Beitragssatz 2015? Was soll sich ändern? Vor und nachteile..

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3 Antworten

Am 05.06.2014 wurde das entschieden. Lies hier, besser könnte ich es dir auch nicht erklären.

http://www.tagesschau.de/inland/fragen-und-antworten-krankenkassen100.html

Fakt ist, die Versicherten müssen Zusatzbeiträge allein tragen, d.h. es gilt sich ggf. umzusehen, welche Kasse keinen erhebt. Das werden zu Beginn vlt. einige tun, da die Kassen aber gerade im letzten Quartal schon wieder Defizite eingefahren haben, wird das nicht lange so bleiben. D.h. da beginnt evtl. bei ganz Kostenbewussten ein Krankenkassenhopping, denn jedes Mal, wenn eine Kasse einen Zusatzbeitrag erhebt, oder ihn verändert, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Wir freune uns schon darauf (ich arbeite bei einer...) ;-)))

Liritha 25.06.2014, 18:04

Dankeschön :) hat mir weiter geholfen! Können Sie mir dann vielleicht noch erklären was ein Einkommensausgleich ist?

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  1. Einführung eines unbürokratischen und vollständigen Einkommensausgleichs

Wegen der stark unterschiedlichen Höhe der durchschnittlichen Einkommen der versicherten Mitglieder müssten Krankenkassen mit überdurchschnittlich verdienenden Mitgliedern beim gleichen Finanzierungsbedarf einen geringeren einkommensabhängigen Zusatzbeitrag erheben als Krankenkassen mit unterdurchschnittlich verdienenden Mitgliedern. Damit dies nicht zu Risikoselektionsanreizen und Wettbewerbsverzerrungen führt, wird ein unbürokratischer und vollständiger Einkommensausgleich eingeführt. Damit wird sichergestellt, dass sich der Wettbewerb an den Bedürfnissen der Versicherten orientiert und sich die Krankenkassen um eine wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Versorgung bemühen. (Bundestags-Drs 18/1307 Seite 26)

Maeeutik 26.06.2014, 05:31

Fortsetzung (Seite 49):

Im Hinblick auf die Umstellung von einkommensunabhängigen auf einkommensabhängige Zusatzbeiträge wird mit dem neuen § 270a ein vollständiger Einkommensausgleich eingeführt. Damit wird verhindert, dass die unterschiedlichen beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder der Krankenkassen zu Wettbewerbsverzerrungen führen. Mit dem Einkommensausgleich werden die Einkommensunterschiede der Mitglieder der Krankenkassen vollständig ausgeglichen. Jede Krankenkasse erhält durch diesen Ausgleich die Einnahmen aus dem einkommensabhängigen Zusatzbeitrag, die sie erzielen würde, wenn die beitragspflichtigen Einnahmen ihrer Mitglieder dem Durchschnitt in der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen würden. Der Einkommensausgleich wird durch das Bundesversicherungsamt durchgeführt, das die in den Gesundheitsfonds eingehenden Einnahmen auch aus dem Zusatzbeitrag für diese Zwecke verwaltet. Eine Unterdeckung kann die Krankenkasse zukünftig durch die Erhebung eines in seiner Höhe variablen einkommensabhängigen Zusatzbeitrags decken. Die Krankenkasse berechnet die Höhe des von ihr benötigten Zusatzbeitrags auf der Grundlage der durchschnittlichen beitragspflichtigen Einnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Als Einzugsstelle führt die Krankenkasse sämtliche Beitragseinnahmen einschließlich der Einnahmen aus dem von ihr erhobenen Zusatzbeitrag an den Gesundheitsfonds ab. Der Einzug des einkommensabhängigen Zusatzbeitrags erfolgt im Quellenabzug. Auch die sog. Direktzahler (Deutsche Rentenversicherung, Bundesagentur für Arbeit, Optionskommunen, Künstlersozialkasse etc.) führen wie bisher die Beitragseinnahmen unmittelbar an den Gesundheitsfonds ab. Der eigentliche Einkommensausgleich wird wie folgt durchgeführt: Die Krankenkassen, die einen Zusatzbeitrag nach § 242 erheben, erhalten vom Bundesversicherungsamt aus dem Gesundheitsfonds die Beträge aus den Zusatzbeiträgen ihrer Mitglieder in der Höhe, die sich nach dem Einkommensausgleich ergibt. Durch diesen Einkommensausgleich erhalten Krankenkassen mit unterdurchschnittlichen beitragspflichtigen Einnahmen einen höheren Betrag vom Gesundheitsfonds als sie abgeführt haben und umgekehrt. Das Verfahren zur Ermittlung der Zuweisungen nach den §§ 266 und 270 bleibt vom Einkommensausgleich unberührt.

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Ist alles noch in der Schwebe.

sassenach4u 26.06.2014, 16:04

Nein, entschieden schon- nur die Umsetzung wird noch erarbeitet...

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