Bekommt man mehr von der Mutter oder Vater vererbt?

10 Antworten

Mein Stiefsohn sieht zum Beispiel seinem Großvater sehr ähnlich, dem Vater seines Vaters. Mein Partner ging mehr nach seiner Großmutter.

Mein Partner und sein Sohn haben äußerlich gar keine Ähnlichkeit, sodass sehr oft behauptet wurde, dass die Ex meines Partners wohl fremdgegangen sei, was absoluter Blödsinn ist.

Dunkle Haare werden dominant vererbt, und meine Verwandtschaft mütterlicherseits sieht eben eher südländisch aus durch die griechisch-italienische Urgroßmutter.

Καλή μέρα

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Wenn man die DNA in den Mitochondrien mitzählt, erbt man mehr von seiner Mutter. Denn die Mitochondrien der Samenzelle werden nicht bei der Befruchtung auf die Eizelle übertragen. Daher erbt man nur die Mitochondrien seiner Muttter inklusive deren DNA.

Die DNA im Zellkern bekommt man aber jeweils zur Hälfte von seiner Mutter und von seinem Vater. In den Keimzellen ist jeweils die Hälfte der Zellkern-DNA des Elternteils enthalten.

Und da jeder Mensch seine DNA von seinen eigenen Eltern bekommt, kann er natürlich auch einen Teil von deren DNA an seine eigenen Kinder vererben, halt den Teil, den er selbst geerbt hat (aber an jedes Kind jeweils eben nur die Hälfte davon).

Ein Mensch kann so bis zu 50 % der Zellkern-DNA von seinem Großvater oder seiner Großmutter mütterlicherseits und 50 % der Zellkern-DNA von seinem Großvater oder seiner Großmutter väterlicherseits erben. Von dem anderen Großvater und der anderen Großmutter erbt er dann aber nichts.

Meistens bekommt man aber einen Teil der Zellkern-DNA jeder Großmutter und jedes Großvaters. Das ist einfach wahrscheinlicher, als dass man von seinen Elternteilen jeweils genau die Hälfte der Zellkern-DNA bekommt, die sie selbst von nur einem ihrer Elternteile bekommen haben.

Die Mitochondrien-DNA wird wegen dem oben genannten Sachverhalt grundsätzlich nur in mütterlicher Linie vererbt. Man bekommt sie von seiner Mutter, die von ihrer Mutter, also der Großmutter mütterlicherseits von einem, und so weiter und so fort.

Man hat daher auch immer die gleiche Mitochondrien-DNA wie seine Großmutter mütterlicherseits. Außerdem teilt man sie mit allen seinen leiblichen Geschwistern, Tanten, Onkeln, Cousins und Cousinen mütterlicherseits.

Genau. Daher unterscheidet man ja auch in der Genetik die sog. "Haplogruppen" der Menschen in Mitochondrien-DNA (mütterlich vererbt) und die Y-DNA (väterlich vererbt).

Daher kann es auch vorkommen, dass Angehörige desselben Volkes geographisch andere Linien in der mt-DNA und der Y-DNA haben, dass also die Abstammungslinien von Männern und Frauen historisch anders verlaufen sind.

Von Isländern weiß man, dass die Y-DNA-Linien nach Norwegen (und Skandinavien allgemein) führen. Das betrifft die Männer. Bei den isländischen Frauen führen aber 60% der mt-DNA-Linien nach Schottland/Irland/den britischen Inseln allgemein.

Das deckt sich mit den alten Aufzeichnungen, die berichten, dass norwegische Männer schottische/irische Frauen geheiratet hatten, und sich dann auf Island niedergelassen hatten.

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50% deiner Gene kommen von der Mutter, 50% vom Vater. Und da deine Eltern auch jeweils 50% ihres Vaters und 50% ihrer Mutter an Genen mitbekommen, hast du natürlich auch etwas von deinen Großeltern.

Es gibt dominante und rezessive (untergeordnete) Gene. Das liest du besser mal genauer im Internet nach. Der Bio-LK ist bei mir doch schon etwas her.

Grob gesagt, sind mache Gene dominant und setzen sich durch, z.B. irgendwo in deinem Aussehen, aber auch bei Erbkrankheiten. Das heißt, wenn du von einer deiner Eltern ein dominantes Gen mitbekommst, wird das auf jeden Fall durchschlagen. Manche Gene dagegen sind rezessiv und fallen nicht auf. Treffen sie auf ein dominantes Gen, wird die Erbinformation vom dazu gehörigen dominanten Gen sich gegenüber dem rezessiven durchsetzen. Kommen aber von beiden Seiten in einem Punkt rezessive Gene zusammen, wird wiederum die Info, die in diesem Gen kodiert ist, mamgels dominantem Gen sich durchsetzen.

Ist schwierig zu erklären.

Wenn du mehr wissen willst, schau mal hier:

https://www.frustfrei-lernen.de/biologie/grundbegriffe-der-genetik-zusammenfassung.html

Ist es möglich dass man mehr Gene von der Mutter erbt als vom Vater?

Ist es möglich dass man mehr Gene von der Mutter erbt als vom Vater? Gäbe es zum Beispiel väterlicherseits eine Erbkrankheit, mütterlicherseits aber keine. Das erste Kind kriegt vom Vater diese Erbkrankheit mitvererbt, dass zweite Kind aber ist kerngesund. Ist es in diesem Fall so gewesen, dass das erste Kind vielmehr Gene vom Vater geerbt hat und das zweite Kind vielmehr Gene von der Mutter geerbt hat? Und wenn das zweite Kind später einmal selbst Kinder bekommt, kann es dann sein dass das eigene Kind die Erbkrankheit vererbt bekommt, obwohl die Mutter sie nicht hat?

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Vererbung - Welche Eigenschaften werden von der Mutter, welche vom Vater vererbt?

Kennt jemand eine Übersicht, in der man sich als Laie einen Überblick verschaffen kann, welche Erbinformationen wie übertragen werden? (eine Tabelle o.ä. wäre praktisch)

Gewisse Erbinformationen werden ja nur durch die Väterlichen Gene, andere durch die Mütterlichen übertragen, manche nur auf Söhne, andere auf Töchter.

Ich vermute mal, bei einigen ist es eher Zufall und manche Eigenschaften überspringen Generationen und treten erst wieder bei (Ur-)Enkelsöhnen/töchtern zutage.

Interessant wären dabei nicht nur Oberflächlichkeiten wie Haarfarbe, Körperbau u.ä. sondern vor allem auch genetische Defekte wie Anfälligkeiten für Herzinfarkt usw., sowie Dinge, die nicht oder nur teilweise genetisch beeinflussbar sind (z.B. Allergien, Auffassungsvermögen,...). Das wäre interessant, um Klarheit zu bekommen, welche Eigenschaften überhaupt genetisch bedingt sind.

Die Frage stelle ich im übrigen aus reiner Neugierde - Wenn ich hypothetisch z.B. eine Freundin hätte, deren Vater eine Glatze und ne Staubalergie hat und mein Vater und Großvater an einem Herzinfarkt gestorben wären, dann würde ich gerne nachschauen können, ob unsere hypothetischen Kinder eher anfällig für Herzinfarkt, Alergien oder Glatzköpfigkeit wären.

MfG Sam

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