Belasteter Spannungsteiler mit 2 Widerständen?

 - (Elektrotechnik, Spannungsteiler, Zwei Widerstände)

3 Antworten

Bei einer Reihenschaltung verhalten sich die Spannungen analog/genau so wie die Widerstände. Die Spannungen U1 + U2 haben das gleiche Verhältnis wie die Widerstande R1 + R2 (9 zu 1).  Das bedeutet das an R1 9/10 (9V) der Gesamtspannung von 10V abfallen und am R2 1/10 (1V) von Uges. Bei dem Verhältnis braucht man nicht den Taschenrechner zu bemühen. Bei der angegebenen Aufgabe ändert sich nicht das Verhältnis der Widerstände nur deren Werte, also ändern sich die Spannungen auch nicht. Nur der Strom durch durch beide Widerstände. U1=R1*I1 (Iges.=Uges/Rges.(R1+R2)), U2=R2*I2.

Aber müssten es bei R2 nicht 10 V sein, da die Spannung am Voltmeter, welches parallel zu R2, 10 V beträgt?

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@Dermathematike

Nicht wenn die Gesamtspannung 10V beträgt. Die Belastung der Spannungen hängt vom Innenwiderstand der Meßgeräte ab.
Ist der Innenwiderstand im Megaohmbereich, 10 oder 100, dann kann man ihn vernachlässigen.
Um es genau zu berechnen R1 parallel zum Innenwiderstand vom 1.Messgerät in Reihe zu R2 parallel zum Innenwiderstand des 2 Messgerätes.

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Da der Strom der durch R2 fließt auch durch R1 fließt ist es doch ein einfaches mit dem Ohmschen Gesetz den Spannungsfall an R1 zu berechnen oder?

Nein leider nicht, wir haben ja den Strom I nicht

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Nun zunächst stelle ich mir die Frage, durch was der Spannungsteiler belastet wird, Im Schaltbild ist keine Last eingezeichnet, es sei denn man rechnet mit dem Innenwiderstand der Messgeräte, in dem Fall bräuchte man aber dazu auch entsprechende Angaben zur Berechnung. Üblicherweise wird bei solchen Schulaufgaben aber davon ausgegangen, dass der Innenwiderstand der Messgeräte unendlich ist.

Ansonsten haben wir drei Spannungsteiler mit je zwei Widerständen die immer das gleiche Teilerverhältnis haben (9 zu 1) Aus diesem Verhältnis bestimmen sich die Teilspannungen, wobei Am größeren Widerstand auch die größere Spannung abfällt. 

Also zunächst kann ich schon mal sagen, dass es auf dem Blatt einen gravierenden Fehler gibt. Bei einem Spannungsteiler aus zwei Widerständen niemals!! die Gesamtspannung U komplett an einem Widerstand abfällt. Nur bei sehr abnormen unterschieden im Widerstandswert kann es dazu kommen dass der Spannungsfall über einem der Widerstände nicht ins Gewicht fällt. (Beispiel R1= 100k Ω; R2=3 Ω) Da die Werte auf dem Blatt aber lediglich das Verhältnis 1 zu 9 haben ist das nicht der Fall.

Da hier eine Gesamtspannung von U=10V gegeben ist gehe ich davon aus, dass der bei dem Voltmeter abgedruckte wert falsch ist. Unter diesen Vorraussetzungen denke ich ist die Berechnung der Spannungen Über R1 und R2 kein Problem mehr. 

Vielleicht noch ein kleiner Tipp zum Ergebnis: 

9Ω+1Ω=10Ω und es ist eine Spannung von 10 Volt gegeben

Ich finde es übrigens eine Schande, dass auch heute noch jedes Fachbuch und so manches Arbeitsblatt mehr Fehler enthält als der nächste Groschen Roman vom Kiosk.

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