Beitragserstattung an Expartner für Kind, das dort lebt aber über mich familienversichert ist

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6 Antworten

Halo Petersilienwurz,

die Formulierung "Eine Beitragsrückerstattung von der Krankenkasse (hier Bonuszahlung, die angeblich der Vater deines Kindes kassiert hat) muss man in der Einkommensteuererklärung angeben." ist eine "unvollständige Darstellung."

Denn die Krankenkasse meldet jede Art von Beitragsrückerstattung immer direkt elektronisch an das Finanzamt.

D.h. ob du in deiner Einkommensteuererklärung die Beitragsrückerstattung angibst oder nicht ist egal, da das für dich zuständige Finanzamt immer von der Beitragsrückerstattung weis. Andererseits ist es strafbar, wenn du in deiner Einkommensteuererklärung die Beitragsrückerstattung nicht angibst, da du dann vorsätzlich eine falsche, da unvollständige Einkommensteuererklärung abgibst.


Dass du persönlich die Beitragsrückerstattung nicht erhalten hast, also nicht "bereichert" wurdest, ist meiner Meinung nach etwas ganz anderes. Hier könnte es darauf ankommen in wie weit der Vater seines Kindes das Sorgerecht hat, also rechtlich für dein Kind handeln darf. Was deinem Kind zugeflossen ist wird dir wirtschaftlich und steuer-rechtlich zugeschrieben,

Ein Verrechungscheck wird immer auf einem Konto gutgeschrieben. Es sollte sich herausfinden lassen wer der wirtschaftlich Begünstige diese Kontos ist - im Regelfall der Kontoinhaber.

Man könnte auch darüber nachdenken ob die Bonuszahlung auf den Betrag deiner Unterhaltszahlungen für deinen Sohn angerechnet werden kann. Etwa in der Form "Kürzung wegen ungerechtfertigter Bereicherung".

Ich verstehe nicht ganz, wie eine Rückerstattung von von dir geleisteten Beiträgen auf dem Konto des Vaters landet, woher hat deine Krankenversicherung denn überhaupt die Kontodaten deines Ex? Rufe deinen Sachbearbeiter bei der Versicherung an und kläre erstmal das. Des weiteren musst du -tatsächlich- erhaltenes Geld angeben.

Die Kasse hat einen Verrechnungsscheck versandt an die Adresse des Vaters. Lt. Sachbearbeiter wurde der Scheck eingelöst, jedoch sei nicht nachvollziehbar, von wem.

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Du kannst Dich gar nicht dagegen wehren, dass das Kind bei Dir versichert ist. Du bist verpflichtet es zu versichern.

Und warum muss ich Boni versteuern, die ich nicht erhalte, obwohl ich Versicherungsnehmer bin?

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@Petersilienwurz

Da würde ich die Krankenkasse befragen. Was Du nicht erhältst, mußt du auch nicht versteuern.

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Hallo,

Beitragsrückerstattungen

Wenn der Sohn familienversichert ist, hat er keine Beiträge gezahlt und daher kann es auch keine Beitragserstattung gegeben haben. Am besten bei der Krankenkasse klären, welche Zahlung es war und wer wann diese Zahlung erhalten hat.

Gruß

RHW

Hier handelt es sich offensichtlich nicht um eine Beitragsrückerstattung sondern um eine Bonuszahlung oder Sachprämie z.B. wegen gesunder Lebensführung. Eventuell ist das Kind vom Vater in ein Bonusprogramm eingetragen worden und die Bonuszahlung oder eventuell auch die Sachprämie ist dorthin gegangen.

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@Kunterbunt23

Hallo Kunterbunt23,

bonusprogramm wäre eine Möglichkeit. Dann wäre noch intertessant, ob es ein gemeinsames oder ein alleiniges Sorgerecht für das Kind gibt.

Gruß

RHW

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@RHWWW

Was hat das mit dem Sorgerecht zu tun? Lt. Steuerbescheinigung der KV handelt es sich um Erstattungen gemäß Beitragsentlastungsgesetz und muss dem Einkommen zugerechnet werden. Mir floss in diesem Fall nur kein Geld zu. Dem Vater schon. Gemäß Aussage der KV auch für 2014. Kann ich mich wenigstens für 2015 wehren?

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Die Bonusprogramme machen eine Erstattung von Beiträgen möglich, auch bzw. im Besonderen bei Kindern. Die Kasse hat einen Verrechnungsscheck versandt an die Adresse des Vaters. Also nimmt er doch das Geld ein. Die Versicherung kann nicht sagen, wem das Geld zugeflossen ist, nur dass das Geld verrechnet wurde. Mir ist es jedenfalls nicht zugeflossen.

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@Petersilienwurz

Was hat das mit dem Sorgerecht zu tun?

Das ist entscheidend dafür, ob der Vater rechtswirksam für das Kind Anträge stellen darf.

Die Bonusprogramme machen eine Erstattung von Beiträgen möglich, auch bzw. im Besonderen bei Kindern.

Kinder, die keine Beiträge zahlen, können keine Beiträge erstattet bekommen. Beim Bonusprogramm sind Bonuszahlungen an die betreffenden Teilnehmer möglich (auch an familienversicherte Angehörige ohne eigene Beitragszahlungen).

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@RHWWW

Sorgeberechtigt sind wir beide. Unverständlich ist mir jedoch, wie a) mein Exmann ohne mein Wissen das Kind in meiner Familienversicherung versichern konnte und b) warum die ihm bzw. dem in seinem Haushalt lebenden Sohn erstatteten Beiträge bei mir versteuert werden müssen, wo mir doch nichts zugeflossen ist. Interessant wäre zu wissen, ob ich diese Beträge vom mtl. Unterhalt abziehen kann.

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@Petersilienwurz

Wenn der Vater sorgeberechtigt ist, darf er für das Kind Anträge bei der Krankenkasse stellen (z.B. Teilnahmeerklärung des Kindes für das Bonusprogramm). Es genügt bis zum 15. Geburtstag die Unterschrift eines sorgeberechtigten Elternteils.

Die Krankenkasse ist verpflichtet, diese Bonusprogramm-Zahlungen von den Beiträgen des Mitgliedes abzuziehen und die Meldung an die Finanzverwaltung für das Mitglied zu senden.

Inwieweit diese Zahlung im Familienrecht Auswirkungen auf die Höhe der Unterhaltszahlungen hat, kann ich nicht beurteilen. Evtl. noch eine neue spezielle Frage zum Familien- bzw. Unrterhaltsrecht einstellen. Oder beim Jugendamt nachfragen.

Evtl. gibt es hier Tipps:

patientenberatung.de

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Da für ein Kind gar keine Beitrag erhoben wird, gibt es auch keine Beitragsrückerstattung. Woher soll die denn kommen?

So genannte Bonusprogramme ermöglichen Erstattungen. Leider in diesem Fall nicht an mich als Versicherungsnehmer. Ich muss aber die nicht eingenommenen Boni in der Steuererklärung angeben und versteuern lassen.

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