Bekommt man wirklich nachher wenig Geld bei der Rente und kann man davon leben?

11 Antworten

  • Der Durschnittsverdiener erzielt ein Jahresbruttoeinkommen von 37.103,- € (ca. 1.970,- € netto im Monat).
  • Darauf werden jährlich Rentenversicherungsbeiträge i.H.v. 6.938,26 € fällig, die Arbeitgeber und -nehmer je zur Hälfte tragen.
  • Dafür erhält man genau einen sog. Entgeltpunkt.
  • Jeder Entgeltpunkt ist aktuell 31,03 € wert (alte Bundesländer) und wir werden diesen Wert benutzen, verzichten also auf eine Einrechnung der Inflation im Bezug auf Beitrag und Rente.
  • Hat dieser Mensch nun 45 Jahre gearbeitet und immer besagten Durchschnitt verdient, so hat er 45 Entgeltpunkte zu je 31,03 € Anspruch.
  • Bedeutet seine Brutto-Rente beträge monatlich 1.396,35 €.
  • Davon gehen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab, Stand heute ca. 152,90 € pro Monat.
  • Blieben Netto* also 1.243,45 € zum leben.

*) Renten sind steuerpflichtiges Einkommen abhängig vom Jahr des erstmaligen Rentenbezugs. Ab 2040 erstmalig bezogene Renten zu 100%. Hiervon können Werbungskosten von z.Zt. 102,- € und die Beiträge zur Sozialversicherung sowie einige weitere private Versicherungen angesetzt werden.

Es bleiben diesem Menschen also etwa 1.140,- € zum Leben im Monat.

1.140,- € Nettorente verglichen mit 1.970,- € Nettoarbeitseinkommen entsprächen ca. 57,9%.

Das ist aber nich die ganze Wahrheit, da die Rentenanpassungformel so gestaltet ist, dass die Renten geringer steigen als die Löhne.

Wenn du also nicht heute mind. im Durchschnitt verdienst und das dein ganzes Arbeitsleben, mind. 45 Jahre lang, so kannst du davon ausgehen, dass du ohne private und/oder betriebliche Vorsorge im Alter Sozialfall wirst (Grundsicherung aka Hartz IV für Rentner).

um das zu errreichen sind brutto 3.091,17 erforderlich = 1 punkt !

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Deine Unkenntnis überrascht, ehrlich gesagt.
Das Niveau der gesetzlichen Rente dürfte niedriger als die Hälfte deines letzten Verdienstes liegen! (wobei es - grob gesprochen  - auf das durchschnittliche Einkommen von dir über die Versicherungsjahre hinweg ankommt). In der Regel wird es noch eine Betriebsrente zusätzlich geben, bei der aber die Abzüge (Krankenversicherung + Pflegeversicherung vollständig; evtl. noch Steuern) noch höher liegen als bei der Rente durch die DRV (da zahlt man KV und PV anteilig + Zusatzbeitrag). Insgesamt ist das nicht so dolle.
Die Durchschnittsrente lag zuletzt bei ca. 1.200 € meines Wissens.


Ergänzung: Grob gesprochen liegt die Erwartung des Gesamtrentenniveaus bei ca. 60 - 75 % bezogen auf deinen durchschnittlichen Verdienst nach meiner Einschätzung.

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@beangato

Womit soll ich falsch liegen?
Ich weiß nicht, wann der Fragesteller sein 'Renteneintrittsalter' hat.
Und ich sprach ja davon, dass er damit zu rechnen hat, 'weniger als die Hälfte' seines Einkommens zu bekommen. (Dauernde Erwerbstätigkeit vorausgesetzt, natürlich.). Eine Betriebsrente kann dann noch ca. 20 - 25% bringen (vor den Abzügen).

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@Tamtamy

Das "Gesamtrentenniveaus bei ca. 60 - 75 %" habe ich kommentiert.

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@beangato

'Gesamtrente' in diesem Zusammenhang: DRV-Rente + Betriebsrente (bzw. Zusatzversorgung). Also korrekte Angaben von mir.  

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@Tamtamy

Nur hat nicht jeder eine Betriebsrente oderbZusatzversorgung.

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@beangato

Das ist richtig (zumindest für weiter zurückliegende Jahrgänge).
Ich will die Rentensituation auch gar nicht beschönigen.
Es ist in meinen Augen ein gesellschaftlicher Skandal, der von den großen Parteien (einschließlich der Grünen) aktiv gefördert wurde.

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Einige Zeit später:
Schade. Über ein 'Danke' hätte ich mich gefreut. Eigentlich doch übliche Höflichkeit, wenn sich jemand die Zeit genommen hat, auf eine gestellte Frage vernünftig zu antworten.

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Danke für deine Reaktion!

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Meine Meinung dazu ist mal nicht relevant. Fakt ist, dass man mit Erreichen des Rentenalters nur einen bestimmten Prozentsatz des letzten Einkommens bekommt. Auch die kommenden Generationen werden länger arbeiten müssen, um eine lebenswerte Rente zu bekommen. Daher wird immer empfohlen, sich um eine zusätzliche private oder betriebliche Altersversorgung zu kümmern. Und ja, das hat auch was mit der Politik der letzten Jahre zu tun und auch mit den Entscheidungen der Politiker in den nächsten Jahren. Ich würde an deiner Stelle, wenn dich das Thema interessiert, in nächster Zeit immer mal wieder die Nachrichten zu diesem Thema lesen und schauen. Und für das Alter: was gescheites Lernen und dann später gut vorsorgen.

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