Bekommt jeder Patient während einer OP einen arteriellen Zugang?

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9 Antworten

Hallo A.,

Alle Patienten bekommen einen venösen Zugang über den die Medikamente gegeben werden.

Das Blutdruckmessen erfolgt in der Regel über die Manschette alle paar Minuten. Einen schnellen Blutdruckabfall kann der Anästhesist aber auch erkennen, dadurch dass die Herzfrequenz steigt. Er kann dann schnell eine zusätzliche Blutdruckmessung auslösen.

Arterielle Zugänge sind bei OPs selten und werden z.B. bei großen OPs genutzt wie z.B. Operationen am offenen Herzen oder bei schwer kranken und dadurch Hochrisiko Patienten.

In den Arztserien sind so viele Fehler, dass ich alle paar Minuten mich wundern, lachen oder stönen muss ;)

Abgesehen von den falschen Informationen über Krankheiten und Behandlungen wird das ganze Drumherum falsch dargestellt. Natürlich geht es ständig um Beziehungen zwischen Patienten, Ärzten und Krankenschwestern - Liebe, Feundschaft, Hass und Neid. Das Personal ist darin so sehr involviert, dass sie kaum wirklich arbeiten!

Auch ist es in der Realität nicht so, dass es lange, intensive, persönliche Gespräche am Krankenbett gibt und das Personal sich in die Dramen des Patienten involviert. Da wird zwischen Notfall und OP mal eben eine Ehe gerettet und zwischen zerstrittenen Familien vermittelt :)

Im Krankenhaus wird somatische Medizin gemacht. Wenn man bei Beziehungsproblemen Hilfe braucht geht man zum Therapeuten.

Mich ärgert das teilweise, weil es falsche Erwartungen bei den Zuschauern weckt und weil es in den Filmen oft um Narzismuss geht, der befriedigt und als normal oder gut dargestellt wird. Narzistische Ärzte kümmern sich liebevoll um narzistische Patienten :)

LG, Hourriyah

answerer0300 08.07.2017, 14:50

Endlich jemand der versteht, was ich wissen wollte. Mir ist klar, dass Arztserien nicht die Realität zeigen, deshalb habe ich nachgefragt. Eine Belehrung brauche ich nicht. 

Ich wollte nur wissen, wie ein Blutdruckabfall erkannt wird. Das mit der Herzfrequenz macht Sinn. Ich dachte mir eben, nur Manschette ist zu langsam und ein arterieller Zugang bei jeder OP wäre doch ein viel zu großer Aufwand. 

Noch eine Zusatzfrage: Wenn ein Anästhesist blutdruckstabilisierende Maßnahmen ergriffen hat, muss er dann tatsächlich die ca. 30-60 Sekunden abwarten, die eine nichtinvasive Messung ja dauert, bis er sieht, ob der Blutdruck wieder ansteigt?

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Das ist reine Dramaturgie. In den seltensten Fällen wird einem Patienten ein arterieller Zugang gelegt. Das kommt nur bei sehr schweren Fällen (z.B. Herzoperationen) vor. Eigentlich bekommen alle Patienten, die operiert werden, lediglich einen venösen Zugang, um Infusionen und eben auch das Narkosemittel u.ä. verabreichen zu können. Es ist auch manchmal so, dass der Patient zwei venöse Zugänge bekommt. So hat man die Sicherheit, immer einen Ersatz zu haben, falls mal ein Zugang nicht richtig funktioniert oder aber man hat die Möglichkeit, über beide Zugänge schnell viel Infusionsflüssigkeit zu geben, damit der Blutdruck bei hohem Blutverlust aufrecht erhalten werden kann.

Bitte glaube nichts, was Du in Arzt- und Krankenhausserien siehst. Das ist zu 99% absoluter Quatsch. Letztendlich geht es nur darum, welcher Arzt jetzt welche Krankenschwester heiratet und welcher Patient eine super schwere Erkrankung hat, von welcher er in null komma nichts geheilt wird ... meistens in einer riesigen, blutspritzenden OP, bei welcher mindestens 1x das Herz aussetzt und der Patient wiederbelebt werden muss.

Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du niemals in eine solche Situation kommen magst ...

Ja, es erhält jeder Patient bei einer OP unter Vollnarkose einen VENÖSEN Zugang. Auch bei OP's mit lokalanästesie kann es von Vorteil sein, das  kommt jedoch auf die Art der OP an, ob ein VENÖSER Zugang gelegt wird. jedoch erfolgt das in der Regel ansich immer.

Und nicht nur bei OP's wird ein VENÖSER Zugang gelegt. In der Regel bekommt fast jeder, der stationär in der Klink versorgt wird, prophylaktisch einen VENÖSEN Zugang gelegt.

Denn sollte es zu komplikationen kommen, wird es zumeist problematisch Zugänge zu legen.

Übrigens wird nicht durch den Vernösen Zugang der Kreislauf - Blutdruck überwacht, sondern es erfolgt die Überwachung durch das sogenannte Monitoring. http://www.westpfalz-klinikum.de/anae1/infos-fuer-patienten/monitoring-waehrend-der-op/

Die Patienten erhalten in diesem Fall einen arteriellen zugang zusätzlich zum venösen Zugang.

Sie  sind an eine Reihe von Überwachungsgeräten angeschlossen wie:

EKG,  Blutdruckgerät ( nicht invasiv)   und es wird kontinuirlich die Sauerstoffsätigung und etliche weitere Parameter überwacht.

Der arterielle Zugang kann zur invasiven RR Kontrolle und weiteren Parameter kontrollen genutzt werden.

Jedoch bekommt nicht jeder bei jeder OP einen arterilllen Zugenag gelegt.

Das kommt nun wirklich auf die Art der OP an.

Einen arteriellen Zugang (meist in der Leiste) bekommen nur sehr wenige Patienten, meistens dann auf Intensivstationen. Bei OP's gibt es immer einen venösen Zugang, meist am Unterarm oder Handrücken. Dieser dient zu Narkoseeinleitung und während, bzw nach der OP zur schnellwirksamen Medikamentengabe.

Nein nicht jeder Patient erhält einen Arteriellen Zugang zum Blutdruckmessen.

Das macht man nur bei gefährdeten Patienten.

Der Patient ist aber ans EKG angeschlossen, deshalb deine Wahrnehmung.

Wie kommst du darauf, dass es ein arterieller Zugang ist?

Arztserien sind sowas an der Realität vorbei, da geht es um andere Dinge, als um den Patienten.

Es gibt bei einer OP zwei verschiedenen Arten der Blutdruckmessung. Das nennt man Monitoring bei einer OP.

Das kann nichtinvasiv erfolgen durch eine Manschette. Oder invasiv:
Je nach Erfordernis wird vor und nach der Narkoseeinleitung eine dünne Kanüle in die Schlagader des Unterarmes (Arteria radialis) eingeführt. Beim wachen Patienten wird die Arterie in örtlicher Betäubung punktiert. Über diese Kanüle wird der Blutdruck kontinuierlich gemessen und auf dem Bildschirm als Kurve angezeigt. So kann der Anästhesist – anders als beim Blutdruckmessen mit der aufblasbaren Manschette – sekundengenau den Blutdruck überwachen, was beispielsweise bei einer Herzoperation unabdingbar ist.

Ja dieser wird bei jeder OP gelegt. Zum einen um Narkotika - zum anderen um eventl. Medikamente schnell verabreichen zu können. Das mit der Blutdruckmessung ist auch Wahr.

Millescio 08.07.2017, 09:58

Bei jeder doch nicht. Das ist Unsinn

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rotweinfan67 08.07.2017, 10:04
@Millescio

@Mellescio.....Dann bitte genauere Erklärung. zum einen hat der Fragesteller was davon, zum anderen lerne ich auch noch was. Einfach nur hinschreiben das es "Unsinn " bringt niemand weiter.

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Millescio 08.07.2017, 10:13
@rotweinfan67

Nur bei größeren OP mit Narkose ist das wichtig. Bei eine kleine wie eine Hautoperation oder einer Zahnoperation braucht man so was nicht.

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DanBlack 08.07.2017, 10:10

Du meinst auch eher nen Venösen Zugang, kein arterieller ;)

Über arteriellen Zugängen wird kein Medikament gegeben .

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