bekommen Diabetiker zwangsläufig Folgeerkrankungen?

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7 Antworten

Nein!

Aber man bekommt auch nicht zu 100 % keine, wenn der Blutzucker immer gut eingestellt ist! Aber eine gute Einstellung ist immer Ziel jeder Therapie (sollte sein).

Folgeerkrankungen sind nicht immer selbstverschuldet. Das ist eine Annahme, die sich hartnäckig hält, aber nicht der Wahrheit entspricht.

Ich bin Medizinstudentin und habe genug Menschen kennen gelernt, die grob fahrlässig mit ihrer Krankheit umgegangen sind und trotzdem keine Folgeerkrankungen aufwiesen. Und ich hatte Menschen in der Klinik, die ein Musterbeispiel an gutem Umgang mit ihrem Diabetes waren und trotzdem schon Folgeschäden hatten.

Mittlerweile stellt sich dazu in der Medizin auch die Frage nach einer genetischen Disposition (genetische Veranlagung) für die Ausbildung von Augenerkrankungen etc.

Hier muss man aufpassen, dass man Menschen nicht stigmatisiert („bist ja selbst schuld“).

LG Mia

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Kommentar von Hopsfrosch
06.02.2016, 03:30

@ Mia: Es ist aber im Mittelwert eher wahrscheinlich, dass ein Diabetiker, der dauerhaft schlecht eingestellt ist, auch irgendwann  Folgeerkrankungen entwickelt.  Das sollte man fairerweise dazusagen. Ansonsten suggerierst du, dass es nicht wichtig ist, sich um seinen Diabetes zu kümmern! Nach dem Motto: Mir MUSS ja gar nichts passieren... Wenn  die Nierenkanälchen erst mal dicht sind oder die ersten Neuropathien auftauchen, ist es für ein Umschwenken ja leider zu spät! Dann sitzt dein Diabetiker da mit seinen irreversiblen Schäden...

Trösten kannst du ihn immer noch, wenn er alles gut und richtig gemacht hat und dennoch blind wird.

LG, deine Diätassistentin und Diabetikerin Typ2

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Wenn der Zucker nicht richtig eingestellt wird, also z.B sehr stark schwankt oder man sich nicht an die Anweisungen der Arztes haltet dann ja.

Am ehesten "verstopfen" die kleinen Blutgefäße und diese befinden sich in den Augen, an den Füßen...so kann es schlimmstenfall zur Erblindung kommen oder offenen Füßen, weil das empfinden eingeschränkt ist.

Es gibt natürlich viele Sachen die der Diabetes fördern kann ,so z.B auch einen Hang zum Übergewicht.

Deswegen sollte man als Diabetiker, regelmäßig zu anderen Fachärzten gehen und , und,und.

Schaue doch mal im Internet, dort gibt es haufenweise Artikel rund um dieses Thema. Wenn ich dir hier alles aufschreiben würde, wäre ich morgen immernoch nicht fertig.

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Hallo!

Wie bei MS, ja -- nur wann ist offen.

Wenn ich meine erste Folgerkrankung theoretisch in einem Alter von 140 bekomme, ist mir das so ziemlich egal -- da werde ich wohl nicht mehr leben.

Wann eine Folgeerkrankung theoretisch eintritt, kann ich bei Diabetes selbst steuern, durch einen guten Blutzuckerspiegel -- manchmal halt schwierig, wegen andere paralleler  Krankheiten.

Aber eine Amputation wegen Diabetes (wie man es in Diabeteskliniken oft sieht), ist meiner Meinung nach nicht mehr zwangsläufig, wenn ich auf die Warnzeichen reagiere.

Gruß

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Hallo!

Diabetiker bekommen nur dann Folgeerkrankungen wenn ihr Blutzucker über lange Zeit zumindest fast immer zu hoch ist! Welcher Typ Diabetes ist dabei egal.

Leider wird Diabetes Typ 2 oft erst sehr spät erkannt und die Personen haben dann schon über Jahre zu hohe Werte. Da ist dann die Gefahr natürlich viel höher für Folgeerkrankungen oder auch Spätfolgen.

Gruß Lirin

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Nur wenn die Werte über einen längeren Zeitraum über  200 liegen. Bei kurzfristigen Überschreitungen nicht, diese lassen sich ohnehin kaum vermeiden.

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Wenn du deinen Blutzuckerspiegel unter Kontrolle hast, passiert nichts. Wenn deine BSD aber immer mehr Blutzucker verarbeiten muss, wie sie kann, dann wird die Leistung der BSD abnehmen. Dies führt dann zu den Folgeerkrankungen.

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Wenn man danach lebt nicht. Aber ansonsten brauchen sie oft Medikamente, haben oft Bluthochdruck. Ich bin Typ 2, lebe vegan und habe meine Ernährung umgestellt. Am Anfang mußte ich auch Bluthochdrucktabletten nehmen, im Moment werden sie abgesetzt.

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