Beispiel für Angst nach Sigmund Freud

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Realangst:

Du gehst alleine spazieren auf dem Land, nirgens ein Mensch zu sehen, alles still, es ist späte Dämmerung. Plötzlich kommt aus dem nahen Waldrand ein dunkler Hund herausgelaufen. Er kommt zögerlich, langsam in geduckter Haltung auf dich zu, du merkst wie er anfängt zu knurren.

Gewissensangst: In deiner Schule ist ein Junge, der zwar alle begeistert, mit seiner aufgeschlossenen Art zu reden, aber mit der Polizei hat er immer wieder Ärger wegen Ladendiebstahls. Du triffst ihn im Kaufhaus, er lächelt dich an. Seine Jacke wirkt irgendwie ausgebeult. Er geht zügig an dir vorbei zum Ausgang.

Neurotische Angst: Bärbel Bär ist heute 37 und eine alte Jungfer. Sie wurde nie geheiratet oder hatte Freunde weil sie häßlich und dumm ist. Sie lebt allein. Hat keine Familie mehr. Alle Beziehungen mit anderen Menschen in ihrem Leben endeten frustrierend für sie. In dem Dorf, wo sie lebt ist ein einzelner, seltsamer Typ hinzugezogen. Alle reden schlecht über ihn, er soll woanders Streit gehabt haben. Bärbel trifft ihn beim Spazierengehen in der Dorfmitte, gegen Mittag. Er sagt freundlich: "Hallo, wer bist du, denn?" Bärbel bekommt Angst, sie geht so schnell, sie kann weiter nach Hause.

Als aller erstes Mal ein großes DANKE !

Was ich nicht versteh, ist das neurotische Angst heist ja, man hat Angst vor den Ansprüchen des ES. Aber was sind bei dem Beispiel die Ansprüche?

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So wie ich es verstehe ist bei Freud alles auf den drei Bewußtseinsebenen und deren Wechselwirkungen zueinander aufgebaut.

Wenn nun eine Neurose vorhanden ist, die neurotische Angst, dann ist die reale Urteilsfähigkeit herabgesetzt, weil die Kraft aus den beiden übergeordneten Bewußtseinsebenen fehlt und diese Kraft durch die ES Ebene ersetzt wird.

Das ES fordert die Ursicherheit ein, die es im Erwachsenenalter nicht mehr gibt. Daraus entsteht die krankhafte, neurotische Angst.

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