Bekommt man bei Minijobs kein Weihnachtsgeld, aber bei Gleitzonenverträgen schon. Meine Kollegin hat Weihnachtsgeld und Gleitzone und ich keins und Minijob?

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5 Antworten

Wusste nicht das ihr im gleichen Betrieb arbeitet :-)

Du hast einen Anspruch auf ein anteiliges Urlaubs- und Weihnachtsgeld, falls diese Zahlungen in dem Betrieb, in dem Du arbeitest üblich bzw. tarifvertraglich geregelt sind.

Beispiel

: In Deinem Arbeitsvertrag ist eine

wöchentliche Arbeitszeit von 9,5 Arbeitsstunden vorgesehen, das sind 25 Prozent der Wochenarbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten mit 38 Stundenim gleichen Betrieb. Das Urlaubsgeld des Vollzeitbeschäftigten beträgt 600 Euro, in diesem Fall kannst Du das anteilige Urlaubsgeld von150 Euro beanspruchen. Beim Weihnachtsgeld wird genauso verfahren.

Allerdings musst Du aufpassen, dass mit dem Urlaubs- und Weihnachtsgeld nicht die

400-Euro-Grenze

(ab 2013 450-Euro-Grenze) überschritten wird. Deine Beschäftigung wird dann

versicherungs- und beitragspflichtig

.

Um
das zu vermeiden, können Arbeitszeit und Entgelt entsprechend
verringert werden, so dass sich ein Jahresarbeitsentgelt von höchstens
4800 Euro (z.B. 12 x 350 Euro plus 450 Euro Weihnachtsgeld plus 150 Euro
Urlaubsgeld) ergibt.

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Die Minijob-Zentrale schreibt dazu:

Ein gesetzlicher Anspruch des Arbeitnehmers auf eine Sonderzahlung oder Gratifikation (z. B.
Weihnachtsgeld oder zusätzliches Urlaubsgeld) besteht nicht. Ein
Anspruch kann sich jedoch aus einem Tarifvertrag, einer betrieblichen
Regelung oder arbeitsvertraglichen Vereinbarung ergeben. Hieraus geht
auch hervor, unter welchen Voraussetzungen eine Anspruch besteht und in
welcher Höhe Zahlungen zu leisten sind.

Wenn der Arbeitgeber vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern eine
Gratifikation zahlt, so darf er diese geringfügig Beschäftigten nicht
vorenthalten, es sei denn für diese unterschiedliche Behandlung liegt
ein sachlicher Grund vor. Dazu können beispielsweise Arbeitsleistung,
Qualifikation, Berufserfahrung und unterschiedliche
Arbeitsplatzanforderung gehören. Einem geringfügig Beschäftigten ist
eine Gratifikation daher mindestens in dem Umfang zu gewähren, der dem
Anteil seiner Arbeitszeit an der Arbeitszeit eines vergleichbaren
vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers entspricht (§ 4 Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG).

https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/20_arbeitsrecht/node.html

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Auch wenn ich es bereits als Kommentar schrieb:

Wenn Vollzeit- und Teilzeitkräfte in dem Unternehmen Weihnachtsgeld bekommen, so müssen es auch Minijobber. Natürlich nur anteilig.

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Weihnachtsgeld und andere Sonderzahlungen sind freiwillige Leistungen eines jeden Arbeitgebers.

Jedoch, wenn alle anderen, in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis stehenden Arbeitnehmer diese Sonderzulagen erhalten, so stehen diese auch den Minijobern zu.

Lese einmal hier diesen Link:

http://www.lohn-info.de/450-euro-job.html

Aber Vorsicht: wenn du mit diesen Sonderzahlungen über die Jahresfreigrenze kommt unterliegt dein Einkommen der Regelbesteuerung und wird Sozialversicherungspflichtig

Schaue hier.

http://www.nebenjob.de/ratgeber_nebenjobs/ratgeber7a_1.html

Wenn du schon so fragst, denke ich einmal, dass du als Minijober auch nicht den dir gesetzlichen bezahlten Jahresurlaub bekommst und dein Arbeitgeber auch noch nichts von einer Lohnfortzahlung bei einer AU von 4 Wochen gehört hat?

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Kommentar von Karlito84
28.11.2016, 09:57

Bezahlten Urlaub schon, aber kein Weihnachtsgeld. Kann das sein? Wie gesagt, meine Kollegin hat welches bekommen. Habe gerade mal die Personalzentrale angerufen und die meinten "Reden Sie mit Ihrem Chef. Das handhabt jede Dienststelle anders."

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die weihnachtsprämie  gibt es im normalfall für ganzjährig beschäftigte -

ist eigentlich ein danke des chef im wirtschaftlichen unternehmen .

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