Beim Tod dabei bleiben ja oder nein?

15 Antworten

Die Entscheidung kann dir leider niemand abnehmen, das mußt du ganz alleine für dich ausmachen, ob und wie du das möchtest......dabei sein oder nicht.

Ich habe 2 Haustiere im Arm gehabt, als sie starben, bei den anderen war ich zu feige ( meine persönliche Meinung). Ich war froh, daß mein kleiner Hund mich als letztes gesehen hat, was er mitbekommen hat. Aner ich war auch traurig. So ein Tier wächst einem auch ans Herz.

Schwieriger ist es schon bei den Menschen. Es kommt immer auf die Situation an.

Mein Vater starb auf der Straße.....er kippte um und war tot. Niemand konnte sich von ihm verabschieden. Meine Mutter saß im Auto und hat nichts mitbekommen, bis der Rettungswagen kam. Sie ist vor Trauer fast durchgedreht.

Meine Mutter starb qualvoll an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung und Multiorganversagen. Sie fiel ins Koma und war nicht mehr ansprechbar. Ich habe zwar immer mit ihr geredet, aber sie konnte mir nicht mehr antworten. Einen Tag, bevor sie starb, war ich lange bei ihr. Da ich aber auch eine eigene Familie hatte und auch noch habe, mußte ich irgendwann gehen. In der Nacht starb sie.

Bei meinem Mann war ich bis zum Schluß dabei, konnte aber nicht mehr mit ihm reden, da sein Herz einfach stehen blieb ( einige Vorerkrankungen, u.a. Herzschwäche.....seine Herzleistung betrug zum Zeitpunkt seines Todes noch knapp 25 %). Er wurde reanimiert, aber die Ärzte konnten ihm nicht mehr helfen. Er wachte nicht mehr auf. Das fand ich persönlich am schlimmsten, nicht mehr mit ihm reden zu können, ihn nicht noch einmal sagen zu können, daß ich ihn liebe......habe ich zwar, aber er hat es nicht mehr gehört. 

Ich möchte jetzt nicht ins Detail gehen, aber er schlief einfach ein.......man konnte am Monitor sehen, daß sein Herz immer weniger schlug. 

Aber ich war nicht alleine bei ihm, das fand ich sehr tröstlich. Ein guter Freund, der auch Pastor ist, stand mit mir an seinem Bett.

Ich habe Monate lang dieses Bild nicht mehr aus dem Kopf gekriegt.....die ganzen Schläuche, der piepende Monitor ( der irgendwann auf leise gedreht wurde), das Beatmungsgerät.........dieses Bild wurde ich nicht los. 

Deswegen muß es jeder selbst entscheiden.......bei einem nahen Angehörigen würde ich trotzdem dabei sein wollen.

Das gibt es kein so oder so; ich denke, dass du das nicht allgemein sagen kannst.... wenn es bei einem nahestehenden Menschen soweit ist, dann würde ich in dem Moment auf dein Bauchgefühl hören: ich kann mir nämlich vorstellen, dass du bei einem Menschen gerne dabeisein möchtest; aber bei einem anderen nahestehenden kann es ganz anders sein....
Meine Erfahrung: Mein Vater hatte eine schwere Erkrankung und es war klar, dass er in nächster Zeit gehen würde... mein Bruder, meine Mutter und ich wollten gerne dabeisein.... und saßen an seinem Bett.... ich konnte ihm noch die Dinge sagen, die ich ihm sagen wollte... dann musste ich kurz nach Hause, um meinen Sohn zu stillen... meine Mutter und mein Bruder waren in dem Moment in einem intensiven Gespäch mit einem Pastor als mein Vater starb.... ich denke heute, dass mein Vater drauf gewartet hat, und gestorben ist, als " niemand schaute "...
Aber ich kann dir sagen, auch, obwohl ich meinen Vater tot gesehen habe, habe ich doch trotzdem auch die schönen gemeinsamen Erlebnisse in meinem Herzen und in Erinnerung... nur weil du jemanden beim Sterben begleitest sind doch die schönen Erinnerungen nicht gelöscht... es gehört nun mal dazu... und, ist es nicht egoistisch zu sagen: ich begleite den Menschen nicht, damit ICH die "schlechten " Bilder nicht später vor Augen habe?....
Bei mir war es eher das Gegenteil, aufgrund der schweren Erkrankung meines Vaters sah er nach dem Tod eigentlich besser aus als davor... man sah einfach, das die Qualen ein Ende hatten und so konnte ich damit auch für mich besser damit zurecht kommen...

Ich habe meine Tiere beim Einschläfern immer begleitet - ich wollte es ihnen nicht antun, dabei alleine zu sein! Und es hat auch nichts mit Kampf zu tun. Sie schlafen friedlich ein und dann hört ihr Herz auf zu schlagen.

Ich habe auch schon eine Katze "so" beim Sterben begleitet. Das war zwar schwer, aber auch sie wusste, wann sie loslassen musste.

Bei meinem Opa war ich auch dabei. Der hat es schwerer gehabt. Aber auch ihn hätte ich nicht alleine lassen wollen. Meine ganze (enge) Familie war dabei.

Und ich bin traurig, dass ich bei meiner Oma nicht dabei sein konnte...

Natürlich bleibt der letzte Schritt in Erinnerung. Aber dadurch verliert man nicht alle anderen schönen Erinnerungen!

Aber: Das muss wirklich jeder für sich selber entscheiden. 

Fakt ist - egal, wie Du Dich entscheidest, Du kannst es hinterher nicht mehr ändern.

Alles Gute!

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