Beim Verkauf meiner ETW habe ich eine Rechnung "Grundbuchsache" vom Amtsgericht erhalten. Ich bin aber doch Verkäufter. Muss der Käufer nicht alles tragen?

9 Antworten

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Du mußt unterscheiden: Zwischen dem, was gesetzlich zu zahlen ist und dem, was vertraglich vereinbart wurde.

Wenn vertraglich dem Käufer ALLE mit dem Kauf zusammen hängenden Kosten auferlegt wurden, dann trägt er sie im Endeffekt.

Allerdings interessiert sich das Grundbuchamt nicht für die vertragliche Vereinbarung. Wenn Grundpfandrechte zu löschen waren, dann bist Du der Kostenschuldner. Du mußt an das Amtsgericht bezahlen und kannst Dir dann, wenn es eine entsprechende vertragliche Vereinbarung mit dem Käufer geben sollte, von diesem das Geld zurück holen.


Sofern noch eine nicht vom Käufer zu übernehmende Vorlast im Grundbuch zu löschen war, trifft diese Bereinigung des Grundbuches in aller Regel den Verkäufer.

Die Kostenregelung unter den Vetragsbeteiligten regelt im Übrigen der Kaufvertrag.

Dort finden Sie aber auch den Hinweis, dass die Vertragsbeteiligten nach Maßgabe der Kosten- und Steuergesetze solidarisch haften.

Zahlt einer nicht, so wendet sich der Gläugiger tapfer an den anderen.

Ein Anruf bei der Rechnungsstelle bringt Sie weiter, sofern sich die Antwort auf Ihre Fragen nicht bereits aus dem ersten Satz ergeben sollte!?!

Das kommt auf die Kostenregelung im Kaufvertrag an und was alles beantragt wurde. Üblicherweise trägt die Kosten der Lastenfreistellung der Verkäufer. So z.B Löschungen von Grundschulden. Was für Kostenpositionen stehen denn in der Rechnung?

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Im Voraus DANKE für alle Antworten!

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