Belegschaft will mehrheitlich keinen Betriensrat, wie kann der verhindert werden?

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http://dejure.org/gesetze/BetrVG

Gemäß §1 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) gilt:

In Betrieben mit in der Regel mindestens fünf ständigen wahlberechtigten Arbeitnehmern, von denen drei wählbar sind, werden Betriebsräte gewählt. Dies gilt auch für gemeinsame Betriebe mehrerer Unternehmen.

Die prinzipiellen Bedingungen zur Wahl eines Betriebsrates sind in Ihrer Firma erfüllt.

Gemäß §17 Absatz 3 BetrVG gilt:

Zu dieser Betriebsversammlung können drei wahlberechtigte Arbeitnehmer des Betriebs oder eine im Betrieb vertretene Gewerkschaft einladen und Vorschläge für die Zusammensetzung des Wahlvorstands machen.

Gemäß §17 Absatz 4 BetrVG gilt:

Findet trotz Einladung keine Betriebsversammlung statt oder wählt die Betriebsversammlung keinen Wahlvorstand, so bestellt ihn das Arbeitsgericht auf Antrag von mindestens drei wahlberechtigten Arbeitnehmern oder einer im Betrieb vertretenen Gewerkschaft. § 16 Abs. 2 gilt entsprechend.

Gemäß §20 Absatz 1 BetrVG gilt:

Niemand darf die Wahl des Betriebsrats behindern. Insbesondere darf kein Arbeitnehmer in der Ausübung des aktiven und passiven Wahlrechts beschränkt werden.arf die Betriebsratswahl nicht behindert odererhindert werden.

Gemäß §20 Absatz 2 BetrVG gilt:

Niemand darf die Wahl des Betriebsrats durch Zufügung oder Androhung von Nachteilen oder durch Gewährung oder Versprechen von Vorteilen beeinflussen.

Fazit:

Sie können die Betriebsratswahl mit legalen Mitteln nicht verhindern!

Tipp:

Stellen Sie eigene Kandidaten zur Betriebsratswahl auf. Wenn die Mehrheit der Belegschaft diese Kandidaten wählt, so haben Sie nur Vorteile:

  1. Kollektive Interessenvertretung von Arbeitnehmerinteressen ist nur dann möglich wenn ein Betriebsrat vorhanden ist.

  2. Wenn die Vorschläge des Arbeitgebers gut sind, braucht der Betriebsrat nur sein okay geben.

  3. Wenn die Vorschläge des arbeitgebers mal nicht gut sind, kann der Betriebsrat die Verhandlungen aufnehmen.

Der Betriebsrat ist zwar die Interessenvertretung der Arbeitnehmer, aber dennoch zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber verpflichtet.

Peter Kleinsorge

ich würde die Leute hinaus komplementieren, wenn sie nicht in dem Unternehmen zufrieden sind!!! Dann sind LEGAL alle wieder ohne einen BR, das was so wunderbar Jahre lang funktioniert hat!!

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Hallo Rotmari, schade,dass ich deine Frage so spät gelesen habe. Bei uns war es letztes Jahr ähnlich. Wir sind ein Unternehmen mit ca. 400 Mitarbeiter und kamen über 50 Jahre wunderbar ohne BR zurecht. Trotz allem haben sich 3 MA gefunden und haben einen BR ins Leben gerufen, obwohl die Mehrheit der Belegschaft dagegen war, musste ein BR gegründet werden. Es reichen dazu wirklich nur 3 MA. Die IG Metall war das allerschärfste. Wir waren eine Truppe,die sich vehement dagegen gewehrt hat. Unser Chef wurde von der IG Metall "gebeten" uns zurückzupfeifen. Die Wahl des Wahlvorstandes glich einem Diktat. Das heisst, wir haben gar nicht gewählt, es wurde von der IG Metall bestimmt. Als wir unserem Unmut Luft machen wollten, hat der Herr Gewerkschaftssekretär sein Tröte (Megaphon) gepackt und ist schleunigst durch die Hintertür abgehauen. Und jetzt haben wir den Salat. Wir hatten wirklich alles, Urlaub, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, jedes Jahr die Lohnerhöhung,selbst durch die Krise hat uns die Geschäftsleitung wunderbar geleitet. Es musste keiner entlassen werden. Das war nicht der Vedienst der Gwerkschaft oder des BR sondern wirklich der Geschäftsleitung. Seit dieser undemokratischen Wahl überlege ich mir, ob sich nicht Gleichgesinnte zusammen tun sollten und Klage beim Obersten Verfassungsgericht einreichen sollte. Ich sehe mich hier in meinen Grundrechten massivst verletzt und die Demokratie mit Füssen getreten. Die können machen, was sie wollen. Das schönste ist, du kriegst diesen BR nie wieder los ausser bei grober Pflichtverletzung. Viele Grüße Klopferle

Wenn doch ein Unternehmen erfolgreich agiert und alle MA zufrieden sind, sich der AG nicht lumpen läßt und die MA am Erfolg beteiligt, Gratifikationen zahlt und auch sonst sehr sozial mit seinen MA umgeht, welchen grudn gibt es dann für einen BR??? Es wird immer den ein oder anderen geben, der mit irgendwas unzufrieden ist. Und wenn Leistung in einem Unternehmen zählt und danach gerecht bezahlt wird, dann kann es nicht sein, dass Leistungsunwillige den Leistungswilligen ihren Willen aufzwängen und einen BR gründen, der dann anfängt zu regulieren, einzuschränken und zu begrenzen, dann sinkt die Profitabilität und dann werden Gelder in den BR gesteckt werden müssen, die woanders sinnvoller wären - BR ist dann doch dort eher überflüssig! wir haben auch einen BR, aber manchmal kann man echt darauf pfeifen, und im Konzern gibt es dann noch einen GesamtBR, es ist wie in der Politik, ein Staat im Staat!

Isoliert den Unruheherd, kündigt die MA ( zahlt ne Abfindung wenn´s sein muß) und hinterher ist Frieden. Warum soll das nicht legal sein.

Organisation es Informationsveranstaltung zur Listenwahl (Betriebsrat)

Hallo,

in unserem Betrieb stehen die Betriebsratswahlen an. Es wird das Standard Wahlverfahren angewandt (Listenwahl). Nun ist es so, das der Wahlvorstand ausser den Aushängen zur Wahl keine Beteiligung zeigt. Da ich selbst eine Liste zusammen gestellt habe, habe ich den Wahlvorstand gebeten, eine Mitarbeiter Versammlung einzuberufen, in der alle Wahllisten Vertreter Ihre Liste und Ziele für eine künftige Betriebsratswahl präsentieren können.

Ich muss dazu sagen, das der Wahlvorstand mehrheitlich aus den jetzigen Betriebsratsmitgliedern besteht und vom jetzigen Betriebsrat dazu gewählt wurde.

Alle meine Bemühungen eine solche Veranstaltung beim Wahlvorstand zu erfragen wurden von diesem ignoriert.

Heute erhielt ich als Antwort (per Mail) das der Wahlvorstand nicht dafür zuständig wäre.

Nun meine Frage:

Ist der Wahlvorstand wirklich nicht dafür zuständig, das alle Mitarbeiter über die Ziele der einzelnen Wahlvorschlagsliste informiert werden? Sollte ein Wahlvorstand nicht auch das Interesse haben? Wen soll ich um solch eine Veranstaltung bitten wenn nicht den Wahlvorstand?

Vielleicht hat jemand hier eine Antwort für mich?

Vielen Dank

Grüße

M.

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