Bekanntes Herbstgedicht?

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5 Antworten

Herbsttag

HERR: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, Und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; Gib ihnen noch zwei südlichere Tage, Dränge sie zur Vollendung hin und jage Die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben Und wird in den Alleen hin und her Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben. Rainer Maria Rilke (Herbst 1902)

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Versuch es mal bei google, dort habe ich bis jetzt jedes Gedicht gefunden, das ich gesucht habe.

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Die Blätter fallen, von Rainer Maria Rilke - Ein Tag im Herbst, Christian Morgenstern - In trauter Verborgenheit, Wilhelm Busch - Späätherbst, Theodor Fontane

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ist von mir...

Herbst

Friedvoll wabert Silbernebel,

still Gespinst vom Tau erschlafft.

Farbexplosion, Bäume im Feuer -

Herbst hielt Einzug über Nacht.

.

Voll das Herz – es läuft gar über,

vor lauter Lebensglück erstarrt.

Ein Jauchzen entfleucht mir heuer,

in Rot und Gelb bin ich vernarrt.

.

Aus Rot und Gelb wird braunes Knistern,

aus lauen Lüften Eisgebraus,

das faucht durch all die kahlen Äste,

treibt den ersten Schnee vors Haus.

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Kommentar von OnkelBerni
09.10.2011, 11:17

wirklich schön !

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