Bekommt wirklich jeder Mensch eine kleine Wohnung/Zimmer zugeteilt, wenn er kurz vor der Obdachlosigkeit steht?

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2 Antworten

Staatliche und private Stellen helfen.


Die Kommunen sind nach dem Ordnungsrecht der Bundesländer gesetzlich verpflichtet, unfreiwillig Wohnungslose unterzubringen. Auch Menschen, die vom Verlust der bisherigen Unterkunft bedroht sind, oder eine menschenunwürdige Unterkunft bewohnen, gelten rechtlich als Obdachlose und haben einen Anspruch auf Unterbringung.

Freiwillig Obdachlose, so genannte Nichtsesshafte, die ohne feste Unterkunft von Ort zu Ort ziehen, haben keinen Anspruch auf Unterbringung durch die Behörden, auch wenn die Angebote der Kommunen auch für sie offen stehen.Nichtsesshafte werden juristisch erst dann zu "unfreiwillig Obdachlosen", wenn sie sich um eine dauerhafte Unterkunft bemühen.

http://www.igfm.de/menschenrechte/hilfe-fuer-den-notfall/hilfe-fuer-obdachlose/

http://www.sozialhilfe24.de/grundsicherung/obdachlosigkeit.html

https://www.asb.de/de/unsere-angebote/weitere-soziale-dienste/obdachlosenhilfe

http://www.johanniter.de/dienstleistungen/pflege-und-beratung/beratungen/unterkunft-fuer-obdachlose/

Jein. Die kommunale Fürsorgepflicht führt dazu, dass Obdachlosigkeit soweit wie möglich verhindert werden soll, notfalls auch durch das Zurverfügungstellen von Wohnraum. Deshalb halten die meisten Kommunen Wohnraum (Obdachlosenheime oder angemietete pensionsähnliche Räumlichkeiten) bereit, in den Obdachlose eingewiesen werden können. Ist aber weder kostenlos (die Höhe der Kosten wird in der Regel durch eine kommunale Satzung bestimmt) noch besonders angenehm (der Standard ist nicht besonders hoch...). Und nur allerletztes(!) Mittel, bevor jemand auf der Straße steht.

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