Bekomme ich nach Schlaganfall mit 59 Jahren und 44 Beitragsjahren Erwerbsminderungsrente oder Altersrente mit Abschlägen?

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5 Antworten

Nein für Altersrente hast du null Chance. Zu früh. Erwerbsminderungsrente kannst du versuchen. Ansonsten mit Krankengeld und Alg1 die Lücke bis zur Altersrente schließen dann hast du auch keine Abzüge

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Kommentar von HeinrichJetten
03.02.2017, 16:22

Na toll! Habe 44 Jahre geklebt! Davon 38 Jahre bis jetzt in einer Firma. Dann diese Krankheit und jetzt Altersarmut.

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Kommentar von FrauFanta
03.02.2017, 18:31

Krankengeld ist kaum weniger als das Ursprüngliche Gehalt.

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Erwerbsminderungsrente kannst Du bekommen, wenn Du die Voraussetzungen dafür erfüllst, welche das sind erfährst Du auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung. 

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Ich schließe mich den Antworten von Frau Fanta und Christl an.

Falls du einen Grad der Behinderung von mindestens 50 hast, könntest du mit Geburtsjahrgang 1958 mit 61 Jahren in Altersrente für schwerbehinderte Menschen gehen, jedoch mit Abschlägen.

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Hallo HeinrichJetten,

Sie schreiben:

Bekomme ich nach Schlaganfall mit 59 Jahren und 44 Beitragsjahren Erwerbsminderungsrente oder Altersrente mit Abschlägen?

Antwort:

2017 - 59 = ca. 1958 geboren!

Regel - Altersrente laut Tabelle auf Seite 8 ab 66!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/258148/publicationFile/51387/die_richtige_altersrente_fuer_sie.pdf

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http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Ein Schlaganfall an und für sich allein rechtfertigt noch keine Erwerbsminderungsrente, sondern es kommt im Endeffekt darauf an, wie sich die Folgen des Schlaganfalls dauerhaft auf Ihre Leistungsfähigkeit auswirken!

Hier gibt es mit Geburtsjahrgang 1958 zwei verschiedene Scenarien!

a)

Ihre Leistungsfähigkeit ist in Ihrem allgemein anerkannten und ausgeübten Beruf auf Dauer, auf 3 bis unter 6 Stunden abgesunken:

In diesem Fall würde ggf. der Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit zum Tragen kommen und Sie könnten eine teilweise Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit, ergänzend eine volle Erwerbminderungsrente wegen verschlossenem Teilzeitarbeitsmarkt, beantragen!

Aber: Die DRV kontert hier sehr oft mit sogenannten Verweisungsberufen!

b)

Ihre Leistungsfähigkeit ist dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken!

In diesem Fall könnten Sie eine volle Erwerbsminderungsrente beantragen!

Diese dauerhaft abgesunkene Leistungsfähigkeit müßen Sie an Hand Ihrer eigenen Krankenakte glasklar und sehr detailliert nachweisen!

http://www.erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/

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"Altersrente für schwerbehinderte Menschen" mit Jahrgang 1958 mit Abzügen ab dem 61-igsten Lebensjahr!

Ohne Abzüge ab dem 64-igsten Lebensjahr!

Siehe Tabelle in der o.a. Broschüre!

Schwerbehinderung heißt ab GDB 50 bis maximal GDB 100!

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Zur Altersrente für "langjährige Versicherte" (35 Versicherungsjahre) siehe Tabelle in der o.a. Broschüre auf Seite 13!

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Zur Altersrente für "besonders langjährige Versicherte"(45 Versicherungsjahre) siehe bitte die Tabelle in der o.a. Broschüre auf Seite 11 !

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Erwerbsminderungsrente bekommst Du nur, wenn die versicherungsrechtlichen und medizischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Wenn Du die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllst, werden die medizinischen Voraussetzungen nicht geprüft !

Folgende versicherungsrechtliche Voraussetzungen sind erforderlich:

In den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung
müssen mindestens drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte
Beschäftigung oder Tätigkeit vorliegen (besondere
versicherungsrechtliche Voraussetzung). Das ist die sogenannte 3/5 Regelung.
Und zusätzlich musst Du mindestens fünf Jahre versichert sein (so genannte Wartezeit).

Die medizinischen Voraussetzungen für eine Rente wegen Erwerbsminderung sind erfüllt, wenn Du wegen Krankheit oder Behinderung weniger als sechs Stunden täglich arbeiten kannst, und zwar nicht nur in Deinem, sondern in allen Berufen. Deine Rentenversicherung prüft das anhand
ärztlicher Unterlagen. Eventuell fordert sie weitere Gutachten an und stellt dann Dein Leistungsvermögen fest.

Das Problem ist, dass die DRV die medizinischen Voraussetzungen meist nicht anerkennt - schlichtweg nicht glaubt. Es werden Gutachten in Frage gestellt, Tatsachen verdreht, kurz: Du wirst als Lügner und Simulant dargestellt. Ich selber habe ds ganze Theater durch und habe 5 Jahre um mein Recht gekämpft - mit Erfolg. Leider bin ich dadurch erst Recht krank geworden und habe MS (Multiple Sklerose) bekommen. MS ist eine Nervenerkrankung und wird medikamentös behandelt.

Stelle Dir das nicht so einfach vor, eine Rente zu bekommen. Es gibt verschiedene Foren im Internet, da wird Dir schnell klar, wie hart die kranken Menschen um ihr Recht kämpfen müssen. Das ist bestimmt nicht fair und gerecht - aber das sind die Tatsachen.

In dieser Gesellschaft darfst Du nicht kranksein oder krankwerden; Du hast zu funktionieren, ansonsten wird Dir alles extrem schwer gemacht. Ich bin z.B. mit einer Behinderung auf die Welt gekommen - was musste ich erleben - jahrelanges schweres Mobbing, als wenn ich etwas dafür kann.

Um zur Rente zurückzukommen: Mach Dich auf einen harten Kampf mit den Behörden gefasst - die wollen alles, nur nicht Dir die Rente geben.

Du musst in einen Sozialverband (SoVD oder VdK) eintreten - da wird Dir dann auch geholfen. Die machen auch die gesamte Korrespondenz. Kostet 6 € im Monat.

Viel Glück

Klausi

            

 


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