Beinaheunfall mit Bus, minimaler Schaden, wie richtig verhalten?

5 Antworten

Muss ich den Vorfall nun doch bei meiner Versicherung melden - und wenn
ja, erwachsen dadurch Nachteile in Bezug auf meine
Schadenfreiheitsklasse? Oder wäre es am klügsten, die Sache auf sich
beruhen zu lassen (auch wenn ich ja Recht habe, was ich aber schwer
beweisen kann) oder MUSS ich es melden,

1.) Es ist eine Obliegenheit einen Unfall deiner Versicherung anzuzeigen. Eine Obliegenheitsverletzung kann den Verlust des Versicherungsschutz zur Folge haben.
2.) Einfuluss auf Deine SF Klasse hat der Unfall erst wenn Deine Haftpflicht oder Vollkaskoversicherung in Leistung tritt
3.) Es ist Deine Entscheidung Schadensersatz zu fordern oder Dein Recht durchzusetzen.
4.) Nochmal "Ja" Du bist Deiner Versciherung gegenüber verpflichtet jeden Unfall bei der Versicherung anzuzeigen.
Der Begriff Kfz Unfall umfasst jede Berührung deines Kfz mit einem anderen Kfz, einer Peron, oder einer Sache. Sowie durch dein Kfz verursachte Unfälle in die dein Kfz nicht selbst verwickelt ist.

  er meinte aber, dass ich es über seine Versicherung abwickeln soll

Mir stellt sich die Frage ob der Schadensverursacher die ÖPNV überhaupt eine Kfz-Versicherung hat.

Denn Buslinien von öffentlichen Trägern wie z.B. Städte sind von der Versicherungspflicht befreit.

Du solltest auf jeden Fall die ÖPNV deiner Stadt direkt kontaktieren und nachfragen ob der verursachte Schaden an deinem Fahrzeug gemeldet wurde, bzw. auch bezahlt wird. Und ob eine Kfz-Versicherung besteht, mit welcher Versicherungs-Nr.

Wenn es Probleme gibt, sofort einen Rechtsanwalt mit der Sache beauftragen.

Eine Meldung an die eigene Kfz-Versicherung ist nicht notwendig.

Vorsorglich kannst du deinem Versicherungsvermittler einen Hinweis geben, mit der Ergänzung es nicht an den Versicherer weiter zu melden.

Gruß N.U. 

Mir stellt sich die Frage ob der Schadensverursacher die ÖPNV überhaupt eine Kfz-Versicherung hat.


Denn Buslinien von öffentlichen Trägern wie z.B. Städte sind von der Versicherungspflicht befreit.

Dazu müssten aber die Busse der Gemeinde oder dem Kreis selber gehören und von diesen betrieben werden.

In der Praxis dürften aber die allermeisten (alle?) Busse von Privatunternehmen eingesetzt werden, die "nur" im Auftrag der Träger fahren. Und diese müssen natürlich sehr wohl versichert sein.

(In der Tat wäre mir nicht bewusst, jemals einen Linien- oder Schulbus mit einem "Behörden-Kennzeichen" (Kennung des Landkreises + Ziffernkombi) gesehen zu haben. Einzige Ausnahme: Busse der Bundeswehr)

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@Loroth

@Loroth,

in Rheinland-Pfalz gibt es viele Stadtbusse die den einzelnen Städten gehören und die keine Kfz-Versicherung haben.

Ähnlich war es früher auch bei Bahn- oder Postbussen.

Wer der Träger der ÖPNV ist, konnte ich nicht herausfinden.

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Hallo,

aktuell erscheint es weder notwendig noch sinnvoll, den Schaden der eigenen (Vollkasko-)Versicherung zu melden.

"Nicht notwendig", weil der eigene Schaden durch den Unfallverursacher bzw. dessen Kfz-Haftpflichversicherung zu regulieren ist.

"Nicht sinnvoll", weil die in der Vollkasko vereinbarte Selbstbeteiligung mutmaßlich über der geschätzten Schadenhöhe liegt.

Der "normale" Ablauf wäre in einem derartigen Fall, dass der Busunternehmer den Schaden seiner Kfz-Haftpflicht meldet und die sich dann mit dem Geschädigten zur Abstimmung des weiteren Ablaufs in Verbindung setzt.

Wer aber will, kann auch als Anspruchsteller gleich direkt bei der Versicherung vorstellig werden. Dann ist der Ablauf halt umgekehrt. Sprich: Schaden wird durch AS gemeldet -> die Versicherung fragt beim Versicherungsnehmer nach, wie er den Unfall schildert -> bei keinen weiteren Fragen wird reguliert.

Viele Grüße

Loroth


aktuell erscheint es weder notwendig noch sinnvoll, den Schaden der eigenen (Vollkasko-)Versicherung zu melden.

man kann der Versicherung einen Unfall melden, erst dann ergeben scih Haftpflicht, Teil- und Vollkasko Schäden die evtl. zu dokumentieren sind.


"Nicht notwendig", weil der eigene Schaden durch den Unfallverursacher bzw. dessen Kfz-Haftpflichversicherung zu regulieren ist.

Eine Obliegenheit gegenüber der eigenen Versicherung, der Verstoß kann den Verlust des Versicherungsschutz zur Folge haben. Der Grund für die Anzeigepflicht ist, das auch der mutmaßliche Verursacher später Ansprüche stellen kann, die entweder reguliert oder abgewehrt werden müssen.


"Nicht sinnvoll", weil die in der Vollkasko vereinbarte Selbstbeteiligung mutmaßlich über der geschätzten Schadenhöhe liegt.

Du kennst also den Kunden und dessen Vollkaskoversicherung sowie die vereinbarte Selbstbeteiligung sowie die Schadenshöhe ????? Da staune ich aber :)

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@RudiRatlos67

Ich bin aufgrund der Aussage

mir hat gestern ein Bus die Vorfahrt genommen (gleichrangige Straßen)

davon ausgegangen, dass ein eindeutiger Haftungsfall vorliegt - zumal der Unternehmer selbst schon bereitwillig auf seine KH verwiesen hat. Daher war meine Aussage auch nur auf die eigene VK bezogen.

Die jetzt nachgelegten Infos stehen im Widerspruch zum Ursprungs-Post und waren zum Zeitpunkt meiner Antwort schlichtweg nicht bekannt.

Grundsätzlich stimme ich aber auch zu, dass es nicht schadet - und nach den neuesten Infos auch sinnvoll ist, den Schaden bei der eigenen Versicherung anzuzeigen. Man muss halt nur darauf achten, dass Schäden ohne Aufwand auch rechtzeitig zum Jahreswechsel geschlossen werden, damit der SFR nicht unnötig leidet.

Du kennst also den Kunden und dessen Vollkaskoversicherung sowie die
vereinbarte Selbstbeteiligung sowie die Schadenshöhe ????? Da staune ich
aber :)

Bei einer angenommen Schadenhöhe von 150 € und einer - gefühlten - 90%igen Häufigkeit der VK-Variante "300/150" habe ich mich i.d.T. zu einer mutmaßlichen Annahme hinreißen lassen. Der TO müsste schon eine VK mit 0 SB haben, damit bei dieser Schadenhöhe eine Meldung sinnvoll wäre, oder?

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Auf welchen Widerspruch beziehst du dich? Grüße

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@HorstKleb0r

Darauf, dass die Haftungsfrage, aber auch das Schadenbild, nach dem Ursprungs-Post eindeutig wirkte, nun jedoch die Rede von einer Zeugin ist (die - so klingt es - diese Eindeutigkeit wohl nicht bestätigt) und der Schaden am Bus wohl doch größer ist. Es besteht somit sehr wohl die Möglichkeit, dass der Unfallgegner eigene Ansprüche geltend macht.

Insofern möchte ich mich vor diesem Hintergrund RudiRatlos67 anschließen und empfehlen den Schaden sicherheitshalber auch dem eigenen KH-Versicherer anzuzeigen.

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Ist halt in Summe ne ziemlich blöde Situation gewesen :(

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HILFE-Wie gehe ich in dieser Schlüsselverlustssituation weiter vor (Versicherung vs. Hausverwaltung)?

Hallo!

Klassische Schlüsselverlustsituation. Aus Sicherheitsgründen (Verlustmeldung bei der Versicherung und Hausverwaltung) wurde die Schließanlage getauscht. Zahlungsaufforderung on ca. 900€ gingen an mich, was ich der Versicherung weitergeben hatte.

Meine Haftpflichversicherung forderte nun bei meiner Hausverwaltung folgende Dinge an:

...Hierzu ist es notwendig, dass nachgewiesen wird, wie viele Schlüssel im Umlauf sind und dass diese alle existieren.

Bitte lassen Sie uns entsprechende Nachweise in Form des Schließplans sowie die ursprüngliche Anschaffungsrechnung zukommen."

Daraufhin hat die Hausverwaltung nicht reagiert. Eine weitere Email meiner Versicherung folgte:

"Hierzu stellt sich für uns nun die haftungsrelevante Frage ob sodann tatsächlich der Austausch aufgrund des Schlüsselverlustes notwendig wird, wenn durch Sie nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, dass alle weiteren Schlüssel noch vorhanden sind.

Sofern von einigen Mieterin Schlüssel nicht vorgelegt werden konnten bzw. können besteht grundlegend ebenso die Möglichkeit dass bereits in der Vergangenheit Schlüssel verlustig waren.

Bitte beachten Sie, dass Sie im Schadenfall zum konkreten Nachweis verpflichtet sind. Sofern dieser Nachweis nicht geführt werden kann besteht Ihrerseits lediglich Austausch für die Wiederherstellung des verlorenen Schlüssels.

Ohne Vorlage der o.g. Nachweise bei unserem Versicherungsnehmer oder stellvertretend auch bei uns ist die Rechnungsstellung derzeit rechtlich nicht korrekt."

5 Monate später kam eine Reaktion der Hausverwaltung:

"... Die Haftungsfrage hängt deshalb unseres Erachtens nicht davon ab, ob in der Vergangenheit eventuell bereits ein Schlüssel verloren gegangen ist – selbst wenn (wir haben davon keine Kenntnis), wurde damit zumindest kein Einbruch verübt und die Wahrscheinlichkeit dafür geht mit Zeitablauf gegen Null. Viel mehr ist hier maßgeblich, dass aufgrund des Schlüsselverlustes unverzüglich verhindert werden musste, dass der Zutritt ins Haus mittels dieses Schlüssels möglich ist.

Der Zeitaufwand für das Einsammeln der alten Schlüssel (mit denen keiner mehr etwas anfangen kann) ist hoch und eine Kostenzusicherung hierfür haben Sie nicht erteilt.

Sofern Zweifel an der Menge der neuen Schlüssel bestehen, nehmen Sie bitte folgende Aufstellung zur Kenntnis: ..."

Zudem fordert mich die Hausverwaltung auf den Schaden zu zahlen, da die Forderung der Eigentürmer allerdings gegen MICH geht und es unabhängig davon sei, ob meine Versicherung den Schaden reguliert. Die Hausverwaltung droht mit rechtlichen Schritten, wenn ich nicht bis Ende Januar zahle.

Meine Versicherung rät mir nicht zu zahlen und würde im Rechtsstreit für mich eintreten.

Was ist rechts und was sollte ich am besten machen?

Vielen Dank

Beste Grüße





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Danke für die Antworten ...

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