Bekamen auch die unfreiwilligen Gladiatoren Geldpreise?

2 Antworten

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Auch die unfreiwilligen Gladiatoren konnten Geldpreise erhalten.

Karl Schneider, Gladiatores. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft : RE Supplementband III. Aachen bis ad Iuglandem. Stuttgart : Druckenmüller, 1918, Spalte 783 gibt an, siegreiche Fechter seien oft mit Geld oder anderem Gut beschenkt worden (Martial, Liber spectaculorum (Epigrammaton liber) 29. G. Sueton, Divus Augustus 45, 2, Sueton, Nero 30, 2). „Die Siegespreise fielen auf Rechnung des Spielegebers; nach dem Tarife Marc Aurels betrugen sie 1/4 des Ankaufspreises einen freien, 1/5 des Ankaufspreises einen dem Sklavenstand angehörigen G.[ladiators].“

Thomas Wiedemann, Kaiser und Gladiatoren : die Macht der Spiele im antiken Rom. Aus dem Englischen von Nicole Albrecht. Darmstadt: Primus-Verlag 2001, S. 128 - 129:

„Es gibt literarische, epigraphische und rechtliche Zeugnisse, dass ein Gladiator, der besonders tapfer kämpfte, mit einem Sack voller Münzen belohnt zu werden pflegte. Die Digesten sprechen von lances und disci, die den bestiarii gegeben wurden. Juvenal erwähnt die finanziellen Belohnungen der erfolgreichen Gladiatoren, und Sueton berichtet, dass in der Herrschaftszeit des Tiberius ein Gladiator im Ruhestand 100000 Sesterzen zugesprochen bekam, während Nero dem murmillo Spiculus einen Palast und das Gut eines Triumphators gab. Horaz legt nahe, dass es für einen früheren Gladiator durchaus im Bereich des Möglichen lag, sich auf einem Landgut zu Ruhe zu setzen. Allein schon die Tatsache, dass ihre Familie ihnen einen Grabstein errichten konnte, ist Anzeichen für einen gewissen Wohlstand. Ein Beispiel ist eine Grabinschrift in Velletri in Etrurien, auf der ausdrücklich erwähnt wird, dass sie gemäß dem Testament eines freigelassenen lanista errichtet wurde. An ganz unerwarteten Orten sind solche Gladiatorengrabmäler in ganz erstaunlicher Anzahl zu finden; in Stara Zagora in Bulgarien zum Beispiel sind bis jetzt zwölf Grabsteine mit Abbildungen von Gladiatoren gefunden worden.

Aber nur die wenigsten Gladiatoren werden in der Lage gewesen sein, Preisgeld in dieser Höhe anzuhäufen.“

Quellen: Mosaik in Smirna, welches bestiarii darstellt die „saccis missos“ (!mit Säcken entlassen“) sind; Digesten 12,1,11 pr.[incipium], 30, 51; 16, 3, 26 § 2; Iuvenal 6, 204, Sueton, Tiberius 7, 1, Sueton, Nero 30, 2; Horaz, Epistel 1,1, 4 - 5

S. 137 – 138 informiert er über eine Inschrift (offensichtlich aus dem Jahr 177 n. Chr.) über einen Senatsbeschluß zur Einschränkung des finanziellen Aufwandes der Gladiatorenspiele (Senatus consultum de sumptibus ludorum gladiatorum minuendis; CIL II 6278 = ILS 5163)für den Kaiser Marc Aurel gedankt wird.

S. 138: „25 % des Preisgeldes sollte den auctorati vorbehalten sein, 20 % den Sklaven; diejenigen, die freiwillig kämpften (d. h. Gladiatoren von freier Geburt), sollten 2000 HS erhalten; freigelassenen Sklaven (liberati), die bereit waren, wieder zu kämpfen, konnte bis zu 12000 HS in Form von Preisgeld gegeben werden.

Marcus Junkelmann, Gladiatoren : das Spiel mit dem Tod. Mainz am Rhein : von Zabern, 2008, S. 188 – 189 gibt an:

Unabhängig vom Ausgang des Kampfes erhielt ein freier Gladiator 25 %, ein unfreier 20 der Gage, den Rest strich der lanista ein.

die Skaven wurden bei den Gladiatorenspielen immer getötet oder von Löwen zerfleischt

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Das glaubst du ja wohl selbst nicht.

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