Beispiele in welchem sich das Gewissen irrt, aber nicht seine Würde verliert!?

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3 Antworten

Dazu gehören u. a. die Themen Überbevölkerung, Überalterung der Bevölkerung und Linderung von Not irgendwo in der Welt, weil hierbei mehrere Entscheidungen geboten sind, die aber miteinander im Konflikt stehen.

Überbevölkerung mit den Folgen Mangelernährung, soziale Unruhen usw. soll vermieden werden (sinnvoll und gut), aber gleichzeitig soll auch das Recht auf Erhaltung der eigenen Art, das Recht auf Leben usw. erhalten bleiben (ebenfalls sinnvol und gut). Beides gleichzeitig paßt aber nicht zusammen, und dennoch wird es umfangreich getan (Entwicklungshilfe, medizinische Hilfen usw.), und man fühlt sich wohl dabei.

Überalterung wirkt sich ungünstig auf Diverses aus (nicht nur bzgl. der Renten) und es wird versucht, es zu vermeiden. Gleichzeitig besteht aber der Wunsch, daß Menschen immer älter werden und daß auch alte Menschen gut versorgt sind. Den Problemen mittels Einwanderung entgegenwirken macht nur temporär Sinn, denn wo junge Menschen weggehen, da bleiben alte Menschen zurück, so daß es mehr eine Problemverschiebung ist.

Linderung der Not irgendwo in der Welt ist etwas moralisch Gutes. Doch Not (wo nicht Naturkatastrophen die Ursache sind) hat meistenteils auch Begleiter wie Diktaturen oder irgendwelche Ismen oder schädliche Gewohnheiten, wobei diese Begleiter die Not erhalten und die Not die Begleiter. Die gelebte Hilfsbereitschaft bewirkt dadurch auch, daß für die Betroffenen die Motivation zur Bekämpfung der Ursachen weitgehend wegfällt, so daß solche Ursachen weiterhin erhalten bleiben.

Es zeigt sich bereits an diesen wenigen Beispielen, daß das Gewissen mehr auf den Augenblick fokussiert ist, sich so seine Würde behält, sich aber in Anbetracht späterer Folgen momentanen Tuns des Guten, die schlimmer als das ursprüngliche Übel sein können, gründlich irrt.

Unbewußt erfaßt vermutlich jeder solche Paradoxen des Gewissens, und auch dies könnte mit eine Erklärung dafür sein, warum es in allen Gesellschaften das nie endende Sammeln von gewissensberuhigenden Argumenten gibt, die dann in Form von Meinung und Gegenmeinung mal zu verhärtenden und mal zu eskalierenden Fronten führen und so häufig in faulen Kompromissen enden, die nirgends wirklich helfen, aber das Gewissen in einen Tiefschlaf versetzen können.

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Hä was? xD was macht ihr in religion für nen sche** ?!

Des ist doch bei jedem anders...
Jeder schämt sich für etwas anderes....

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Kommentar von Ecki2409
20.11.2016, 15:36

haben einmal die Woche bei einem Referendar und nicht bei unserer normalen Lehrerin...

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Kommentar von nutzer74747
20.11.2016, 15:37

also ich hab ethik..... aber versteh das einfach so: gewissen=du würde verliehren=schämen

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Das Gewissen hat keine eigene Würde.

Es ist ein Denkvorgang, letztlich ein reiner technischer Vorgang.

Das Gewissen irrt auch nicht, niemals. Der Mensch irrt und wenn er das tut, ist daran nichts würdeloses.

Man handelt nach seinem Gewissen oder entgegen seinem Gewissen, das wars schon.

Klar, religiöse Mitmenschen implizieren in sowas gerne mal was rein, irgendwas mit Seele oder solch unbelegte Behauptungen, was jedoch sachlich völliger Unfug ist.

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