Beim laut Lesen fehlt mir die Luft, weil ich dran denke, und um so mehr ich dran denke desto mehr fehlt mir die Luft, so dass ich immerwieder lange Pausen....?

6 Antworten

Wenn der Gedanke kommt und du liest, lass es zu.

Der Gedanke darf da sein, du darfst Pausen machen und es darf sich auch so anhören, als würdest du gerade einen Berg besteigen.

Das ist okay und es wird deswegen nichts schlimmes passieren. Du weißt ja, dass du auch ganz "normal" lesen kannst. 

Der Gedanke, dass du nicht genügend Luft bekommst verstärkt die Angst davor und die Angst davor verstärkt wiederum den Gedanken. Ein Teufelskreis. Die Angst kannst du besiegen, indem du es dir selber erlaubst Pausen zu machen! 

In solch einem Fall ist zunächst die "Flucht nach vorn" zu empfehlen. Bevor du mit dem Lesen beginnst, sagst du einfach, dass du vor Aufregung (oder sonst einem Grund)  immer Atemprobleme bekommst und sich dein lesen deshalb komisch anhören könnte und dass du für Tipps dankbat wärst.

Für zu Hause empfehle ich,

einen unbekannten Text laut vorzulesen und dich dabei mit deinem
Smartphone aufzunehmen.Vielleicht ist das ja gar nicht soooo schlimm,
wie du denkst.

Ist es aber "schlimm", dann empfehle ich,

dass du die Stoppuhr auf deinem Smartphone bereit in der Hand hältst, dich locker hinstellst, tief Luft in den Bauch (nicht in die Schultern, die bleiben unten!) holst, die Stoppuhr anschaltest, dann mit deiner normalen Lautstärke "A" sagst, wobei du die Luft sparsam aus dir herauskommen lässt,  so lange,bis du wirklich keine Luft mehr in dir hast. Wenn du unter 15 Sekunden lagst, wirst du das jeden Tag trainieren, bis du bei 30 bist. Dann hast du beim Lesen auf jeden Fall immer genügend Luft, denn du hast ja trainiert;

dass du einmal täglich den Eltern aus der Zeitung einen kurzen Artikel laut vorliest;

du die die Texte all deiner Lieblingssongs suchst und sie dann laut mitsingst.Dabei liest du die Text mit und setzt mit einem Bleistift Zeichen, dort wo du geatmet hast. Hast du viele Zeichen gesetzt, nimmst du dir vor, ganze Strophen oder jeweils zwei Zeilen ohne Atempause zu singen.

Lufttraining. Also tatsächlich gibt es Atemübungen usw. Ich hatte mal so etwas beim Sprechen und das kann man abtrainieren. Wenn du zB Theater spielst oä, das kann helfen. Oder singen, da muss man das auch lernen und macht das irgendwann ganz automatisch... Das hat zumindest bei mir geholfen

Kannst du mir sagen, wonach ich suchen soll, ich würde das auch gerne ausprobieren. Das wäre eine riesen Erleichterung für mich, wenn ich das in den Griff bekomme.

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@71710

Vielleicht gibt es solche Angebote bei dir in der Schule? Also zB als AG? Bei mir gibt es Chor und Theater und das habe ich dann auch gemacht. 

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