Bekomme ich die Nebenkosten zurück?

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Der Vermieter muss nach einem Jahr die Nebenkostenabrechnung erstellt haben, also für 2007 spätestens am 31.12.2008. Wobei das von Gerichten auch schon als zu spät bezeichnet wurde, wenn sich hohe Nachzahlungen für den Mieter ergeben haben. Richtig ist, dass es teilweise fast ünmöglich ist eine Nebenkostenabrechnung für einen echten Jahreszeitraum zu erstellen, da die Heizkosten- oder Wasserabrechnungen für andere Zeiträume abgelesen und abgerechnet werden. Bei uns z. Bsp. kommt die Wasserrechnung immer per 30.11. für den Zeitraum 01.12.2007 bis 30.11.2008 und die Heizkostenabrechnung immer im Mai für den Zeitraum 01.03.2007 bis 28.02.2008. Alle anderen Nebenkosten sind einfach auf das Kalenderjahr umzulegen. Normalerweise kann man sich in irgendeiner Art einigen, aber hier scheinen die Fronten schon verhärtet, so wie sich der Vermieter jetzt "geäußert" hat. Die Frage ist außerdem, woher er seine Abrechnungsdaten nun hat. Ich lege bei der Nebenkostenabrechnung generell Kopien aller Originalrechnungen bei, teilweise mit ausführlichen Erklärungen, wenn der Zeitraum eben nicht das Kalenderjahr betrifft sondern einen "eigenen 12-Monats-Zeitraum". Das muss aber vor Unterzeichnung des Mietvertrages mit dem Mieter abgestimmt werden, sonst gilt das Kalenderjahr bzw. für alle Kosten der gleiche Zeitraum. So mein Wissensstand. Rückzahlung der kompletten Nebenkosten für die Vorjahre - davon habe ich noch nie gehört und ich glaube auch nicht, dass es dazu ein Urteil gibt. Aber ich denke, dass der Vermieter ganz schnell korrekte Abrechnungen erstellen muss. Und wenn der Mieter Nachzahlungen zu leisten hätte - theoretisch, dann sind diese hinfällig, weil der Vermieter die verspätete Abrechnung zu verschulden hat. Kommt für den Mieter ein Guthaben dabei heraus, so muss der Vermieter das auszahlen. Die Kündigung ist gültig - nach neuestem Mietrecht. Das war früher anders und gilt auch heute noch bei Altverträgen vor 2001 (oder war es 2000 ??). Aber eine sichere Sache ist der Mieterschutzbund, wobei ich nicht weiß, ob man da zuerst Mitglied werden muss um Auskünfte zu bekommen.

Ich hatte das hier gefunden:BGH, Urteil v. 09.03.2005 - VIII ZR 57/04, weiß nur nicht ob das generell zutrifft. Werde mir wohl doch keine Rechtsberatung ersparen können. Mein Vermieter hat 11 Häuser in ganz Deutschland und wußte nicht mal, dass es Fristen gibt für die Abrechnung. Er erstellt nie Abrechnungen, macht nie was am Haus, bei mir wurde fast eingebrochen (ich hab einen Stalker), weil die Haustür kaputt ist - interessiert ihn nicht, Hauptsache die Miete kommt. Zum Glück bin ich raus und wenn ich eben im Zweifelsfall für 3 Monate die Miete doppelt zahle.

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Kritik. Ein Vermieter darf auch noch nach Jahren abrechnen, wenn er alle Unterlagen für die AR hat, eigentlich ganz einfach. Die Frist von 12 Monaten gilt nur für etwaige Nachforderung, die nicht möglich sind, wenn denn der Vermieter eher hätte abrechnen können, so jedenfalls das Gesetz und auch der BGH..

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@schleudermaxe

Der Mieter kann auf korrekte Abrechnungen nach 12 Monaten bestehen, denn es könnte ja sein dass er ein Guthaben hat. Und dieses muss der Vermieter dann auszahlen. Und wie ich oben schon schrieb, sind die Forderungen des Vermieters nach diesem langen Zeitraum verjährt.

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Wie eddali schon richtig schrieb, kannst Du nicht die Nebenkosten mit ausstehenden Mieten verrechnen. Du kannst richtige und in Zukunft rechtzeitige Abrechnungen fordern, aber nicht verrechnen. Da der Vermieter diese nun versendet hat, musst Du nur Nachzahlungen aus 2008 zahlen, die übrigen Abrechnungen kommen zu spät und brauchst keine Nachzahlungen mehr leisten für 2005,2006 und 2007. Aber das hattest Du ja in Deinem Beitrag schon angegeben.

Nein, natürlich nicht. Was willst Du aber auch mit Wasser, Abfall, Versicherungen, etc. und Treppenhauslicht.

Ich rege an, die AR zu prüfen. Es sieht so aus, als wenn es eine ETW war und die Gemeinschaft hat einen Verwalter. Wenn dem so ist, vermute ich sehr stark, daß die AR nicht ordnungsgemäß ist. Lt. BGH sind zwingend die Gesamtkosten des Grundstücks, und nicht nur die umlagefähigen Kosten des Vermieters, in eine AR einzustellen. Ich kenne keinen Verwalter, der die Gesamtkosten ausweist. Meist auch nur die Kosten der Gemeinschaft.

Prüfe auch, ob es inhaltliche Fehler gibt und schau in Deinen Mietvertrag, was genau vereinbart wurde.

Viel Glück.

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