Bekommt man Elterngeld wenn man während der Elternzeit ins Ausland zieht?

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2 Antworten

Moin,

Im Gesetzt ist klar definiert, wo man Anspruch auf Elterngeld hat: So findet sich in Paragraph 1, Absatz (1) des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) der klare Hinweis, dass der Anspruch auf Elterngeld besteht, wenn der Wohnsitz oder der gewöhnliche Aufenthalt in Deutschland liegt. Und der gewöhnliche Aufenthalt ist wiederum in der Abgabenordnung (AO) in § 9 Gewöhnlicher Aufenthalt als ein Ort definiert, an dem man sich nicht nur vorübergehend aufhält. Ein vorübergehender Aufenthalt wird angenommen, wenn du weniger als 6 Monate dort bist (also wie in eurem Fall). Da der "gewöhnliche Aufenthalt" im Steuerrecht definiert ist, würde ich bei den 6 Monaten auch das Fiskaljahr als Bezugszeitraum nehmen - und das ist nun mal von Januar bis Dezember. Und wenn ihr erst im Juli/August ins Ausland geht, dann seid ihr im Fiskaljahr 2017 mehr als 6 Monate in Deutschland, habt hier also euren gewöhnlichen Aufenthalt. 

Grundsätzlich ist das aber ein Grenzfall - mit dem oben stehenden Hintergrundwissen würde ich kein großes Fass auf machen. Allerdings sei auch angemerkt, dass ich kein Experte bin ;)

VG

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Namutree 23.11.2016, 11:12

Ein vorübergehender Aufenthalt wird angenommen, wenn du weniger als 6 Monate dort bist (also wie in eurem Fall)

und später sagst du:

Und wenn ihr erst im Juli/August ins Ausland geht, dann seid ihr im Fiskaljahr 2017 mehr als 6 Monate in Deutschland, habt hier also euren gewöhnlichen Aufenthalt. 

Ich denke mal, du hast das jetzt verwechselt am Anfang, oder? Ich bin auch der Meinung, was du im zweiten Zitat gesagt hast. Und für mich würde das auch heißen, dass meiner Frau bis einschließlich Dezember 2017 das Elterngeld zusteht.

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Bast85 23.11.2016, 14:11
@Namutree

Vorübergehender Aufenthalt dort, wo du WENIGER als 6 Monate bist: In eurem Fall das Ausland!

Gewöhnlicher Aufenthalt dort, wo du MEHR als 6 Monate bist: In eurem Fall Deutschland!

War in der Tat nicht ganz deutlich formuliert ;) Im Prinzip würde ich an eurer Stelle davon ausgehen, dass euch das Geld zusteht und das Amt gar nicht weiter mit dem Thema heiß machen. Wenn ihr aber zwingend auf das Geld angewiesen seid, macht es sicher Sinn, doch ein kurzes Gespräch mit dem Amt zu suchen (in der Regel sind die ganz hilfsbereit) - natürlich mit er Gefahr, dass die anderer Meinung sind ;)

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