Bekenne ich mich mit meiner Aussage als „homophob"?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ahoi! Du bekennst Dich ganz und gar nicht als homophob, sondern als realistisch. Und das sind die meisten toleranten und offenen Menschen nicht. Es gibt gute Gründe dafür, sich zu wünschen, dass die eigenen Kinder nicht homosexuell werden. Nicht zuletzt der, dass es dann eher unwahrscheinlich wird, einmal richtige Enkel zu bekommen. Adoption (Stichwort: Ehe für alle) ist neckig, aber das eigene Blut ist nun einmal das eigene Blut und das ist immer dicker als Wasser. Was soll ich als mit einem angenommenen Kind meines Kindes anfangen können, mit dem ich doch nicht verwandt bin? Es bleibt ein Bastard dem ich jedenfalls nichts vererben würde. 

Und natürlich haben es homosexuelle in einer sich schleichend islamisierenden Gesellschaft schwer. So wie sich aktuell die jüdische Gemeinde in Deutschland mehr und mehr Anfeindungen aus dem wachsenden islamischen Millieu ausgesetzt sieht, so dürfte es recht bald auch Homosexuellen gehen. Mir graut es jedenfalls! Wer wünscht sich schon, dass es seine Kinder einmal schwer haben sollen.

Dass Homosexuelle auch nur ganz normale Menschen sind, das mag der Pfarrer predigen wie er will, ob sich aber die Gemeinde dran hält, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Kurzum, dass eine ist normativ  (Du sollst Schwule etc. als etwas ganz Normales betrachten; Du sollst nicht stehlen; Du sollst nicht töten; ...) das andere ist die Realität (mehr als dreitausend Tötungsdelikte im Jahr; mehrere Hunderttausend Diebstahlstaten im Jahr; ...).

Fakt ist, im Vergleich zu den "unproblematischen Idealkindern", die in Schule und Beruf in der Spur laufen, sich verheiraten und hübsche Enkel in die Welt setzen ist es mit homosexuellen Kindern schwerer. Allein die Frage der Nachbarn, wann der Sohn mal eine Freundin mitbringt ...

Und insofern, als man mit homosexuellen Kindern gemeinhin mehr oder doch ungewöhnliche Mühewaltung hat, ist der Vergleich mit behinderten Kindern nicht fehlgehend. Auch mit diesen hat man mehr oder zumindest ungewöhnliche Mühewaltung. 

Damit jetzt keiner auf die Idee kommt, dass das hier ein böser Schwulenhasser sei: ich bin selbst homosexuell lebe mit meinem Freund zusammen und alles ist schön. Bis auf die Problematik der legitimen Weitergabe des Blutes ...

Ja, nach gängigem Verständnis bist du homophob. 

Wenn ich ein Kind hätte, dann wäre es mir wichtig, dass es glücklich ist. Mir wäre es egal, ob es hetero oder schwul, lesbisch oder bi wäre. Auch wenn es trans* wäre, wäre das okay - meinem Kind soll es einfach gut gehen.

Du jedoch wünscht dir für dein Kind nicht sein Glück, sondern deine Wunscherfüllung. Es soll nicht schwul sein, rechtshänder, wunderschön, mal studieren und dann reich heiraten.

Von seinem Glück ist nie die Rede. Siehst du, was ich meine?

Ja, dein Vergleich mit der Behinderung ist extrem unglücklich, aber ich habe verstanden, was du sagen wolltest.

Wir Schwulen und Lesben sind nicht krank. Wir sind wie die Linkshänder - einfach etwas anders. Aber wir sind so geboren worden.

Zu wünschen, dass das Kind nicht schwul ist, ist eben wirklich so, wie wenn man sich wünscht, dass das Kind auf keinen Fall braune Augen hat oder nie und nimmer ein Mädchen ist. Es ist einfach falsch.

Du meinst du hättest keine eigenen Wünsche dein Kind betreffend? Das finde ich eher ungewöhnlich.

Mit dem aktuellen Verständnis von Homosexualität ist auch der Wunsch, dass das eigene Kind nicht homosexuell ist, zum besten den Kindes, denn man kann immer noch befürchten, dass es dadurch ausgegrenzt wird.

Was jemanden glücklich macht und was nicht, ist außerdem sehr individuell. Man kann sich auch Glücklich fühlen, wenn man täglich den Partner wechselt, dennoch würde man seinem Kind doch eher wünschen, dass ihm mal der Partner fürs Leben und das damit verbundene Sicherheitsgefühl zuteil wird.

Ich denke, hier wird der Begriff Homophobie deutlich überstrapaziert;
Homophobie bezeichnet eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion (Abneigung) bzw. Feindseligkeit.

2

Homophobie ist - ohne Recherche - die ANGST vor Homosexualität.

Egal aus welchem Grund und ohne Geschlechtsangabe.

Dein Text ist sehr lang, aber:

Menschen, die sich lieben, Männer, oder Frauen, sind nicht behindert!

Sie lieben sich, wie alle anderen.

Sind hetereosexuelle Menschen grundsärtzlich behindert? NEIN!

Dann diskutiere und überlege mal Deine Denkfähigkeit.

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich :

§ 1 GG.

Heute ist im Bundestag die Entscheidung gefallen.

Guckst Du!

Mach Dich mal locker.

Grundsätzlich sollte es möglich sein eine Meinung zu haben, sofern man damit nicht aktiv jemandem schadet.

Mal als anderes Beispiel aus dem Erzieheungsbereich: Wieviele hoffen dass ihr Kind sich mal nicht tätowieren lässt...Aus eigenem nicht bestreitbarem Geschmack, womit sie aber keinem Tätowierten irgendetwas negatives unterstellen. 

Ich habe das Gefühl,  dass wir seit heute nicht eine neue Akzeptanz haben, sondern die Pflicht etwas zu mögen.

1

Was möchtest Du wissen?