiden willst. Also kürzer als der Kehrwert.

Ist aber auch nur eine grobe Faustformel gibt genug Faktoren die die Überlegung über den haufen werfen. Stativ, Stabilisator, gewünschte Bewegungsunschärfe usw.

Bei 1/50 sek würde ich mir tatsächlich mehr gedanken um Bewegungen machen als um verwackler an der Cam :D

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Maximal trifft eher zu. Bei dem Begriff mindestens könnte man mehr meinen, und mehr bedeutet höhere bzw. längere Belichtungszeit. Höchstens wäre der bessere Ausdruck. Das wäre dann z.B. 1/40 s oder 1/30 s. Man darf sich da nicht von höheren Werten unter dem Bruchstrich durcheinander bringen lassen. 1/250 s ist kürzer als 1/ 200 s.

Maximal 1/ 50 s heißt eben, dass man nicht länger als 1/50 s belichten sollte. Kürzer geht immer, also in Richtung 1/60 s, 1/100 s usw.

Je nach dem, wie ruhig man die Kamera halten kann, geht es auch länger als die Faustregel, aber als Anhaltspunkt geht das schon, es sei denn, man will Bewegungsunschärfe des Motivs ausschließen z.B. bei Sport, Action usw.. Wenn du sicher eigene Verwacklungen ausschließen willst, nimm das doppelte des Kehrwertes.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Taonia
07.09.2016, 17:28

Danke!! Du hast mein Problem erkannt und mein Gehirn entknotet :D

0

Bei dem Beispiel mit 200mm solltest du längstens mit 1/200 belichten. Sprich: besser wäre 1/400, 1/100 wäre in dem Fall schlechter.

Bei 50mm: 1/50 ok, 1/100 besser, 1/20 schlechter

Alles klar?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

hä beide sagen doch das selbe. wo ist dein problem?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von nextreme
07.09.2016, 17:21

Naja dass zweite Beispiel ist schon ein bischen seltsam geschrieben. Wenn man von "Mindestzeit" spricht kann man auch davon ausgehen das eine längere Zeit besser wäre. So ist zwar beim 60m Sprinnt eine kürzere Zeit besser aber wenn im Kochbuch steht, das die Sahne mindestens 3min geschlagen werden muss, dann ist länger besser.

0

Was möchtest Du wissen?