Bekomme ich hilfe wenn ich einen Teilzeitjob habe?

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5 Antworten

Wenn ihr seit über einem Jahr zusammen wohnt und das bei der Antragstellung aus den Angaben bzw.zu erbringenden Nachweisen ersichtlich ist,dann wird euch das Jobcenter gleich als BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) einstufen !

Danach müsste dein Freund dann mit seinem anrechenbaren Einkommen was seinen Bedarf übersteigt auch für deinen Bedarf aufkommen,nur wenn dieses dann den Gesamtbedarf nach dem SGB - ll nicht decken würde,könnte es nachrangig noch eine so genannte ALG - 2 Aufstockung geben.

Vorrangig wäre dann Wohngeld.

Allerdings würde es das Jobcenter nicht interessieren was dein Freund für Schulden hat bzw.was er für sonstige private Aufwendungen hat,außerdem wäre dann auch die Höhe eurer KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) von belang.

Denn das Jobcenter würde nach einer Übergangszeit von in der Regel 6 Monaten nur noch die angemessenen KDU - nach dem SGB - ll berücksichtigen bzw.bei Bedarf voll übernehmen.

Ihr würdet dann schriftlich zur Kostensenkung aufgefordert und wenn ihr dieser nicht nachkommen könnt bzw.wollt,dann müsstet ihr euch in dieser Zeit eine angemessene Wohnung suchen,wenn ihr den Differenzbetrag nach der Übergangszeit nicht aus eigenem Einkommen zuzahlen könnt.

Ein evtl.Umzug und die Kostenübernahme sollte vorher beim Jobcenter beantragt und bewilligt werden,wenn man dann auch seine Aufwendungen und die angemessene KDU - berücksichtigt bzw.übernommen bekommen möchte.

Im Internet kannst du mal eingeben ,, Harald - Thome - örtliche - Richtlinien " oder ,, angemessene KDU " und dazu den Namen der Stadt in der ihr lebt,da solltest du dann etwas über die Angemessenheit einer Wohnung finden.

In einer BG - würden dann beiden jeweils 368 € Regelsatz für den Lebensunterhalt zustehen und dazu käme dann bei 2 Personen zunächst 50 % der tatsächlich zu zahlenden KDU - das ergibt dann den jeweiligen Kopfanteil und das ergibt dann den jeweiligen Bedarf nach dem SGB - ll.

Wenn ihr beide Erwerbseinkommen habt,dann könnte ihr vom Einkommen jeweils eure Freibeträge nach § 11 b SGB - ll abziehen,dass wären dann zunächst vom Bruttoeinkommen 100 € Grundfreibetrag.

Ab 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % an Freibetrag.

So würden z.B. bei 1200 € Brutto 300 € Freibetrag entstehen,die dann von angenommen 900 € Netto ( theoretisch ) abgezogen würde,es würde dann ein anrechenbares Einkommen von ca. 600 € bleiben,also angenommen bei 2 x 1200 € Brutto dann 1200 € anrechenbares Einkommen.

Von diesen ca. 1200 € ginge dann der Regelsatz von derzeit jeweils 368 € ab und der Rest von etwa 464 € würde auf die derzeit tatsächliche KDU - angerechnet,wenn dann kein vorrangiges Wohngeld in betracht käme bzw.ihr mit eurem anrechenbaren Einkommen + Wohngeld den Gesamtbedarf nicht decken könntet,dann würdet ihr zumindest für die Übergangszeit von in der Regel bis zu 6 Monaten den evtl.Differenzbetrag dann als Aufstockung vom Jobcenter bekommen.

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Es ist möglich, dass Du Unterstützung bekommst, aber spätestens nach einem Jahr werdet Ihr als Bedarfsgemeinschaft angesehen. 

Das bedeutet, das Euer gesamtes Einkommen zusammengerechnet wird und dann wird auch noch auf die Höhe der Miete geachtet.

Beispiel für das was man z.B. ca. in Essen bekommt

Pi mal daumen , rechne mal bei zwei Personen eine Miete von 550 €  dann noch 409 € für Haushaltsvorstand und 368 € für den Partner.

Also wenn in Essen Euer Einkommen 132€ übersteigen würde, dann würde es kein Unterstützung geben.

Google mal KDU "Deine Stadt"

Da findest Du Hinweis wie hoch die Miete sein darf.

Vielleicht wäre für Dich Wohngeld drin. Aber da google mal;

Wohngeld, Voraussetzungen

Wie groß ist die Wohnung, wie hoch die Kaltmiete, Warmmiete und Wohnort?

hat auch alles supi geklappt bis ich im Dezember letztes jahres meinen Vollzeitjob (bin gelernte Friseurin) wegen Krankheit aufgeben musste. 

Was für eine Krankheit?

Vielleicht ist eine Umschulung durch Agentur für Arbeit  oder  BG ( falls Berufskrankheit )möglich.



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Kommentar von isomatte
19.06.2017, 11:40

In einer BG - steht jedem Partner jeweils derzeit 368 € Regelsatz zu,da kommt es nicht darauf an wer den Antrag stellt und als Haushaltsvorstand gilt,nur bei alleinerziehenden oder wenn keine BG - mit Partner würden es 409 € sein !

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Zunächst kommt es auf Euer gemeinsames Einkommen an. Und es kommt auch darauf an, wie hoch die Mietkosten sind. Wenn diese zu hoch sind, würde das Amt Euch die Kosten nicht übernehmen und ihr müsstet umziehen. Was Euch überhaupt zusteht, würde ich direkt beim Amt erfragen, wir kennen ja auch die Zahlen nicht.

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Grundsätzlich kann bei einen Teilzeitjob ergänzendes Harz 4 bezogen werden. Sie bilden aber mit ihren Freund eine Bedarfsgemeinschaft, so das die Einkommen und Bedarfe zusammengerechnet werden.

Alternativ kann u.U. Wohngeld bezogen werden. Es hängt halt von der genauen Einkommenssituation ab.

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Ich kenne Euer gemeinsames Einkommen nicht,da kann man schlecht etwas raten.Da hilft aber auf jeden Fall die vorhandenen Ausgaben mal gründlich unter die Lupe zu nehmen.Es gibt immer etwas,wo man sparen kann.Es mußte so mancher sich einschränken,wenn das Einkommen plötzlich weniger wurde.Daß es am Ende soweit kommt.daß Geld fürs Essen fehlt muß nicht sein.

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