Belegarbeit: keine Literatur verwendet?

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5 Antworten

Eigentlich wurde schon alles wichtige zum Thema gesagt, ich möchte nur nochmal auf eins hinweisen.

Wenn du deine Arbeit nicht in den Kontext der bereits zu diesem Themengebiet erschienenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen stellen kannst, dann ist es auch keine wissenschaftliche Arbeit.

Natürlich ist es möglich, dass du irgendwie auf etwas gestoßen bist, das noch niemandem vorher aufgefallen ist oder mit dem sich niemand vorher beschäftigt hat. Aber selbst das musst du belegen, indem du diese Lücke in der vorhandenen Forschungsliteratur nachweist.

Außerdem gehört zum wissenschaftlichen Arbeiten eine Methode, damit deine Ergebnisse reproduzierbar und verifizierbar (oder falsifizierbar) sind. Auch für diese Untersuchungsmethoden musst du belegen, weshalb du diese und nicht eine andere Methode genutzt hast - oder weshalb alle bisherigen für dich nicht angemessen sind und du deshalb eine neue entwickeln musstest.

Was ich damit sagen will, ist, dass du durchaus etwas völlig neues entwickeln kannst, du aber eben mit der vorhandenen Literatur aus dem entsprechenden Themengebiet nachweisen können musst, dass dies tatsächlich etwas völlig neues ist. Und dafür brauchst du jede Menge Literatur.


Zumindest zur Einleitung, zur Erklärung der Methodik und Diskussion braucht man Quellen. Die schreibst du dann da rein.

Dann macht man kein Literaturverzeichnis. Aber das wäre dann an der Aufgabe vorbei ;)

Du bist sicher, dass du verstanden hast, wie ein Studium funktioniert?

Ja .. das basiert alles auf persönliche Erfahrungen, was ich geschrieben hab

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@testflieger

Sowas will aber keiner lesen.

Finde Quellen dazu, die deine Thesen untermauern. Oder lass es gleich bleiben. ;)

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@Kristall08

Äh? haben die Urmenschen auch Quellen dazu gehabt, woher sie wissen, wie man Feuer macht?

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@testflieger

Bist du ein Urmensch?

Dann kommst du ja vielleicht mit dem Argument durch...

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@testflieger

Der Punkt ist: Du sollst im Studium wissenschaftlich arbeiten und nicht allein eigene Erfahrungen verwursten. Erfahrungen lassen sich nun mal nicht belegen, es sei denn Du führst eine Studie durch. Das wäre dann aber schon eher eine Promotion und dann würdest Du dir ja deine eigenen Quellen und Belege schaffen.

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@sozialtusi

Und selbst bei einer Studie gibt es in der Regel artverwandte Studien, zu denen die eigene in Relation gesetzt werden sollte.

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Man braucht Quellen um seine Thesen zu unterstützen.

nein, nicht wenn man selber was entwickelt und man es beschreiben will

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@testflieger

wenn du für alles einen Antwort hast warum fragst du dann hier? Eine Belegarbeit ist in der Oberstufe dazu da Wissenschaftlich zu arbeiten und nachzuweisen ob man mit Quellenarbeiten kann. Wenn du an einer Waldorfschule bist hat das natürlich keine Auswirkungen auf deine Note :)

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@EmilyJojo

nein, mit Quellen habe ich schon genug wissenschaftliche Arbeiten geschrieben ... auch schon zu meiner Abizeit ...

Jetzt habe ich aber etwas selbstständig entworfen ... dafür habe ich eben keine Quellen, weil alles von meinem eigenen Gedankengut stammt.

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@testflieger

Auch für eigene Entwicklungen wird es Grundlagen geben. Und im Studium ist das eben nicht gefragt. Und in der SChule auch nicht. Eigene Dinge kannst Du auf eigene Faust veröffentlichen, aber nicht als bewertbare Arbeit.

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@testflieger

Du willst damit sagen, dass Du etwas gedacht hast, was noch kein Mensch vor Dir gedacht hat?

...

Deine Gedanken stammen mit ziemlicher Sicherheit nicht aus dem "luftleeren Raum", sondern basieren auf irgendwelchen Erkenntnissen, die Du irgendwo mal gelesen oder gehört hast.

Auch wenn alle Schlussfolgerungen von Dir stammen, kannst Du sie doch nur aus Fakten und Beobachtungen ziehen.

Und diese Stellen, von denen Deine grundlegenden Fakten und / oder Beobachtungen stammen, gehören ins Quellenverzeichnis.

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