Bekommt ein Kind Kindergeld, wenn es ausgezogen ist und Hartz IV bekommt?

8 Antworten

Nenek hat es sehr richtig formuliert. Anspruchsberechtigt sind grundsätzlich immer die Eltern (außer in wenigen, seltenen Ausnahmefällen).
Der Bekannte hat aber ggf. Unterhaltsansprüche gegenübder seinen Eltern. Wenn dem so ist, wird ihn die ARGE auffordern, diese Ansprüche gelten zu machen, da sie gegenüber dem H4 vorrangig wären.
Btw: wurden schon BAföG-Ansprüche abgescheckt?

nochmals zusammengefasst: Erstens: Formell bekommen zunächst immer die Eltern das Kindergeld - und müssen das natürlich beantragen (z.B. durch Folgeantrag bei Kindern, die 18 Jahre alt werden). Zweitens: Wenn volljährige Kinder einen eigenen Hausstand haben, können sie beantragen, dass das Kindergeld aus dem Anspruch der Eltern heraus direkt auf ihr Konto gezahlt wird. Das geht, wenn die Eltern keinen Unterhalt zahlen. Drittens: Ob das Kindergeld nun an die Eltern oder das Kind ausgezahlt wird, ist den ARGEn vermutlich egal. Sofern die den Unterhalt des Kindes sichern, werden die selbstverständlich darauf pochen, dass vorrangige Einkommen des Kindes oder Unterhaltsleistungen der Eltern herangezogen werden. D.h., Kindergeld wird als Einkommen des Kindes herangezogen in die Berechnung. Das ist gesetztlich auch so vorgesehen.

Grundsätzlich sehe ich das auch so - allerdings wird manchmal das KG an die Eltern gezahlt, die sich weigern, es das Kind auszuzahlen oder abzutreten. Dann darf es nicht auf das Alg2 des Kindes angerechnet werden.

0

Kindergeld steht dem Kind bis zu seinem 18. Lebensjahr zu. Studiert es dann auch noch, können sich die Zahlungen bis zu dessen 27. Lebensjahr erstrecken.

Die Altersgrenze wurde zwischenzeitlich auf 25 Jahre gesenkt.

0

Was möchtest Du wissen?