Bekomme ich eine Anzeige oder was wird noch passieren?

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10 Antworten

Du hast nichts zu befürchten. Der Käufer hat sien Geld zurück bekommen, er hat darüber hinaus keinen Schaden - insofern ist alles gut.

Jetzt ist die Frage, ob dich der Käufer tatsächlich wegen Betrugs angezeigt hat oder ob er das nur so behauptet hat. Ist das der Fall, muss die Polizei ermitteln. Sie werden dich dann wahrscheinlich vorladen, damit du dein Recht, dich zur Sache zu äußern, wahrnehmen kannst.

Sollte es so weit kommen, nimm zur Polizei (bei der du aufgrund der Vorladung zwar nicht erscheinen musst, es aber in deinem Fall meiner Meinung nach tun solltest) alle Emails etc. mit, die deinen Schriftverkehr mit dem Käufer belegen, einschließlich deiner Reaktion auf seine Reklamation.

Erkläre dann der Polizei, woher du die Karten hast und wie sich alles zugetragen hat. Betone dabei, dass du fest davon ausgegangen bist, dass die Karten echt und gültig wären. Dir fehlte eindeutig - sofern deine Angaben in der Frage alle stimmen - der Vorsatz für einen strafbaren Betrug.

Der Satz "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" ist übrigens Schwachsinn. Lies dazu nur mal dei §§ 15, 16 StGB. Darin steht, dass der nicht vorsätzlich handelt, der bei Begehung der Tat einen Umstand nicht kannte, der zum gesetzlichen Tatbestand gehört. Zum Tatbestand des Betruges (§ 263 StGB) gehört unter anderem, dass du das Opfer getäuscht haben musst. Diese Täuschung kanntest du nicht, weil du davon ausgingst, dass deine Angaben richtig waren. Demnach hast du nicht vorsätzlich gehandelt. Fahrlässiges Handeln könnte hier zwar vorliegen, weil du nicht nachgeprüft hast, ob die Karten gültig sind. Doch strafbar ist fahrlässiges Verhalten nur dann, wenn das Gesetz es eindeutig unter Strafe stellt. Den fahrlässigen Betrug gibt es nicht.

Du hast dich also nicht strafbar gemacht, keine Sorge.

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Sobald Du die Eintrittskarten zurück erhalten hast, wendest Du Dich an den Heidepark und fragst, warum diese Karten nicht genutzt werden können. Anschließend stellst Du Strafantrag (Betrug) gegen die Person von der Du die Karten hast und verlangst eine Rückabwicklung.

Sollten die Karten jedoch gültig sein, stellst Du Strafantrag gegen den Käufer und verlangst Ersatz. 

Falls es zu einer Anhörung durch die Polizei kommt, schilderst Du die Wahrheit und dabei insbesondere woher Du die Karten hast.

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"Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" ist Quatsch. Zivilrechtlich ist das Geschäft vollkommen sauber rückabgewickelt worden. Strafrechtlich droht Dir gar nichts. Allenfalls die Person, die Dir die Karten verkauft hat, könnte Probleme wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung und Betrug bekommen. Um eine negative Bewertung zu vermeiden, würde ich das dem Käufer auch so erklären.

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Kommentar von esereser
14.09.2016, 21:04

Danke das du mir meine Angst genommen hast :)

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Vermutlich waren die Karten per falschem Bankkonto, oder geklauter Kreditkarte bezahlt worden, der Heide Park hat sie dann gesperrt. Anscheinend hat der Käufer die Karten per Paypal bezahlt, sonst hätte er nicht den Betrag widersprechen können. Nun, sie können im Heide Park nachfragen, ob die Schilderung den Tatsachen entspricht und dann Strafanzeige gegen den Verkäufer stellen, von dem sie die Karten haben, oder aber wenn die Schilderung des Käufers nicht stimmt, Strafanzeige gegen ihn wegen Betrug.

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Kommentar von esereser
14.09.2016, 20:44

Ja aber ich habe die sich selber von jemanden bekommen woher sollte ich wissen das damit was nicht stimmt

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Gehe auf die Rückbuchung ein unter der Voraussetzung, dass der Käufer dir die gefälschten Eintrittskarten zurückschickt.

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Unwissenheit schützt ja bekanntlich vor Strafe nicht. Aber wegen 100€ passiert nicht viel. Du musst die halt zurück bezahlen und vermutlich noch ein Strafgeld dazu, wenn der das über ein Gericht laufen lassen sollte, dann hat sich´s. Eine Anzeige wird vermutlich wegen Geringfügigkeit fallen gelassen, zumal du ja entgegenkommend bist.

Kann es sein, die Karten waren solche Werbekarten, die man überall geschenkt bekommt, wie es sie auch für Sea Life und anderes gibt? Das kann man dann natürlich nicht verkaufen. 

Wahrscheinlich gibt dir der Verkäufer eine negative Bewertung, weil er sauer ist (kannst du nichts machen, in einem Jahr ist die aber nicht mehr in deinem Profil zu erkennen). du kannst dann nur unter die Bewertung eine Kommentar deinerseits schreiben, damit die anderen Ebayer wissen, was da los war, und die Bewertung damit entschärfen.. 

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Kommentar von esereser
14.09.2016, 20:47

Danke für deine Antwort. 

Ich habe der Rückbuchung schon zugestimmt due Bank buxht das dan automatisch zurück . Nur habe ich Angst in ich zur Polizei muss oder dadurch vorbestraft werde habe sehr Grösse Angst :( hatte noch nie was mit der Polizei am hut :(

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Kommentar von AalFred2
15.09.2016, 13:07

Unwissenheit schützt ja bekanntlich vor Strafe nicht.

In diesem Falle schon, da man Betrug nur absichtlich begehn kann.

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Da trifft das Sprichwort zu: Unwissenheit schütz nicht vor Strafe: Du hast Dich, unwissentlich oder nicht, als Hehler verhalten, und das kann strafrechtlich verfolgt werden.
Ich als Käufer hätte auch nicht geglaubt, dass Du mir so ohne weiteres das Geld zurück gibst. Interessant ist für mich, dass die Bank überhaupt sowas zulässt. Es heißt ja immer, einmal gebuchte Beträge können nicht zurück gebucht werden.
Du kannst nur hoffen, dass sich die Sache damit erledigt hat und nicht noch was nachkommt.

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Kommentar von AalFred2
15.09.2016, 13:13

Da trifft das Sprichwort zu:

Nein. Sowohl Hehlerei als auch Betrug bederf zumindest eines bedingten Vorsatzes.

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Er wird dir gedroht haben damit er das Geld wieder bekommt. Mehr wird da nicht passieren.

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Hast du denn die Karten zurück, oder hat der Käufer jetzt Karten und Geld?

Ich hätte erstmal nicht zurückgezahlt, sondern die Karten geprüft und dann entschieden.

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Wer blind Karten von einem Fremden kauft, muß mit allem rechnen. Dumm gelaufen.

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