Beiträge an die Künstlersozialkasse?

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5 Antworten

ist aber so

http://www.kuenstlersozialkasse.de/kuenstler-und-publizisten/beitrag.html

Wenn sich die Schätzung im laufenden Kalenderjahr nicht verwirklichen lässt oder übertroffen wird, besteht die Möglichkeit, der KSK die geänderte Einkommenserwartung zu melden. Die Beiträge werden dann den geänderten Verhältnissen angepasst. Die Änderung wirkt sich jedoch nur für die Zukunft aus. Denn das gemeldete voraussichtliche Jahresarbeitseinkommen als Berechnungsgrundlage für die Beitragsanteile zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung führt zu verbindlichen Monatsbeiträgen, die rückwirkend nicht mehr korrigiert werden können. Die Schätzung des voraussichtlichen Jahresarbeitseinkommens sollte daher besonders sorgfältig erfolgen.

Hey LordMorley,

wenn sich die Schätzung im laufenden Kalenderjahr nicht verwirklichen
lässt oder übertroffen wird, besteht die Möglichkeit, der KSK die
geänderte Einkommenserwartung zu melden. Die Beiträge werden dann den geänderten Verhältnissen angepasst. Die Änderung wirkt sich jedoch nur für die Zukunft aus. Denn das gemeldete voraussichtliche
Jahresarbeitseinkommen als Berechnungsgrundlage für die Beitragsanteile zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung führt zu verbindlichen Monatsbeiträgen, die rückwirkend nicht mehr korrigiert werden können.

Die Schätzung des voraussichtlichen Jahresarbeitseinkommens sollte daher
besonders sorgfältig erfolgen.

Nachzulesen in dem Link hier: www.kuenstlersozialkasse.de/kuenstler-und-publizisten/beitrag.html

LordMorley 04.07.2017, 20:56

Danke. :) Soweit habe ich schon recherchiert. Siehe meine Anmerkung/Frage weiter unten.

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Ich kann nicht glauben, dass zumindest zu viel gezahlte Kranken- und Pflegekassenbeiträge dann einfach futsch sind...?!

Doch, das ist so. Einmal geleistete Beiträge auf der Grundlage gültiger Beitragsbescheide sind rückwirkend nicht änder- oder erstattbar. Das gilt übrigens nicht nuir für die KSK, sondern alle Sozialversicherungen nach SGB. Freiwillig Versicherte Selbstständige haben dasselbe Problem: Sie erhalten Beitragsrechnungen immer auf der Grundlage des letzten ESt-Bescheides. Änderungen sind immer nur für die Zukunft wirksam, sobal ein neuer ESt-Bescheid ergangen ist.

LordMorley 04.07.2017, 20:59

Meine Krankenkasse, die AOK, meinte ausdrücklich, dass ich als freiwillig Versicherter alle zu viel gezahlten Beiträge "selbstverständlich" zurück bekäme.

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FordPrefect 05.07.2017, 08:24
@LordMorley

Das ist - mit Verlaub - Unsinn, respektive zumindest irreführend. Die GKV ist nämlich gar nicht befugt, rückwirkend die Beiträge zu reduzieren - mit Ausnahme des ersten Beitragsjahres, bei dem dem Selbstständigen noch kein ESt-Bescheid als Bemessungsgrundlage zur Verfügung stehen konnte.

Die KK ist im Gegenteil gesetzlich verpflichtet, den Beitrag des Versicherten ab dem Folgemonat des ESt-Bescheides, aus dem sich eine Änderung der Bemessungsgrundlage ergibt, neu festzusetzen. Es liegt also im Eigeninteresse des VN, der KK stets *zeitnah* einen aktuellen Bescheid vorzulegen, dann kommt es auch nicht zu Über- oder Nachzahlungen.

Nachzulesen u.a. hier (man beachte § 4 und die Ausführungen dazu ab Seite 9). Das Schreiben ist zwar von 2008, gilt aber insoferne weiter:

http://www.krankenkassen.de/static/common/files/view/3393/Beitragsbemessung\_Endfassung\_2008\_10\_27\_3258.pdf

Oder anders ausgedrückt: Stellt man mit ESt-Bescheid fest, dass man im Vorjahr weniger verdient hat, als bei der Bemessungsgrundlage angesetzt, dann erhält der Versichrte die zuviel gezahlten Beträge aus dem Vorjahr genau *nicht* erstattet, weil es dazu schlicht keine Rechtsgrundlage gibt. Der niedrigere Beitrag wird durch die KK erst für den Monat neu festgesetzt, der auf den Monat des Bescheiddatums folgt.

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Ich danke Euch allen für die raschen Antworten!

Dann ist eine Frage noch offen: Werden alle Beiträge am Ende des Jahres mit dem, was ich insgesamt über das Jahr eingenommen habe, verrechnet? Dann würde es ja Sinn machen jetzt in der neuen Einschätzung ein wenig niedriger einzuschätzen, um am Ende des Jahres genug eingezahlt zu haben, um keine all zu hohe Nachzahlung zu erwarten.

Oder?

Über mögliche Sanktionen einer mutmaßliche Fehleinschätzungen seitens der KSK bin ich aufgeklärt.

Bitte beachten die Höchst-Beiträge werden nach der Beitragsbemessungsgrenze berechnet.  2017 = 52.200 € p.a.

Alternativ kann ja auch ein Freiberufler in eine PKV wechseln.

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