Bekommen Alkoholiker eine neue Leber bezahlt?

8 Antworten

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Jeder Mensch bekommt eine neue Leber, sofern Aussicht auf Heilung besteht und für ihn ein Spenderorgan zur Verfügung steht.

Bei Alkoholabhängigen gilt eine mindestens sechsmonatige komplette Alkoholkarenz, bevor sie für eine Transplantation gelistet werden. Außerdem muss Abstinenz auch nach dem Eingriff erwartet werden können, sonst wird ebenfalls nicht transplantiert.

Haben familiäre, berufliche oder andere soziale Ereignisse zu der Abhängigkeit geführt, müssen diese Belastungen vor der Transplantation mit psychologischer Unterstützung ausgeräumt werden.

Diese Beschränkungen sind notwendig, weil der Transplantationserfolg ansonsten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegeben wäre und das neue Organ schnell versagen würde. Patienten mit einem Spenderorgan müssen lebenslang in medizinischer Betreuung bleiben und täglich zuverlässig ihre Medikamente nehmen, sonst droht innerhalb weniger Tage eine irreversible Organabstoßung.
Alkoholabhängige und psychisch kranke Menschen können diese Therapietreue nicht dauerhaft erbringen.

Da es nur wenige Organe gibt, wäre es nicht zu verantworten, sie einem Menschen zuzuteilen, der wahrscheinlich nur wenige Wochen damit überleben würde. Es wäre anderen Kranken gegenüber unfair, denn die hätten möglicherweise mit dem Organ eine Überlebenszeit von mehreren Jahrzehnten.

Kinder werden im übrigen immer bevorzugt, weil sie den höchsten Benefit eines Spenderorgans haben.

noch "aktive" Alkoholiker nicht, da sie körperlich nicht fit genug sind für eine OP. So ist oft nicht nur die Leber betroffen, was eine OP erschwert und Chancen auf eine neue Leber mindert. Wenn zwei Patienten sind die sie gleich dringend brauchen, bekommt eben der mit besseren Chancen die Leber, wenn ich das richtig in Erinnerung habe...

Bekommen sie dann eine Leber zugesprochen, werden die neue Leber bzw. OP Kosten usw. dann aber von der Krankenkasse übernommen.

Immerhin werden ja auch Schäden durch rauchen, übermäßigen Sport u.a. getragen. So ist Alkoholsucht und deren Folgen eben auch eine Krankheit, die behandelt werden muss.


 

Ja, ein Bekannter hätte eine bekommen, er hat förmlich in Whiskey gebadet. War eigentlich nur nach der ersten Flasche zum Frühstück normal. Tagsüber immer Wein und abends Bier in Stammkneipe und zwischendurch ging er zum Auto und trank aus einer großen Flasche Bandy.

Naja mit 46 hatte er leberzhirose und er hätte Glück gehabt, man hatte eine Leber für ihn aber es war unmöglich für ihn seinen Konsum einzustellen.

Mit 47 war er tot.......... R. i. P .

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