Beim Straßen rennen mit 151Km/h in 50er Zone erwischt?

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15 Antworten

Hallo GuaranaT,

für die Beteiligung an dem Straßenrennen sieht der bundeseinheitliche Tatbestandskatalog folgenden Bußgeldbescheid vor:

Tatbestandsnummer: 129618

Tatvorwurf: Sie nahmen als Kraftfahrzeugführer an einem nicht genehmigten Kraftfahrzeugrennen teil.

Ordnungswidrigkeit gem. § 29 Abs. 1, § 49 StVO; § 24, § 25 StVG; 248 BKat 

Bußgeld: 400,00 Euro plus 28,50 an Verwaltungsgebühren

Punkte: 2

Fahrverbot: 1 Monat

A - Verstoß

für die Geschwindigkeitsübertretung ist folgende Ahndung vorgesehen:

Tatbestandsnummer: 141718

Tatvorwurf: Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um .101. (über 70) km/h.

Zulässige Geschwindigkeit: *).50. km/h.

Festgestellte Geschwindigkeit (nach Toleranzabzug): **).151. km/h.

Ordnungswidrigkeit gem. § 41 Abs. 1 iVm Anlage 2, § 49 StVO; § 24, § 25 StVG; 11.3.10 BKat; § 4 Abs. 1 BKatV (andere Kfz) Tab.: 741007

Bußgeld: 680,00 Euro plus 28,50 an Verwaltungsgebühren

Punkte: 2

Fahrverbot: 3 Monate

A - Verstoß

Wurde die vorsätzliche Tatbegehung zur Last gelegt, wovon hier auszugehen ist, ist der Regelsatz für das Rennen von 400 auf 800 Euro und für den Geschwindigkeitsverstoß von 680 auf 1360 zu verdoppeln.

Das heißt es wird vermutlich auf:

  • eine Geldbuße von 2160,- Euro,
  • plus Verwaltungsgebühren,
  • plus 4 Punkte
  • plus 4 Monate Fahrverbot
  • plus Eintrag als A - Verstoß

hinauslaufen. Der A - Verstoß hat zur Folge, dass sich bei einem Fahrer in der Probezeit

  • die Probezeit um 2 Jahre Verlängert und dass
  • ein kostenpflichtiges Aufbauseminar angeordnet wird.

Aber wenn es ganz blöd läuft, wird die Tat nicht mehr als Ordnungswidrigkeit geahndet, sondern als Straftat der Gefährdung des Verkehrs gem. § 315c StGB und es droht:

  • eine empfindliche Geldstrafe oder
  • eine Freiheitsstrafe und
  • zusätzlich ist die Fahrerlaubnis zwingend zu entziehen und
  • eine Sperre von mindestens 6 Monaten bis zu 5 Jahren zu verhängen in der keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf.

Schöne Grüße
TheGrow

Perfekte, vollumfängliche Antwort.

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Dem ist nichts hinzuzufügen. Perfekte Antwort.

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Eine Überschreitung um mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit zieht automatisch den Vorwurf Des Vorsatzes mit sich, also dass er es bewusst gemacht hat und nicht aus Versehen.

Das dürfte zum einen richtig richtig teuer werden, zum anderen aufgrund des Vergehens innerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Gefängnisstrafe, Entzug der Fahrerlaubnis Und bei eventueller Wiedererlangen der Fahrerlaubnis vorher eine MPU mit allem drum und dran.

Herzlichen Glückwunsch!

Die Strafe kann gar nicht hoch genug sein! Du hast billigend in Kauf genommen, dass andere Verkehrsteilnehmer verletzt werden oder durch dich zu Tode kommen. Hast du mal an die Hinterbliebenen gedacht? Ein Auto in den Händen von diesen "Möchtegernrennfahrern" ist mit einer Mordwaffe gleichzusetzen. Wenn es zu keinem Unfall gekommen ist, hast du pures Glück gehabt.

Denke weniger über die Strafe nach, als über dein mangelndes und infantiles Verantwortungsbewußtsein. Das zeugt nämlich von völliger Unreife und deshalb bist du zum Führen eines Kraftfahrzeuges völlig ungeeignet. Nur ganz armselige Würstchen haben so wenig Selbstbewußtsein, dass sie die Aufmerksamkeit mit solchen Straftaten auf dich ziehen müssen.

Im folgenden Link kannst du dich über die Strafe informieren:

http://www.focus.de/auto/experten/winter/gesetz-gegen-raser-panikmache-oder-sinnvoll-das-bedeutet-das-neue-raser-gesetz-fuer-autofahrer_id_7297023.html

Du kannst dir gerne einen Rechtsanwalt nehmen. Er wird dir nicht helfen können, wenn dir ein Autorennen nachgewiesen wird.

nicht ich !

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Das wird wohl vor Gericht landen und zur Zeit kann man damit rechnen, dass das Gericht eine abschreckende Wirkung erzielen möchte. Sofern er nicht vorbestraft ist, wird er eine sehr hohe Geldbuße über mehrere Tausend Euronen und einen jahrelangen Führerscheinentzug mit allem pipapo erwarten müssen. In so einem Fall sollte er sich besser einen Anwalt nehmen.

Mich würde es nicht wundern, wenn sowas inzwischen als versuchter Mord gewertet wird.

Find ich zwar persönlich nicht schlecht, aber leider nicht gesetzeskonform. Besser wäre (versuchte) fahrlässige Tötung. Das Thema war ja dieses Jahr öfters in den Medien.

Mindestens 3 Monate den Führerschein weg.Wie lang hat er denn den Führerschein schon? 

Geldstrafe nicht unter 1000 Euro, je nach dem was der Richter entscheidet. 

Da es sich um eine Straftat handelt, ist ein Anwalt nicht verkehrt, ob eine Rechtsschutz Kosten übernimmt, falls er eine hat, ist fraglich, da man von Vorsatz ausgehen kann.

Führerschein weg, Geldstrafe in beträchtlichem Umfang und zusätzliche Maßnahmen würde ich nicht ausschließen...  

Unverantwortlich, lebensgefährlich und dämlich

Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit innerorts:

über 70 km/h 680 € 2 Punkte 3 Monate Fahrverbot  zusätzlich dazu 

Illegale Kraftfahrzeugrennen... als Teilnehmer 400 € 2 Punkte &3 Monate Fahrverbot 

Bei dem Tempo wird  Absicht angenommen was die Strafe verdoppelt oder verdreifacht .

Also Füherschein Entzug min. 6 Monate bis zu 10-15 Jahre oder Lebenslänglich wen nötig 

Fahrzeug wird beschlagnahmt für den Statt versteigert und der Erlös geht nicht an den Halter 

egal wer es ist und ist das ein Leihwagen so darf er den dann auch bezahlen egal wie das Geld bekommt der Verleiher  was das Fahrzeug wert war .

Illegale Kraftfahrzeugrennen... als Teilnehmer 400 € 2 Punkte &3 Monate Fahrverbot 

Nicht 3 Monate, sondern nur 1 Monat

Bei dem Tempo wird  Absicht angenommen was die Strafe verdoppelt oder verdreifacht

verdoppelt ist korrekt, verdreifacht nicht

Also Füherschein Entzug min. 6 Monate bis zu 10-15 Jahre oder Lebenslänglich wen nötig 

Es ist mit dem im Bußgeldkatalog angedrohten Fahrverbot, zu rechnen, nicht mit dem Entzug der Fahrerlaubnis bei Begehung als Ordnungswidrigkeit

Fahrzeug wird beschlagnahmt für den Statt versteigert und der Erlös geht nicht an den Halter 

Eine Einziehung ist im Ordnungswidrigkeitenverfahren nicht vorgesehen

egal wer es ist und ist das ein Leihwagen so darf er den dann auch bezahlen egal wie das Geld bekommt der Verleiher  was das Fahrzeug wert war

Selbst im Strafverfahren könnte das Fahrzeug nur eingezogen werden, wenn der Täter zum Tatzeitpunkt der Eigentümer war

Kurzum: Von Deiner Antwort ist nicht mal 1/3 zutreffend

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Wer hat gewonnen? Der Staat. Die Bevölkerung. Die Teilnehmer am Straßenverkehr. Der Straßenverkehr ist sicherer geworden, indem man 2 Fahrer, die dümmer sind als ein Meter Feldweg, für laaaange Zeit aus dem Verkehr (wörtlich zu nehmen) zieht.

Ich möchte bezweifeln, dass keiner an maßgeblicher Stelle auf die Idee kommt, dass die beiden Vollpfosten nicht die charakterliche Eignung und geistige Reife besitzen, überhaupt noch einmal eine Fahrlizenz zu bekommen.

Wird charakterliche Eignung und geistige Reife verneint, dann wird sich ein Psychologe im Rahmen einer MPU mit den beiden beschäftigen.

Da wird ihm wohl nichts anderes übrig bleiben. Das gibt eine Strafanzeige und geht vermutlich vor Gericht.

Soweit ich weiß ist das neue Gesetz noch nicht durch den Bundesrat. Schade. Dann würden ihm 10 Jahre da drohen wo er hin gehört.
Zurzeit kommt er leider glimpflich davon.

Hoffentlich ist er gut zu Fuß...

Wird er und zwar egal ob das noch als Ordnungswidrigkeit oder als Straftat geahndet wird

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@TheGrow

Ich konnte nur leider die Frage nicht ganz Ernst nehmen. Daher die eher kurze Antwort von mir. ;-)

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@RobertLiebling

Ob die Frage ernst gemeint war lasse ich mal dahingestellt.

Interessant finde ich im Hinblick auf die Rechtsprechung, dass inzwischen Raser wegen Mordes zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt werden, wenn bei solchen Hochgeschwindigkeitsrennen Menschen ums Leben kommen

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@TheGrow

Mal abwarten, wie das in der Praxis aussehen wird. Schwierig stelle ich mir die Abgrenzung von Eventualvorsatz vs. bewusster Fahrlässigkeit vor - bzw. dessen Nachweis im subjektiven Tatbestand.

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ist leider die wahrheit.. war in stuttgart.

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Egal ob Rennen oder nicht, der Lappen ist weg und wird auch nicht so schnell wieder kommen. Aber man kanns ja versuchen xD

Gefängnis oder hohe Geldstrafe. Der Führerschein ist weg. 

Führerschein Weg Auto wird beschlagnahmt und evt Knast von hohen Geldstrafen mal abgesehen (Schweizer Recht)

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